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Bis 1963 Buchau, auf Schwäbisch noch heute „Buache“ ist ein Kurort am Federsee in Oberschwaben. Bad Buchau ist für sein Moorheilbad und Mineralheilbad (Thermalbad) bekannt, außerdem für seine prähistorischen Pfahlbauten, die zum UNESCO-Welterbe gehören, für das Europareservat Federsee und nicht zuletzt für seine stark vom Judentum geprägte Geschichte als freie Reichsstadt und Reichsstift. Einwohner: 4033 Bad Buchau liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße und der Schwäbischen Bäderstraße. Bad Buchau liegt auf einer von Süden nach Norden verlaufenden risseiszeitliche Moränenzunge am südwestlichen Rand des Federsees im Zentrum Oberschwabens, etwa 12 km westlich von Biberach. Der Federsee ist ein rund 1,5 km² großer See innerhalb eines 33 km² großen Moorgebiets. Auf der höchsten Stelle an der Nordspitze der Moränenzunge liegt das Stift. Zu Bad Buchau gehört der ehemals selbstständige Stadtteil Kappel sowie die Hofsiedlungen Ottobeurer Hof, Bruckhof und Henauhof. Bad Buchau und die weiteren selbstständigen Gemeinden des Federseegebiets Alleshausen, Allmannsweiler, Betzenweiler, Dürnau, Kanzach, Moosburg, Oggelshausen, Seekirch und Tiefenbach bilden seit 1973 den Gemeindeverwaltungsverband Bad Buchau. Die Stadt Buchau am Federsee führt folgendes Stadtwappen: Auf silbernem Hintergrund eine bewurzelte grüne Buche, deren Stamm mit einem schwimmenden Fisch (Barsch) beheftet ist. Das Wappen macht mit der Buche den Stadtnamen „selbstredend“. Der Fisch weist auf die Lage am Federsee hin. Auf Siegeln ist das Wappen seit dem Jahr 1390 nachzuweisen. Archäologen erforschen seit mehr als 120 Jahren die Umgebung der Stadt und des Federsees. Es gibt zahlreiche Funde von eiszeitlichen Rentierjägern und Pfahlbauern der Steinzeit bis zur Keltenzeit. Hier fand man die ältesten Holzräder Europas. In der späten Bronzezeit lag rund zwei Kilometer südöstlich der heutigen Stadt eine befestigte Feuchtbodensiedlung, die heute so genannte Wasserburg. Um 700 n. Chr. lag am Nordwestrand der buchenbestandenen Insel ein alemannischer Adelshof und wahrscheinlich eine Burg. Im Eritgau, zu dem das Federseegebiet gehört, amtierte in der zweiten Hälfte des 8. Jh. Graf Warin aus einer Hochadelsfamilie, die vermutlich in den Verwandtenkreis der Widonen gehört. Warin war mit Haddellind (Adelin- dis I) verheiratet, beide gründeten um 770 das Kloster Buchau. Hadellind wird als Tochter des Hildebrand, Herzog von Spoleto, und der Regarde angegeben, die wiederum eine Schwester des bayerischen Herzogs Odilo gewesen sein soll, auch wenn die Buchauer Gründungslegende Hildebrand als schwäbischen Herzog und Regarde als bayerische Herzogin und Schwester von Hildegard, der Ehefrau Karls des Großen, bezeichnet, sowie Adelindis als erste Äbtissin bis in die Zeit um 809 amtieren lässt. Adelindis II, auch Attalint genannt (855–915), war die Tochter von Heinrich von Ostfranken und mit dem Grafen des Eritgaus aus dem Geschlecht der Welfen, Atto oder Hatto, verheiratet. Gemeinsam pflegten sie das Kloster Buchau.

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