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Outdoor-Paradies Kärnten:
Paddeln und Klettern in der
Kulisse des Millstätter Sees,
Speedhiking in den schattigen
Wäldern der Nockberge, Nordic
Walking, Mountainbiking und
jede Menge Spaß – die
Teilnehmer der Moorhead
Kärnten Outdoor Challenge
gehen mitunter bis an ihre
persönlichen Grenzen – und
genießen das Abenteuer.
Kärnten magazin 42
RENDEZVOUS
MIT DER NATUR.
Fünf Tage spannende Erfahrungen im Team: Bei
der Moorhead Kärnten Outdoor Challenge können
die Teilnehmer Kärntens sportliches Angebot jedes
Jahr auf Neue ganz besonders intensiv erleben.
Text Ulrich Pramann | Fotos Franz Gerdl
Hinterher waren alle richtig happy. Julia
zum Beispiel, sie hatte die heftigen
500 Höhenmeter gleich auf ihrer ersten
Mountainbike-Tour tatsächlich geschafft,
ohne absteigen zu müssen.
Beim Downhill allerdings rutschte der
Studentin ein ums andere Mal das Herz
in die Hose. Oder Norbert aus dem
flachen Münsterland, der sich mit
seinen 60 Jahren sogar erste Single
Trails zutraute und ein jetzt überschwängliches
Fazit zog: „Geile Sache.“
Oder Miriam. Sie war mit „viel Berliner
Wirrwarr im Kopf“ angereist, wollte
innerlich erst mal durchlüften. Nach
ereignisreichen Tagen schwärmte sie:
„Ein unvergessliches Abenteuer.“
Oder Horst. Nein, der pensionierte Lehrer
hatte nie zuvor draußen auf einer
Isomatte geschlafen. Ja, sein Missfallen,
auf gewohnten Komfort verzichten zu
müssen, stand dem 67-Jährigen im Gesicht.
Er liebäugelte anfangs mit einem
bequemen Pensionsbett, widerstand
aber der Versuchung. Schließlich fand
Horst sogar Gefallen an seinem „Landsknechtleben“.
Nachts kroch er aus dem
Zelt, um die große Stille, den überwältigenden
Sternenhimmel und „die Dunkelheit,
die so sanft geheimnisvoll war“,
zu genießen. Wie gut, dass ein, zwei
Schnarcher zu hören waren und dadurch
diesen überirdischen Momenten
einen Rest Realität gaben.
Am letzten Abend saßen alle am Lagerfeuer,
beim echten Kärntner Holzfälleressen,
der „Frigga“ (besteht vorwiegend
aus EU-geschützten Produkten
wie Gailtaler Speck und Gailtaler
Almkäse), und „Kärntner Kaltschale“,
also Alkoholischem. Über dem Brennsee
wieder ein klarer Sternenhimmel
und die Teilnehmer riefen sich noch
einmal Details der letzten Tage in Erinnerung.
Christian zum Beispiel, ein Programmierer
aus Hamburg, hatte keine
Ahnung, was ihn hier bei der Outdoor
Challenge in Kärnten erwartete. Er
kannte das Land der vielen Seen und
der malerischen Bergkulissen bislang
nur aus Prospekten. Jetzt rekapitulierte
er beseelt seine intensiven Stunden. Im
Sattel über die Nockberge, am Kletterseil,
im Kajak auf dem Millstätter See,
die Speedhiking-Tour, der Abend in der
Berghütte und die Zeltnächte – er war
Teil von einem ungewöhnlichen Gruppenerlebnis
geworden, eine großartige
Natur wurde seine natürliche Arena.
Kärntens imposante Kulisse und das
sportliche Pensum förderten den Zusammenhalt
rasch.
Florian Finkl weiß, wie positive Gruppendynamik
entsteht. Als Brand Manager
der Marke Moorhead (Exklusivmarke
von Karstadt Sports) freut er
sich jedes Jahr darauf, die „Moorhead
Kärnten Outdoor Challenge“ vor Ort zu
betreuen. Vor 12 Jahren beschlossen
Karstadt Sports und das Bundesland
Kärnten eine Kooperation: Neben einer
breit angelegten Marketing-Kampagne
werden in einem Gewinnspiel Outdoor-
Erlebnisreisen verlost. Jedes Jahr bewerben
sich Tausende. Zehn Auserwählte
dürfen Kärnten sportlich entdecken.
Es wird also gewandert und geklettert,
gesegelt und gesurft, Mountainbiking
und Speedhiking stehen auf
dem Programm – alles was diese Region
zu bieten hat. Der Krainer Wolfi
und Guides seiner Sportschule Krainer
(Feld am See) sorgen für professionelle
Organisation, kundige Begleitung und
spontane Gaudi.
Gaudi? Nicole, eine muntere Mediengestalterin
aus Schwäbisch Hall, hatte
wirklich Gaudi, vor allem beim Mountainbiking.
Aber da stieß sie auch an
ihre Grenzen. Immer beim Downhill. Sie
litt vor Angst und Stress, sie fluchte
(„Ich hasse Abfahrten“), haderte und
war am Ende froh, dass sie doch nicht
aufgegeben hatte. Am vorletzten Nachmittag
konnte sie es gar nicht erwarten,
in den Brennsee zu springen und
danach auf einer Liege die Seele baumeln
zu lassen. „In dem Moment hätte
ich vor Glück platzen können. Einerseits
wegen der vielen schönen Eindrücke
und der netten Menschen, die ich
hier getroffen habe. Und andererseits
machte es mich stolz, dass ich all das
geschafft, jeden Meter aus eigener Körperkraft
zurückgelegt habe. Ein wahnsinnig
gutes Gefühl.“ Sie würde das
gerne wieder erleben. Am liebsten in
Kärnten.
Info unter www.sportschule.at
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