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Wellnesshotel Gassenhof Südtirol - Gassenhofpost Sommer 2011

2 Nach allen Regeln der Sanierungs-Kunst Die Denkmalpflege sieht vor, unter Schutz stehende Ge- bäude zu erhalten und diese nicht nicht abzureißen abzureißen und durch einen Neubau ersetzen zu lassen. Der „Zeugniswert ist nämlich immer an die Originalsubstanz (Mauerwerk, Gewölbe, Holzbalkendecke, Verputze, Fresken usw.) gebunden.“ Das zuständige Amt gibt aus diesem Grund sehr genaue Anweisungen, was bei einem denkmalgeschützten Objekt saniertwerd e n darf und wie man dabei vorgehen muss: Um das Gratzenhäusl für einen zeitgemäßen Wohnstandard adaptieren zu können, bedurfte es bspw. des Einbaues von Bädern, einer Zentralheizung und wärmegedämmter Fenster. Die Hauptgrundrisseinteilung sowie die Hauptmauern, die Gewölbe und die Holzbalkendecken mussten beibehalten werden. Für die Sanierung erlaubte das Denkmalamt ausnahmsweise die vorsichtige Zerlegung des Blockbaues, dessen Holzteile zuvor nummeriert und exakt wieder in derselben Reihenfolge angebracht werden musten. Nach Schaffung eines Fundamentes konnte der Blockbau wieder zusammengefügt werden, nur einzelne morsche Teile konnten dabei Tel. +39 0472 656 209 - 656 128 | Fax +39 0472 656 380 | www.gassenhof.com | info@gassenhof.com ersetzt werden.¹ Auf diese Anweisungen des Denkmalamtes baute unser gesamtes Sanierungsprojekt auf, das wir mit unseren eigenen Ideen und Vorstellungen noch weiter zu verbessern versuchten. Beispielsweise wurde der neu erbaute Teil komplett in Holzbauweise realisiert: dabei wurde auf Hilfsmittel wie Leim oder Nägel komplett verzichtet und auch die Wärmedämmung ist aus reinen Holzfaserplatten. Die alten Steinmauern hingegen hat Vater Adolf wieder mit denselben Steinen aufgestellt, wie sie ursprünglich schon in der alten Mauer von vor rund 700 Jahren verwendet wurden – es handelt sich dabei um Natursteine bzw. Steine aus dem Ridnauner Bach; auch das alte Holz sollte wieder so gut wie möglich im Haus Verwendung finden. Die restlichen Baustoffe wurden von den einheimischen Firmen hergestellt und geliefert, wie bspw. das Dach, das mit echten Lärchenschindeln gedeckt wurde. Auch im Inneren spielen Naturmaterialien eine wichtige Rolle: die Böden in den Zimmern und WC‘s wurden mit Holz und Stein ausgelegt, Möbel und Getäfel sind aus Natur-Fichte und Altholz und in den zwei alten Stuben

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