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Wirtschaftszeit Nr. 54 Juni 2010

strahlten Südosten von Weißrussland. Es ist ganz gespenstisch. Scheinbar hat sich das Leben wieder normalisiert, Tschernobyl wird verdrängt. Aber nach wie vor sterben Kinder – mittlerweile auch vermehrt Erwachsene - an den Folgen der Katastrophe von 1986. Seither ist Krebs in Weißrussland zur Todesursache Nummer 1 geworden“, berichtet Elfi Meusburger. „Unsere Kinder-Erholungsaktionen sind immer noch dringend notwendig, damit die Kinder wenigstens vorübergehend unbelastete Lebensmittel zu essen bekommen und sich so regenerieren können. Vor allem müssen wir viele Familien, die buchstäblich von der Hand in den Mund leben, finanziell unterstützen. Weißrussland leidet nicht nur unter den Folgen von Tschernobyl, sondern auch unter den Folgen des Kommunismus – staatliche und gesellschaftliche Strukturen fehlen fast gänzlich. Das derzeitige diktatorische Regime tut sein Übriges, den einfachen Menschen in diesem Land das Leben schwer zu machen.“ (Für Interessierte: www.kinder-von-tschernobyl.at) Auch Heidi Krischke-Blum, die seit mehreren Jahren im Bildungswerk und Frauennetzwerk tätig ist, weiß, dass freiwilliges Engagement durchaus keine Einbahnstraße ist. Die intensiven Erfahrungen durch menschliche Begegnungen, die vielfachen Herausforderungen auf verschiedenen Ebenen, prägen stark die eigene Entwicklung und lassen neben Sozial – auch Fachkompetenz in den unterschiedlichsten Gebieten reifen. Der reiche Erfahrungsschatz aus diesem intensiven Engagement fließt natürlich in die Arbeit ein. Aktuell führt die Projektwerkstatt eine landesweite Studie zum Thema „bürgerschaftliches Engagement“ durch. „Ich empfinde es als puren Luxus, hauptsächlich an Projekten zu arbeiten, die uns auch persönlich brennend interessieren. Dabei lernen wir unglaublich interessante Menschen kennen, und die Freude und Faszination an der Arbeit bleibt unverändert groß. Und so ganz nebenbei verdienen wir auch noch unseren Lebensunterhalt damit“, lacht Elfi Meusburger. Aus dem Anliegen heraus, kreative Kinder zu fördern, entstand eine weitere Projektidee, die derzeit gemeinsam mit dem Vorarlberger Familienverband umgesetzt wird. Mit dem „Moltäschle“, das eine komplette Ausstattung für eine Kinder- Malaktion beinhaltet, wird den Kindern im Ländle ein sinnliches Erlebnis angeboten. „Die Moltäschle sind ab Juni beim Familienverband zu haben. Damit dieses Projekt langfristig umgesetzt werden kann, suchen wir übrigens noch Sponsoren, die diese Aktion mit dem Kauf von Kreativbausteinen unterstützen“, so Heidi Krischke-Blum. Neben den vielfältigen gesellschaftlichen Projekten schlägt das Herz der beiden nach wie vor für den Tourismus. Qualitativ hochwertig, regional, traditionell und doch modern soll er sein – eben „b‘sundrig&guat“, so auch der Titel ihres kleinen, feinen Gastroführer/Kochbüchleins. In ihrer Servicebroschüre „Seefahrer“ werden ebenfalls touristische Möglichkeiten für genussvolleSommerfreuden am österreichischen Bodensee attraktiv in Szene gesetzt. Ihr Büro befindet sich in einem knapp 300 Jahre alten Rheintalhaus in Fußach – mitten im Rheindelta. Was liegt da näher, als sich auch Gedanken über die touristische Zukunft dieses Naturjuwels zu machen. Neupositionierung, Qualitätsmanagement und die Schaffung der Marke „Rheindelta“ sind auch das Thema der Diplomarbeit von Heidi Krischke-Blum, die derzeit einen Universitätslehrgang in Marketing absolviert. „Unsere Arbeit entwickelt sich sehr stark in Richtung Kommunikation und Marketing, gerade im Tourismus ein total spannendes und weites Feld! Unsere ursprünglichen Überlegungen sind inzwischen zu einem erfolgversprechenden Konzept gereift, das sich für alle Tourismusbetriebe empfiehlt. Im Kern geht es dabei nicht um große Investitionen, sondern um das Facts Wirtschaftszeit Optimieren des Bestehenden.“ Privatleben? „Familie ist uns sehr wichtig. Aber, ehrlich gesagt, Privates kommt im Augenblick schon etwas zu kurz. Die Arbeit steht absolut im Zentrum, daneben bleibt nicht allzu viel Raum“, sind sich die beiden einig. Zukunftsperspektiven? „ Weiterhin Partner für sinnvolle, interessante Projekte begeistern zu können.“ Unterstützen Sie die Aktion „Moltäschle“ des Vorarlberger Familienverbandes! Durch den Erwerb von Kreativbausteinen zu je 100,-- Euro werden auch Sie zum Förderer kreativer Kinder. Förder-Konto: Hypo Bregenz BLZ 58000 | Kto.Nr. 80 774 117 Kennwort „Moltäschle“ meusburger & krischke arbeiten in folgenden Bereichen: • Entwicklung und Umsetzung von PR-Projekten • PR-Texte • Pressetexte – freie redaktionelle Tätigkeit für Printmedien • PR-Beratung und Strategieentwicklung • Qualitätsmanagement • Optimierungscoaching Als Freiwilligenmanagerinnen® unterstützen wir Non-Profit-Organisationen bei deren Strategieentwicklung. Kontakt meusburger & krischke Projektwerkstatt | Marketing und Kommunikation Dorfstraße 14, 6972 Fußach heidi.krischke@vol.at elfi.meusburger@cable.vol.at wirtschaftszeit | Juni 2010 9

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