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Steuern sparen mit dem
KMU-Fördergesetz
Zur Stärkung von kleinen und mittleren
Unternehmen in Österreich wurde
mit dem KMU-Fördergesetz eine steuerliche
Begünstigung geschaffen.
Seit dem 1. Jänner können im
Rahmen des Gesetzes mit dem
Gewinnfreibetrag 13 % des Gewinnes
einkommenssteuerfrei gestellt
werden. Bis zu 30.000 Euro Bemessungsgrundlage
wird ein Grundfreibetrag
automatisch, auch ohne Investition,
berücksichtigt. Über den
Grundfreibetrag hinaus können bis
max. 100.000 Euro Investitionen in
bestimmte Sachanlagen oder begünstigte
Wertpapiere steuerlich
geltend gemacht werden.
Gefördert werden natürliche Personen,
die ihren Gewinn mittels
Einnahmen-Ausgaben-Rechnung
oder Bilanzierung ermitteln. Auch
Steuerpflichtige, die über keinen
Betrieb im Sinne des Einkommenssteuergesetzes
verfügen, können
den Gewinnfreibetrag nützen –
etwa Gesellschafter, Geschäftsführer
oder Aufsichtsräte.
Die richtigen Wertpapiere zur
Nutzung des Freibetrages:
Grundsätzlich können zur Nutzung
des Freibetrages alle Wertpapiere,
die gemäß § 14 EStG auch zur
Wertpapierdeckung einer Pensionsrückstellung
geeignet sind und eine
Mindest(rest)laufzeit von 4 Jahren
haben, verwendet werden. Wir können
Ihnen eine breite Palette von Investmentfonds
anbieten, die diese
Kriterien erfüllen.
Es muss unbedingt berücksichtigt
werden, dass der Wertpapierkauf
noch 2010 abgewickelt werden
muss! Informieren Sie sich daher
rechtzeitig bei Ihrem Steuerberater!
Ihre Kundenbetreuer bei den
Vorarlberger Sparkassen helfen
Ihnen gerne, die für Sie geeignete
Veranlagungsform zu
finden.
Christian Födinger
Kommerzleiter Sparkasse Bludenz
foedingerc@bludenz.sparkasse.at
Tel. 05 0100 - 77872
Daniel Schneider
Kommerzleiter Sparkasse Egg
daniel.schneider@egg.sparkasse.at
Tel. 05 0100 – 75502
Mag. Bojan Mursec
Kommerzleiter Dornbirner Sparkasse
bojan.mursec@dornbirn.sparkasse.at
Tel. 05 0100 - 74086
Mag. Timo Bereuter
Kommerzleiter Sparkasse Feldkirch
timo.bereuter@feldkirch.sparkasse.at
Tel. 05 0100 - 43827
Mag. Gerhard Lutz
Kommerzleiter Sparkasse Bregenz
gerhard.lutz@bregenz.sparkasse.at
Tel. 05 0100 - 75124
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Nachfolge: Auf zu neuen Ufern
Unternehmen
Der Juniorchef, Ende 30, führt das Restaurant seiner Familie
schon seit Jahren und ist inzwischen auch Eigentümer.
Sein Vater und seine Mutter arbeiten nach wie vor mit. Als
er, um mehr Zeit für seine Frau und ihr Baby zu haben, eine
zusätzliche Bedienung anstellen will – was sich betriebswirtschaftlich
gut rechnen würde – gibt es massive Auseinandersetzungen.
Die Eltern fürchten, dass es mit dem Betrieb
nun bergab geht. Die Streitereien sind so heftig, dass
die junge Ehe auf dem Spiel steht. Die Seniorchefin muss
wegen depressiver Verstimmung behandelt werden.
Dieses Beispiel macht deutlich, dass es das Eine ist, das
Thema Nachfolge frühzeitig zu regeln. Das Andere ist – gerade
in Familienbetrieben – die große emotionale Bindung
der Übergeber an ihr „Lebenswerk“. So sagen 42 Prozent
von ihnen, dass sie auch nach der Übergabe für das Unternehmen
da sein werden, wenngleich in eingeschränkter
Form. Es überwiegt nicht die Angst, Verantwortung abzugeben.
Vielmehr können sich viele Übergeber einfach nicht
vorstellen, was sie nach ihrem Rückzug aus der ersten Reihe
tun sollen. Das führt dazu, dass sie nicht loslassen, und
schließlich zu Differenzen mit dem Nachfolger.
Unterstützung von außen in Form eines Coachings bietet sich
an. Natürlich geht es darum, miteinander Perspektiven für
das Unternehmen zu entwickeln. Emotional noch wichtiger
ist aber die Ausarbeitung einer Vision für den Übergeber, die
ein klares Bild zeichnet, wie er in Zukunft sein Leben gestalten
und welche Aufgaben er im Betrieb wahrnehmen wird.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Nachfolge ist es, den
Betroffenen viel Sicherheit zu geben, da der Veränderungsprozess
ein gehöriges Maß an Verunsicherung auslöst.
Im Fokus stehen dabei nicht die Probleme, sondern die
verfügbaren Ressourcen. Der Grundsatz: Stärken bewahren,
denn das sind die Erfolgspotenziale von morgen. Was
nicht mehr funktioniert, wird verändert. Und all das, was
künftig gebraucht wird, gilt es aufzubauen.
Nachfolge bietet viele neue Chancen, sie ist wie ein geheimnisvoller
Schatz. Wenn Jung und Alt dies beherzigen,
können sie die Zukunft gemeinsam gestalten.
Gerhard Holzer
www.gerhardholzer.at
wirtschaftszeit | November 2010 23
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