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Wirtschaftszeit Nr. 59 November 2010

Steuern sparen mit dem KMU-Fördergesetz Zur Stärkung von kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich wurde mit dem KMU-Fördergesetz eine steuerliche Begünstigung geschaffen. Seit dem 1. Jänner können im Rahmen des Gesetzes mit dem Gewinnfreibetrag 13 % des Gewinnes einkommenssteuerfrei gestellt werden. Bis zu 30.000 Euro Bemessungsgrundlage wird ein Grundfreibetrag automatisch, auch ohne Investition, berücksichtigt. Über den Grundfreibetrag hinaus können bis max. 100.000 Euro Investitionen in bestimmte Sachanlagen oder begünstigte Wertpapiere steuerlich geltend gemacht werden. Gefördert werden natürliche Personen, die ihren Gewinn mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder Bilanzierung ermitteln. Auch Steuerpflichtige, die über keinen Betrieb im Sinne des Einkommenssteuergesetzes verfügen, können den Gewinnfreibetrag nützen – etwa Gesellschafter, Geschäftsführer oder Aufsichtsräte. Die richtigen Wertpapiere zur Nutzung des Freibetrages: Grundsätzlich können zur Nutzung des Freibetrages alle Wertpapiere, die gemäß § 14 EStG auch zur Wertpapierdeckung einer Pensionsrückstellung geeignet sind und eine Mindest(rest)laufzeit von 4 Jahren haben, verwendet werden. Wir können Ihnen eine breite Palette von Investmentfonds anbieten, die diese Kriterien erfüllen. Es muss unbedingt berücksichtigt werden, dass der Wertpapierkauf noch 2010 abgewickelt werden muss! Informieren Sie sich daher rechtzeitig bei Ihrem Steuerberater! Ihre Kundenbetreuer bei den Vorarlberger Sparkassen helfen Ihnen gerne, die für Sie geeignete Veranlagungsform zu finden. Christian Födinger Kommerzleiter Sparkasse Bludenz foedingerc@bludenz.sparkasse.at Tel. 05 0100 - 77872 Daniel Schneider Kommerzleiter Sparkasse Egg daniel.schneider@egg.sparkasse.at Tel. 05 0100 – 75502 Mag. Bojan Mursec Kommerzleiter Dornbirner Sparkasse bojan.mursec@dornbirn.sparkasse.at Tel. 05 0100 - 74086 Mag. Timo Bereuter Kommerzleiter Sparkasse Feldkirch timo.bereuter@feldkirch.sparkasse.at Tel. 05 0100 - 43827 Mag. Gerhard Lutz Kommerzleiter Sparkasse Bregenz gerhard.lutz@bregenz.sparkasse.at Tel. 05 0100 - 75124 Anzeige Nachfolge: Auf zu neuen Ufern Unternehmen Der Juniorchef, Ende 30, führt das Restaurant seiner Familie schon seit Jahren und ist inzwischen auch Eigentümer. Sein Vater und seine Mutter arbeiten nach wie vor mit. Als er, um mehr Zeit für seine Frau und ihr Baby zu haben, eine zusätzliche Bedienung anstellen will – was sich betriebswirtschaftlich gut rechnen würde – gibt es massive Auseinandersetzungen. Die Eltern fürchten, dass es mit dem Betrieb nun bergab geht. Die Streitereien sind so heftig, dass die junge Ehe auf dem Spiel steht. Die Seniorchefin muss wegen depressiver Verstimmung behandelt werden. Dieses Beispiel macht deutlich, dass es das Eine ist, das Thema Nachfolge frühzeitig zu regeln. Das Andere ist – gerade in Familienbetrieben – die große emotionale Bindung der Übergeber an ihr „Lebenswerk“. So sagen 42 Prozent von ihnen, dass sie auch nach der Übergabe für das Unternehmen da sein werden, wenngleich in eingeschränkter Form. Es überwiegt nicht die Angst, Verantwortung abzugeben. Vielmehr können sich viele Übergeber einfach nicht vorstellen, was sie nach ihrem Rückzug aus der ersten Reihe tun sollen. Das führt dazu, dass sie nicht loslassen, und schließlich zu Differenzen mit dem Nachfolger. Unterstützung von außen in Form eines Coachings bietet sich an. Natürlich geht es darum, miteinander Perspektiven für das Unternehmen zu entwickeln. Emotional noch wichtiger ist aber die Ausarbeitung einer Vision für den Übergeber, die ein klares Bild zeichnet, wie er in Zukunft sein Leben gestalten und welche Aufgaben er im Betrieb wahrnehmen wird. Voraussetzung für eine erfolgreiche Nachfolge ist es, den Betroffenen viel Sicherheit zu geben, da der Veränderungsprozess ein gehöriges Maß an Verunsicherung auslöst. Im Fokus stehen dabei nicht die Probleme, sondern die verfügbaren Ressourcen. Der Grundsatz: Stärken bewahren, denn das sind die Erfolgspotenziale von morgen. Was nicht mehr funktioniert, wird verändert. Und all das, was künftig gebraucht wird, gilt es aufzubauen. Nachfolge bietet viele neue Chancen, sie ist wie ein geheimnisvoller Schatz. Wenn Jung und Alt dies beherzigen, können sie die Zukunft gemeinsam gestalten. Gerhard Holzer www.gerhardholzer.at wirtschaftszeit | November 2010 23 Anzeige

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