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Porec Die Stadt Porec (kroat.) oder Parenzo (ital.) ist neben Rovinj/ Rovigno und dem urbanen Zentrum Pula/Pola die bedeutendste Küstenstadt an der Westküste der Halbinsel Istrien in Kroatien und hat 16.696 Einwohner. Das wohl bedeutendste Bauwerk in Porec/Parenzo ist das Bischofsgebäude mit der Euphrasius- Basilika, das von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Die Euphrasius-Basilika in Porec ist die Kathedrale des kroatischen Bistums Porec-Pula. Die in ihrer heutigen Gestalt im 6. Jahrhundert errichtete Kirche ist einer der bedeutendsten Sakralbauten Kroatiens. Weil sie in späteren Zeiten kaum verändert wurde, ist sie eines der wichtigen Zeugnisse spätantiker und frühbzantinischer Kunst im gesamten Adriaraum. Benannt ist die Basilika nach Bischof Euphrasius, der die Kirche unter Einbeziehung von Teilen des Vorgängerbaus zwischen 543 und 554 errichten ließ. Die Basilika und der sie umgebende Komplex kirchlicher Bauten (Atrium, Bischofspalast, Kapitelsaal u. a.) liegen im Norden der kleinen Halbinsel, die von der Altstadt Porec‘s eingenommen wird. Porec/Parenzo liegt auf einer schmalen Halbinsel, die durch die vorgelagerte kleine Insel Sveti Nikola/San Nicolo (St. Nikolai) geschützt wird. Es bildet zusammen mit angrenzenden und zum Teil eingegliederten Gemeinden das größte und vom Angebot her vielfältigste Touristenzentrum Istriens. In den Sommermonaten steigt die Einwohnerzahl auf 70.000. Die bei genügender Bewässerung sehr fruchtbaren Roterdeböden in der Umgebung von Porec/Parenzo werden landwirtschaftlich sehr intensiv genutzt. Es wird Obst, Gemüse, vor allem aber Wein kultiviert. Nördlich von Porec/ Parenzo, in der Gegend von Tar-Vabriga, wird ein qualitativ hochwertiges Olivenöl erzeugt. 1354 hat eine genuesische Flotte Porec/Parenzo eingenommen, geplündert und angezündet. Auch die Gebeine des Stadtpatrons St. Maurus wurden geraubt. 1440 war die Stadt von einem schweren Erdbeben betroffen, bei dem u. a. die Basilika beschädigt wurde. Häufige Pestepidemien entvölkerten Porec/Parenzo jedoch immer mehr, so dass die Stadt gegen Ende des 17. Jahrhunderts kaum mehr als 100 Einwohner zählte. Im 18. Jahrhundert und während der österreichischen Herrschaft seit 1797 bzw. 1815 erholte sich Porec/Parenzo sowohl wirtschaftlich als auch bevölkerungszahlenmäßig, allerdings war das Übergewicht der italienischsprachiger Einwohner in jener Zeit noch größer als in den vorangegangenen Epochen. Nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie 1918 war Porec/ Parenzo bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Teil Italiens. 1944 gab es einen schweren Luftangriff der Alliierten. 1945 rückten die jugoslawischen Partisanen in die Stadt ein, was mit der Flucht und Vertreibung vieler italienischsprachiger Bewohner einherging. In der Pariser Friedenskonferenz 1946 wurde Jugoslawien im Besitz ganz Istriens und damit auch Porecs/Parenzos bestätigt. Die Stadt wurde der Teilrepublik Kroatien zugeschlagen.

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