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Geschmack der Kindheit

50 Wenn du kochst – was sind für dich die wichtigsten Ingredienzien? Die Grundstoffe sind das Allerwichtigste. Egal ob man grüne Bohnen einkauft oder einen Fisch, es muss die beste Qualität sein. Wichtig ist auch die Regionalität. Es geht nicht um die Quantität, um die Größe der Portionen wie halt oft hier in Amerika, sondern um die Qualität der Produkte. Noch einmal zurück zur Kindheit und Jugend: Wenn du an deine Kindheit in Kärnten denkst, welchen Geschmack verbindest du damit? Wir haben zu Hause an Werktagen nicht so viel Fleisch gegessen. Aber an Sonntagen beispielsweise, wenn meine Mutter Wiener Schnitzel gemacht hat, da habe ich oft nur die Hälfte gegessen und die andere Hälfte für den Abend aufbewahrt. Es hat so herrlich geschmeckt, dass ich auch am Abend noch was davon haben wollte. Das Wiener Schnitzel habe ich auch auf der Speisekarte und ich habe es mit dem Vermerk versehen: Wolfgang‘s Childhood Favourite. Meine Gäste mögen es sehr, auch Gerichte aus meiner Kindheit zu probieren. Wiener Schnitzel ist für dich also auch ein typischer Geschmack der Kindheit. Was gab es sonst noch so bei euch zu Hause? Gulasch zum Beispiel, aber das war mir, als ich klein war, immer ein bisserl zu scharf. Apfelstrudel und Kaiserschmarrn hat meine Mutter auch gemacht und natürlich die Kärntner Kasnudel. Die habe ich zum Beispiel auch auf meinem Menü im Spago. Welche Kärntner Speise würdest du Arnold Schwarzenegger oder Tom Cruise, die du ja manchmal privat bekochst, zubereiten? Zum Beispiel als Vorspeise eine Version der Kärntner Kasnudeln, eine kleine Variante mit verschiedenen Füllungen und auf meine Art modernisiert. Das Thema Slow Food ist in aller Munde. Wir bauen gerade die weltweit erste Slow Food Travel Destination mit dem Lesachtal und Kötschach-Mauthen auf. Ist das ein Trend, den du auch bei deinen Gästen erkennst? In Amerika ist Slow Food schon seit 25 Jahren ein Thema. Unser Klima hier in Kalifornien ist dem Mittelmeerklima ähnlich, wir haben daher ohnehin eine leichtere, frische und regionale Küche. Den Ursprung der Produkte zu kennen ist sehr wichtig. In Chicago oder St. Louis ist die Slow-Food-Bewegung größer. Der Weinbau in Kärnten feiert Renaissance. 120 Winzer – auch besonders in der Gegend um St. Veit – bearbeiten derzeit rund 30 Hektar, Tendenz steigend. Hast du schon den einen oder anderen der Kärntner Tropfen verkostet? Nein, leider noch nicht. Aber ich habe davon gehört. Ich bin ein Rotweintrinker und ich freue mich schon sehr darauf, wenn ich die Gelegenheit habe, einen Kärntner Rotwein zu probieren. Die Kärntner Weine haben sicher eine tolle Qualität. Kulinarische Feste in Kärnten gehören zum Brauchtum dazu, welches Fest im Jahresreigen ist für dich ganz besonders mit Kärnten-typischen Speisen verbunden? Ich erinnere mich noch sehr gut an Ostern, natürlich mit dem Reindling, Schinken, Kren. Wir haben zu Hause eigenes Fleisch gehabt und etwa die Würstl selber geräuchert. Und dann zum Beispiel noch an den Villacher Kirchtag. EINFACH EDEL: kreative Köstlichkeiten aus feinsten Produkten – damit hat Wolfgang Puck Erfolg

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