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Geschmack der Kindheit

40 Ein lauer Wind weht über die Wiese, in den Teichen plätschert das Wasser. Es riecht ein bisschen nach Regen, nach nasser Erde und nach gebratenem Fisch. An einem der Seen sitzt auf einem Steg ein kleiner Junge und hält seine Angel ins Wasser. Geduldig wie ein Profi wartet er, dass ein Fisch anbeißt. Manuel ist sechs Jahre alt und Angeln ist eines seiner Hobbys. Am liebsten fischt er an den Teichen von Sieglinde Prenter am Zedleggerhof bei St. Veit an der Glan, umgeben von sanften Berglandschaften in Kärntens historischer Mitte. Von ihr hat Manuel auch alles über das Angeln gelernt. „Ich wollte schon immer einen Bauernhof bewirtschaften. Dass es dann keine Kühe werden, sondern Fische, damit habe ich erstmal nicht gerechnet“, erzählt Sieglinde. Heute sei sie aber froh darüber. Jeden Morgen geht sie zuerst ihre Fische füttern, von Hand. „Bei mir in der Zucht gibt es die Regenbogen- und die Bachforelle, den Bachsaibling, die Ur- und die Seeforelle“, erklärt sie, während sie ein paar Handvoll Futter in einen Teich wirft. Gierig versuchen die Fische, möglichst viele Körner zu erhaschen, dabei spritzt das Wasser in alle Richtungen. „In unsere Teiche fließt reines Quellwasser, das hat genau die richtige Temperatur für die Forellen“, erzählt die Züchterin. „Oma, Oma dürfen wir auch einen Fisch fangen?“ Ein kleines Mädchen rennt in ihren bunten Gummistiefeln über die Wiese, hinter ihr ein größeres Mädel mit geflochtenen Zöpfen. Es sind die fünf- GANZ WIE ES GEFÄLLT: Der kleine Manuel angelt so geduldig wie ein Profi, während die Mädchen am See ihren Spaß haben » Sanfte Berglandschaften prägen Kärntens historische Mitte « jährige Emma und die 13-jährige Marie-Theres, die Enkelinnen von Sieglinde. Am Teich angekommen, schnappen sich die beiden einen Käscher und steigen mit ihren Gummistiefeln ins kalte Wasser. „Aber nicht zu tief“, warnt Sieglinde noch, aber es ist zu spät. Nach zwei Schritten schwappt das kalte Nass in Emmas Gummistiefel, sie ist zu weit in den Teich gelaufen. Kurz schnappt sie nach Luft, doch dann lacht sie nur und versucht, mit dem Käscher Fische zu fangen. Marie-Theres kümmert sich in der Zwischenzeit mit Sieglinde um die Edel-

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