Get the FLASH PLAYER to view this magazine:
- or -
View as HTML version
strahlten Südosten von Weißrussland. Es
ist ganz gespenstisch. Scheinbar hat sich
das Leben wieder normalisiert, Tschernobyl
wird verdrängt. Aber nach wie vor
sterben Kinder – mittlerweile auch vermehrt
Erwachsene - an den Folgen der
Katastrophe von 1986. Seither ist Krebs in
Weißrussland zur Todesursache Nummer
1 geworden“, berichtet Elfi Meusburger.
„Unsere Kinder-Erholungsaktionen sind
immer noch dringend notwendig, damit
die Kinder wenigstens vorübergehend unbelastete
Lebensmittel zu essen bekommen
und sich so regenerieren können.
Vor allem müssen wir viele Familien, die
buchstäblich von der Hand in den Mund
leben, finanziell unterstützen. Weißrussland
leidet nicht nur unter den Folgen von
Tschernobyl, sondern auch unter den Folgen
des Kommunismus – staatliche und
gesellschaftliche Strukturen fehlen fast
gänzlich. Das derzeitige diktatorische
Regime tut sein Übriges, den einfachen
Menschen in diesem Land das Leben
schwer zu machen.“ (Für Interessierte:
www.kinder-von-tschernobyl.at)
Auch Heidi Krischke-Blum, die seit
mehreren Jahren im Bildungswerk und
Frauennetzwerk tätig ist, weiß, dass
freiwilliges Engagement durchaus keine
Einbahnstraße ist. Die intensiven Erfahrungen
durch menschliche Begegnungen,
die vielfachen Herausforderungen
auf verschiedenen Ebenen, prägen stark
die eigene Entwicklung und lassen neben
Sozial – auch Fachkompetenz in den
unterschiedlichsten Gebieten reifen.
Der reiche Erfahrungsschatz aus diesem
intensiven Engagement fließt natürlich in
die Arbeit ein.
Aktuell führt die Projektwerkstatt eine
landesweite Studie zum Thema „bürgerschaftliches
Engagement“ durch. „Ich
empfinde es als puren Luxus, hauptsächlich
an Projekten zu arbeiten, die uns auch
persönlich brennend interessieren. Dabei
lernen wir unglaublich interessante Menschen
kennen, und die Freude und Faszination
an der Arbeit bleibt unverändert
groß. Und so ganz nebenbei verdienen
wir auch noch unseren Lebensunterhalt
damit“, lacht Elfi Meusburger.
Aus dem Anliegen heraus, kreative Kinder
zu fördern, entstand eine weitere Projektidee,
die derzeit gemeinsam mit dem
Vorarlberger Familienverband umgesetzt
wird. Mit dem „Moltäschle“, das eine
komplette Ausstattung für eine Kinder-
Malaktion beinhaltet, wird den Kindern
im Ländle ein sinnliches Erlebnis angeboten.
„Die Moltäschle sind ab Juni beim
Familienverband zu haben. Damit dieses
Projekt langfristig umgesetzt werden
kann, suchen wir übrigens noch Sponsoren,
die diese Aktion mit dem Kauf von
Kreativbausteinen unterstützen“, so Heidi
Krischke-Blum.
Neben den vielfältigen gesellschaftlichen
Projekten schlägt das Herz der
beiden nach wie vor für den Tourismus.
Qualitativ hochwertig, regional, traditionell
und doch modern soll er sein – eben
„b‘sundrig&guat“, so auch der Titel ihres
kleinen, feinen Gastroführer/Kochbüchleins.
In ihrer Servicebroschüre
„Seefahrer“ werden
ebenfalls touristische
Möglichkeiten für genussvolleSommerfreuden
am österreichischen
Bodensee attraktiv in
Szene gesetzt.
Ihr Büro befindet sich in einem knapp 300
Jahre alten Rheintalhaus in Fußach – mitten
im Rheindelta. Was liegt da näher,
als sich auch Gedanken über die touristische
Zukunft dieses Naturjuwels zu machen.
Neupositionierung, Qualitätsmanagement
und die Schaffung der Marke
„Rheindelta“ sind auch das Thema der
Diplomarbeit von Heidi Krischke-Blum,
die derzeit einen Universitätslehrgang
in Marketing absolviert. „Unsere Arbeit
entwickelt sich sehr stark in Richtung
Kommunikation und Marketing, gerade
im Tourismus ein total spannendes
und weites Feld! Unsere ursprünglichen
Überlegungen sind inzwischen zu einem
erfolgversprechenden Konzept gereift,
das sich für alle Tourismusbetriebe empfiehlt.
Im Kern geht es dabei nicht um
große Investitionen, sondern um das
Facts
Wirtschaftszeit
Optimieren des Bestehenden.“
Privatleben? „Familie ist uns sehr wichtig.
Aber, ehrlich gesagt, Privates kommt im
Augenblick schon etwas zu kurz. Die Arbeit
steht absolut im Zentrum, daneben
bleibt nicht allzu viel Raum“, sind sich die
beiden einig.
Zukunftsperspektiven? „ Weiterhin Partner
für sinnvolle, interessante Projekte
begeistern zu können.“
Unterstützen Sie die Aktion
„Moltäschle“ des Vorarlberger
Familienverbandes!
Durch den Erwerb von Kreativbausteinen
zu je 100,-- Euro werden auch Sie zum
Förderer kreativer Kinder.
Förder-Konto:
Hypo Bregenz
BLZ 58000 | Kto.Nr. 80 774 117
Kennwort „Moltäschle“
meusburger & krischke arbeiten in
folgenden Bereichen:
• Entwicklung und Umsetzung von
PR-Projekten
• PR-Texte
• Pressetexte – freie redaktionelle
Tätigkeit für Printmedien
• PR-Beratung und Strategieentwicklung
• Qualitätsmanagement
• Optimierungscoaching
Als Freiwilligenmanagerinnen® unterstützen
wir Non-Profit-Organisationen
bei deren Strategieentwicklung.
Kontakt
meusburger & krischke
Projektwerkstatt | Marketing und
Kommunikation
Dorfstraße 14, 6972 Fußach
heidi.krischke@vol.at
elfi.meusburger@cable.vol.at
wirtschaftszeit | Juni 2010 9