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DIPLOMATIE
DEUTSCHLAND
S.E. Blomeyer-Bartenstein,
BM Reinhold Mitterlehner,
Staatsminister Martin Zeil
beim Empfang am Tag der
Deutschen Einheit
Deutsch-österreichische Beziehungen
Die Sympathie ist gestiegen
Der deutsche Botschafter S.E. Hans Henning Blomeyer-Bartenstein spricht anlässlich
„Fünfzig Jahre Mauerbau“ im SOCIETY-Interview über die Gedenkfeierlichkeiten in Berlin,
den Aufschwung der Handelsbeziehungen und die deutsch-österreichische Freundschaft.
� Welche Ziele haben Sie sich als deutscher
Botschafter in Österreich gesetzt?
Ich möchte folgende mir am Herzen liegende
Prioritäten nennen: Das besonders
enge Verhältnis unserer beiden Länder
durch möglichst umfassende Präsenz bei
Veranstaltungen aus allen Bereichen des
gesellschaftlichen Lebens in Wien und im
Lande aufmerksam zu begleiten. Der wirtschaftlichen
und kulturellen Zusammenarbeit
dabei mein besonderes Augenmerk
zu widmen. Die intensive Abstimmung
zwischen den Regierungen beider Länder
gerade in europäischen Fragen weiter zu
fördern.
Der Außenhandel zwischen Deutschland
und Österreich hat wieder zugelegt. Worauf
führen Sie das zurück?
Ich begrüße es außerordentlich, dass
der Handel zwischen beiden Ländern im er-
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sten Halbjahr 2011 weiter kräftig zugelegt
hat, nachdem bereits 2010 eine deutliche
Erholung festzustellen war. Dabei stiegen
vor allem die Exporte aus Österreich nach
Deutschland mit 10,82 Prozent deutlich
an. Aber auch die Importe Österreichs aus
Deutschland legten um 4,32 Prozent zu,
verglichen mit den Werten von 2008, vor
der Finanz- und Wirtschaftskrise.
Betrachtet man die Steigerungen bran-
„Die Wiedervereinigung
Deutschlands in Frieden und
Freiheit wird von meinen
Landsleuten vor allem als
großes Glück empfunden.“
HANS HENNING BLOMEYER-
BARTENSTEIN
chenbezogen, so ist auffällig, dass vor allem
die Lieferungen von Österreich nach
Deutschland in der Sparte „Maschinen,
Apparate und mechanische Geräte“ deutlich
zulegten. Da es sich hierbei größtenteils
um industrielle Zwischenprodukte
handelt, ist Österreich auch ein Profiteur
des deutschen Aufschwungs, speziell in
der Autoindustrie. Verdeutlicht wird dies
durch die guten Produktionszahlen aus
Deutschland. So teilte der „Verband der
deutschen Automobilindustrie“ mit, dass
im August 2011 die Produktion mit
399.000 Einheiten um 19 Prozent im Vorjahresvergleich
gestiegen ist.
Auf Seiten der Importe Österreichs aus
Deutschland ist vor allem die stark erhöhte
Einfuhr mineralischer Brennstoffe hervorstechend.
Dies ist aber in erster Linie
auf den deutlich gestiegenen Preis von Ro-