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Die Berge rücken langsam näher! Leutkirch liegt im westlichen Allgäu am nördlichen Ende der Adelegg, des nördlichsten Ausläufers der Alpen. Einwohner: 22.406 Die Altstadt befindet sich zwischen dem rechten Ufer der Eschach und der Wilhelmshöhe, einer Aufragung am Rande des Aitrachgebiets. Die Eschach tritt im äußersten Südosten bei Schmidsfelden in das Stadtgebiet ein, fließt dann in nordöstlicher Richtung durch das östliche Stadtgebiet, vorbei an Emerlanden, Winterstetten, Friesenhofen und Urlau, erreicht dann die Kernstadt, die sie von Süden nach Norden durchfließt. Anschließend fließt sie am Ort Mailand vorbei und vereinigt sich unweit nördlich mit der von Westen kommenden Wurzacher Ach zur Aitrach, die wenige Kilometer nördlich das Leutkircher Stadtgebiet verlässt und in die Iller mündet. Das westliche Stadtgebiet wird über Neben flüsse der Argen zum Bodensee hin entwässert, somit liegt Leutkirch auf der Europäischen Hauptwasserscheide. Vor- und frühgeschichtliche Siedlungsspuren sind im Allgäu selten. Umso mehr fällt auf, dass aus Leutkirch ein Grabfund der Völkerwanderungszeit bekannt ist. Offenbar ließen sich im Vorfeld des Donau-Iler-Rhein- Limes, zu dem das nahe Kastell Isny gehört, frühzeitig Alamannen nieder. Die Stadt entstand durch das Zusammenwachsen zweier Dörfer, Ufhofen und Mittelhofen, die zu Füßen der Leutekirche St. Martin lagen. Die Leutekirche als Namensgeberin ist im Wappen der Stadt abgebildet. Eine erste urkundliche Erwähnung des alten Kirch- und Gerichtsortes des Nibelgaus befindet sich in einer St. Galler Urkunde aus dem Jahr 766, in der das Gebiet nach dem Aussterben der Udalrichinger an die Grafen von Bregenz und im Weiteren an die Grafen von Montfort vergeben wurde. Während deren Regentschaft entstand zwischen Ufhofen und Mittelhofen eine Marktsiedlung. Im Jahre 1293 wurden Leutkirch von König Adolf von Nassau die Rechte der Stadt Lindau verliehen; sie wurde so zur Freien Reichsstadt. Frühere Urkunden mit dem Begriff in burgo lassen aber auch schon auf eine städtische Siedlung schließen. Das Hauptgewerbe der Stadt wurde der Leinwandhandel. Die größte Zunft mit bis zu 200 Mitgliedern waren die Weber, deren Erzeugnisse bis nach Italien und Spanien gehandelt wurden. Der Dreißigjährige Krieg setzte der Stadt schwer zu. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, die Zahl der Bürger sank auf 184. Auch die Zeit nach 1648 war keine Blütezeit für die Stadt, deren Verschuldung weiter zunahm. Trotz dieser wirtschaftlich schlechten Zeiten wurde 1740 das barocke Rathaus erbaut. Die Stuckdecke von Johannes Schütz zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Bei der Mediatisierung 1803 wurde Leutkirch zunächst bayerisch, 1810 kam die Stadt zum Königreich Württemberg und wurde Sitz des Oberamtes Leutkirch, ab 1934 des Kreises Leutkirch, welcher im Jahr 1938 aufgelöst wurde. Im Jahre 1872 wurde die Bahnstrecke Kißlegg–Leutkirch eröffnet, am 15. August 1874 die Bahnlinie nach Isny und 1889 die Linie nach Memmingen. Im 19. Jahrhundert setzte zögernd eine Industrialisierung ein. Im Zuge der Gebietsreform schlossen sich 1972 acht Nachbargemeinden mit der Stadt Leutkirch zusammen. Dadurch überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 20.000, so dass die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt stellte. Die Landesregierung von Baden-Württemberg beschloss dies dann mit Wirkung vom 1. Januar 1974. Zum 11. Juni 1974 wurde der Name der Stadt geändert. Seither lautet die offizielle Bezeichnung Große Kreisstadt Leutkirch im Allgäu. Abschied nach Oberbayern

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