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SOCIETY Magazin 358

DIPLOMATIE UKRAINE Zwanzig Jahre Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Ukraine Mitgliedschaft der Ukraine in der EU — Unterpfand der Festigung der Stabilität in Europa Im SOCIETY-Interview spricht S.E. Andrii Viktorowytsch Bereznyi, der ukrainische Botschafter in Österreich, über das Ziel EU-Beitritt, die EURO 2012 und die Beharrlichkeit seines Landes auf dem Weg zu mehr Demokratie und Wohlstand. � Die Proklamation der Unabhängigkeit der Ukraine liegt zwanzig Jahre zurück. Mit welchen Zielen ist die Ukraine damals in die Unabhängigkeit gegangen? Welche Ziele sind erreicht worden, welche nicht? Der Proklamation der Unabhängigkeit der Ukraine im August 1991 ging eine ganze Reihe von historischen Etappen voraus, als das ukrainische Volk für längere oder kürzere Zeit das Recht erkämpfen konnte, die Geschicke des Landes in eigene Hände zu nehmen: bereits im 9. Jahrhundert entstand auf der damaligen geopolitischen Weltkarte der Staat Kyiwer Rus, im 17. Jahrhundert bildete sich eine neue Form der ukrainischen Staatlichkeit heraus – der Kosakenstaat. 1917 wurde die Ukrainische Volksrepublik proklamiert, 1941 erlangte die Ukraine wieder für kurze Zeit die Selbstständigkeit. Daher besteht die wichtigste Errungenschaft des ukrainischen Volkes zweifelsohne in der Wiederherstellung des eigenen unabhängigen ukrainischen Staates. Eine wichtige Rolle in der Behauptung der Ukraine als europäisches Land Anfang der 1990er Jahre, ihre Anerkennung durch die internationale Gemeinschaft gebührt Österreich und seinen Repräsentanten aus der Politik und Gesellschaft. Als ein Beispiel dafür möchte ich an Dr. Horst Schumi, Honorarkonsul der Ukraine in Klagenfurt erinnern, der konsequent im Laufe von 18 Jahren in verschiedenen Formen die Ukraine unterstützt und zur Umsetzung von Projekten, die für unseren Staat wichtig sind, beiträgt. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit 1991 hat die Ukraine an der Umsetzung äußerst wichtiger Zielstellungen gearbeitet: Bildung eigener Machtinstitute, Verabschiedung der Verfassung, Ausarbeitung des außenpolitischen Konzepts, das auf die Sicherung der nationalen Interes- 40 | SOCIETY 2_11 Botschafter der Ukraine Andrii Bereznyi und Honorarkonsul der Ukraine in Klagenfurt Dr. Horst Schumi sen gerichtet ist. Ich möchte mit Genugtuung behaupten, dass all diese Ziele schrittweise erreicht worden sind. Die neue politische Führung, die 2010 an die Macht kam, hat den Kurs auf die Modernisierung aller Lebensbereiche genommen. Reformen des Gerichtssystems, Verfassungs-, Grund- und Boden-, Rentenreform und Korruptionsbekämpfung sind bereits im Gange. Es wäre verfrüht zu behaupten, dass der grundlegende Wandel innerhalb historisch gesehen kurzer Zeit in vollem Umfang vollendet werden konnte. Aus verschiedenen Gründen, die sowohl objektiven, als auch zum Teil subjektiven Charakter tragen, kommen die groß angelegten Umgestaltungen nicht so zügig voran, wie es von der Gesellschaft erwartet wird. Es bedarf einer beharrlichen und mühevollen Arbeit, um die Ukraine zu einem prosperierenden europäischen Land zu machen. Wie weit sind die Verhandlungen mit der EU über das Assoziationsabkommen fortgeschritten? Ist ein Vollbeitritt zur EU nach wie vor erklärtes Ziel? Die europäische Integration bleibt eine fundamentale Grundlage der ukrainischen Außenpolitik. Die Verabschiedung einer dem Geist und dem Buchstaben nach euro-

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