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Geschmack der Kindheit

22 Hallo, ich bin die Nina und mache gerade bei einer sehr coolen Aktion mit. Zu viert rudern wir in einem Boot über den Millstätter See. Das heißt, rudern tut eigentlich nur der Peter, der ist schon älter, er ist Fischer und ihm gehört auch, glaube ich, das Hotel, in dem ich mit meinen Eltern gerade Urlaub in Kärnten mache. Das ist ein total gemütliches Haus, wo wir Kinder und Jugendlichen ganz viel erleben können, zum Beispiel haben sie einen Spielbach mit Bergwasser, sie geben Zauberkurse und das Essen ist super. Es sind auch viele Erwachsene dort zu Gast, die netten Leute am Nebentisch sind schon zum 29. Mal hier, sagen sie. Mit in unserem Holzboot – Plätten heißt das genau, hat Peter erklärt – sitzen auch Max und Felix, die sind aber noch jünger, ich bin schon 13 und möchte einmal Kindergärtnerin werden. Der Peter nimmt seine Gäste oft mit hinaus auf den See, am liebsten auch Kinder, wir lernen so, wo unsere Fische her- kommen und auch Respekt vor der Kreatur, sagt er. Peters Vorfahren waren einmal K.u.K.-Hoffischer des Kaisers, und er weiß unheimlich viel über die Geschichte und überhaupt. Wir fahren also zum gegenüberliegenden Ufer, wo die Netze im eigenen Fischwasser unseres Hotels liegen. Peter zieht ein Netz an Bord, und es ist unglaublich, wie viele Fische darin zappeln. Ein Hecht und ein paar Barsche sind dabei, aber die meisten heißen Reinanken und schmecken wohl besonders gut, sind aber sehr empfindlich und brauchen ganz sauberes Wasser, hat Peter erklärt, so wie hier im Millstätter See – der ist bis zu 141 Meter tief und daran denke ich lieber nicht, wenn wir zurückrudern. Überhaupt erzählt Peter gerne über die Seen hier, über den Faaker See zum Beispiel im Süden des Landes, wo die Sonne besonders oft scheint, » Die Fische brauchen ganz sauberes Wasser « HAUPTSACHE FRISCH: Nina und die Jungs haben dem Fischer Peter beim Einholen der Netze geholfen – gebraten schmeckt der Fang dann ganz wunderbar und den Ossiacher See, wo man ganz viel Sport machen kann und wo ich gerne mal mit der Bergbahn auf die Gerlitzen fahren würde. Oder über den Wörthersee mit seinen schönen Orten und den Klopeiner See, der im Sommer wärmer wird als das Mittelmeer. Und den Weissensee, um den man ringsum endlos wandern kann – na, das wär‘ dann mal eher was für meine Eltern. Wir sind jetzt wieder am Hotelufer im Ort Millstatt gelandet und Peter zeigt uns, wie die Fische geschuppt und ausgenommen werden. Fand ich zuerst ein bisschen eklig – die Jungs überhaupt nicht –, aber dann trau ich mich doch und es geht ganz gut, zumal Peter uns alles genau erklärt. Anschließend bringen wir die Fische zur Hotelküche und dürfen auch mal kurz reinschauen, es ist enorm heiß da. Die Köche machen dann ausgefallene Dinge wie Sushi oder ein Gericht names Ceviche mit den Reinanken. Mir schmecken sie am besten ganz einfach gebraten.

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