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Sommerlust Reisemagazin 2012

Outdoor-Paradies Kärnten: Paddeln und Klettern in der Kulisse des Millstätter Sees, Speedhiking in den schattigen Wäldern der Nockberge, Nordic Walking, Mountainbiking und jede Menge Spaß – die Teilnehmer der Moorhead Kärnten Outdoor Challenge gehen mitunter bis an ihre persönlichen Grenzen – und genießen das Abenteuer. Kärnten magazin 42 RENDEZVOUS MIT DER NATUR. Fünf Tage spannende Erfahrungen im Team: Bei der Moorhead Kärnten Outdoor Challenge können die Teilnehmer Kärntens sportliches Angebot jedes Jahr auf Neue ganz besonders intensiv erleben. Text Ulrich Pramann | Fotos Franz Gerdl Hinterher waren alle richtig happy. Julia zum Beispiel, sie hatte die heftigen 500 Höhenmeter gleich auf ihrer ersten Mountainbike-Tour tatsächlich geschafft, ohne absteigen zu müssen. Beim Downhill allerdings rutschte der Studentin ein ums andere Mal das Herz in die Hose. Oder Norbert aus dem flachen Münsterland, der sich mit seinen 60 Jahren sogar erste Single Trails zutraute und ein jetzt überschwängliches Fazit zog: „Geile Sache.“ Oder Miriam. Sie war mit „viel Berliner Wirrwarr im Kopf“ angereist, wollte innerlich erst mal durchlüften. Nach ereignisreichen Tagen schwärmte sie: „Ein unvergessliches Abenteuer.“ Oder Horst. Nein, der pensionierte Lehrer hatte nie zuvor draußen auf einer Isomatte geschlafen. Ja, sein Missfallen, auf gewohnten Komfort verzichten zu müssen, stand dem 67-Jährigen im Gesicht. Er liebäugelte anfangs mit einem bequemen Pensionsbett, widerstand aber der Versuchung. Schließlich fand Horst sogar Gefallen an seinem „Landsknechtleben“. Nachts kroch er aus dem Zelt, um die große Stille, den überwältigenden Sternenhimmel und „die Dunkelheit, die so sanft geheimnisvoll war“, zu genießen. Wie gut, dass ein, zwei Schnarcher zu hören waren und dadurch diesen überirdischen Momenten einen Rest Realität gaben. Am letzten Abend saßen alle am Lagerfeuer, beim echten Kärntner Holzfälleressen, der „Frigga“ (besteht vorwiegend aus EU-geschützten Produkten wie Gailtaler Speck und Gailtaler Almkäse), und „Kärntner Kaltschale“, also Alkoholischem. Über dem Brennsee wieder ein klarer Sternenhimmel und die Teilnehmer riefen sich noch einmal Details der letzten Tage in Erinnerung. Christian zum Beispiel, ein Programmierer aus Hamburg, hatte keine Ahnung, was ihn hier bei der Outdoor Challenge in Kärnten erwartete. Er kannte das Land der vielen Seen und der malerischen Bergkulissen bislang nur aus Prospekten. Jetzt rekapitulierte er beseelt seine intensiven Stunden. Im Sattel über die Nockberge, am Kletterseil, im Kajak auf dem Millstätter See, die Speedhiking-Tour, der Abend in der Berghütte und die Zeltnächte – er war Teil von einem ungewöhnlichen Gruppenerlebnis geworden, eine großartige Natur wurde seine natürliche Arena. Kärntens imposante Kulisse und das sportliche Pensum förderten den Zusammenhalt rasch. Florian Finkl weiß, wie positive Gruppendynamik entsteht. Als Brand Manager der Marke Moorhead (Exklusivmarke von Karstadt Sports) freut er sich jedes Jahr darauf, die „Moorhead Kärnten Outdoor Challenge“ vor Ort zu betreuen. Vor 12 Jahren beschlossen Karstadt Sports und das Bundesland Kärnten eine Kooperation: Neben einer breit angelegten Marketing-Kampagne werden in einem Gewinnspiel Outdoor- Erlebnisreisen verlost. Jedes Jahr bewerben sich Tausende. Zehn Auserwählte dürfen Kärnten sportlich entdecken. Es wird also gewandert und geklettert, gesegelt und gesurft, Mountainbiking und Speedhiking stehen auf dem Programm – alles was diese Region zu bieten hat. Der Krainer Wolfi und Guides seiner Sportschule Krainer (Feld am See) sorgen für professionelle Organisation, kundige Begleitung und spontane Gaudi. Gaudi? Nicole, eine muntere Mediengestalterin aus Schwäbisch Hall, hatte wirklich Gaudi, vor allem beim Mountainbiking. Aber da stieß sie auch an ihre Grenzen. Immer beim Downhill. Sie litt vor Angst und Stress, sie fluchte („Ich hasse Abfahrten“), haderte und war am Ende froh, dass sie doch nicht aufgegeben hatte. Am vorletzten Nachmittag konnte sie es gar nicht erwarten, in den Brennsee zu springen und danach auf einer Liege die Seele baumeln zu lassen. „In dem Moment hätte ich vor Glück platzen können. Einerseits wegen der vielen schönen Eindrücke und der netten Menschen, die ich hier getroffen habe. Und andererseits machte es mich stolz, dass ich all das geschafft, jeden Meter aus eigener Körperkraft zurückgelegt habe. Ein wahnsinnig gutes Gefühl.“ Sie würde das gerne wieder erleben. Am liebsten in Kärnten. Info unter www.sportschule.at Kärnten magazin 43

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