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Nach allen Regeln der Sanierungs-Kunst
Die Denkmalpflege sieht vor, unter Schutz stehende Ge-
bäude zu erhalten und diese nicht nicht abzureißen abzureißen und durch
einen Neubau ersetzen zu lassen. Der „Zeugniswert ist
nämlich immer an die Originalsubstanz (Mauerwerk,
Gewölbe, Holzbalkendecke, Verputze, Fresken
usw.) gebunden.“ Das zuständige
Amt gibt aus diesem Grund sehr
genaue Anweisungen,
was bei einem denkmalgeschützten
Objekt saniertwerd
e n
darf und wie man dabei vorgehen muss:
Um das Gratzenhäusl für einen zeitgemäßen Wohnstandard
adaptieren zu können, bedurfte es bspw. des
Einbaues von Bädern, einer Zentralheizung und wärmegedämmter
Fenster. Die Hauptgrundrisseinteilung sowie
die Hauptmauern, die Gewölbe und die Holzbalkendecken
mussten beibehalten werden. Für die Sanierung
erlaubte das Denkmalamt ausnahmsweise die vorsichtige
Zerlegung des Blockbaues, dessen Holzteile zuvor
nummeriert und exakt wieder in derselben Reihenfolge
angebracht werden musten. Nach Schaffung eines Fundamentes
konnte der Blockbau wieder zusammengefügt
werden, nur einzelne morsche
Teile konnten dabei
Tel. +39 0472 656 209 - 656 128 | Fax +39 0472 656 380 | www.gassenhof.com | info@gassenhof.com
ersetzt werden.¹
Auf diese Anweisungen des Denkmalamtes baute unser
gesamtes Sanierungsprojekt auf, das wir mit unseren eigenen
Ideen und Vorstellungen noch weiter zu verbessern
versuchten. Beispielsweise wurde der neu erbaute
Teil komplett in Holzbauweise realisiert: dabei wurde
auf Hilfsmittel wie Leim oder Nägel komplett verzichtet
und auch die Wärmedämmung ist aus reinen Holzfaserplatten.
Die alten Steinmauern hingegen hat Vater
Adolf wieder mit denselben Steinen aufgestellt, wie sie
ursprünglich schon in der alten Mauer von vor rund 700
Jahren verwendet wurden – es handelt sich dabei um
Natursteine bzw. Steine aus dem Ridnauner Bach; auch
das alte Holz sollte wieder so gut wie möglich im Haus
Verwendung finden. Die restlichen Baustoffe wurden
von den einheimischen Firmen hergestellt und geliefert,
wie bspw. das Dach, das mit echten Lärchenschindeln
gedeckt wurde.
Auch im Inneren spielen Naturmaterialien eine wichtige
Rolle: die Böden in den Zimmern und WC‘s wurden mit
Holz und Stein ausgelegt, Möbel und Getäfel sind aus
Natur-Fichte und Altholz und in den zwei alten Stuben