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SOCIETY Magazin 358

Rahmenvertrag mit der Mongolei Fundament für Wachstum � Die Mongolei gehört zu den kleinsten Außenhandelspartnern Österreichs. Welche Ziele hat sich die Außenwirtschaft für die Mongolei mittelfristig gesetzt? Im Jahr 2010 lieferten österreichische Unternehmen Waren im Wert von 3,3 Mio. Euro in die Mongolei, umgekehrt kamen mongolische Waren – in der Hauptsache Textilprodukte - für eine Mio. Euro nach Österreich. Nur zum Vergleich: Die österreichischen Importe aus dem benachbarten Kasachstan sind fast 900 Mal höher als jene aus der Mongolei und die Exporte immerhin noch sechzig Mal höher als jene in die Mongolei. Im Jahr 2008, also noch vor der globalen Krise, belief sich unser Export in die Mongolei immerhin auf fast elf Mio. Euro, und auch die Importe aus der Mongolei erreichten die zehn Mio. Euro Marke. Durch eine Intensivierung der gegenseitigen Besuchs- und Delegationsreisen sowie durch neue Projektfinanzierungsmöglichkeiten erwarten wir uns mittelfristig eine konstante Zunahme des bilateralen Handelsvolumens. Der Außenhandel Österreichs mit der Mongolei ist wegen der projektbezogenen Beziehungen starken Schwankungen unterworfen. Welche Chancen sehen Sie für eine kontinuierliche Steigerung des Außenhandels? Mit der Möglichkeit von Softloan-Projekten wird die Mongolei für österreichische Unternehmen ein sehr interessanter Markt. Mit dem Rahmenvertrag zwischen Österreich und der Mongolei wurde ein solides Fundament für kontinuierliches Wachstum geschaffen. Damit eröffnen sich neue und lukrative Marktchancen insbesondere in den Sektoren Medizintechnik, Umwelttechnik, Berufsausbildung und Infrastruktur. Nur eine Hand voll österreichischer Unternehmen investieren in der Mongolei. Welche Sparten/Firmen sind das? Weshalb ist das Interesse so gering? Zu den auf dem mongolischen Markt aktiven österreichischen Unternehmen zählen u. a. eine Kaschmirwolle-Strickfabrik und eine Produktion für Dichtungsringe. Bedingt durch den großen Nach- „In der Mongolei eröffnen sich neue und lukrative Marktchancen.“ WERNER SOMWEBER, WKO REGIONALMANAGER FERNOST barn China und dem dort vorhandenen enormen Marktpotenzial ist das Interesse an einem Engagement in der Mongolei offenkundig geringer. Allerdings ge- MONGOLEI INTERVIEW Die WKO rechnet mittelfristig mit einem größeren Interesse an österreichischen Investitionen in der Mongolei und einer Zunahme des bilateralen Handelsvolumens, sagt Mag. Werner Somweber im SOCIETY-Interview.. CURRICULUM VITAE Mag. Werner Somweber ist am 23. Februar 1956 in Reutte/Tirol geboren. Er absolvierte die WU Wien und trat 1982 in die Wirtschaftskammer Österreich ein, wo er in den Außenhandelsstellen in den VAE, der ehemaligen Sowjetunion, Hong Kong, Shanghai und Seoul als Handelsdelegierter bzw. dessen Stellvertreter tätig war. In Wien war er u. a. Regionaldirektor für die GUS und Asien und ist seit September 2010 Regionalmanager „Fernost und Ozeanien“. winnen Infrastrukturprojekte immer mehr an Bedeutung, sodass wir mittelfristig mit einem ansteigenden Interesse österreichischer Unternehmen rechnen. Die WKO hat kürzlich eine Marktsondierungsreise in die Mongolei veranstaltet. Welche Akzente hat die WKO dabei gesetzt? Wir haben den Teilnehmerkreis bewusst weit angesetzt, um allen Firmen die Möglichkeit zu bieten, diesen unerschlossenen Markt persönlich kennen zu lernen. Dennoch kristallisierten sich einige Schwerpunktsektoren heraus. Österreich sollte demnach speziell in den Bereichen Gesundheit und Umwelt (Wasseraufbereitung und -versorgung) punkten können. Der Mongolei werden vor allem aufgrund des großen Rohstoffreichtums gute wirtschaftliche Zeiten in Aussicht gestellt. Mit welcher Gewissheit kann man das voraussagen? Welche Bedeutung haben die mineralischen Rohstoffe der Mongolei unmittelbar für Österreich? Laut Statistik führt Österreich eigtl. nur Textilien aus der Mongolei ein… Zum einen deutet alles darauf hin, dass die Rohstoffpreise global weiter anziehen werden. Die Mongolei mit ihren riesigen Kupfer-, Gold- und Uranvorkommen wird somit für die Weltwirtschaft eine immer bedeutendere Rolle einnehmen. Allerdings ist der Hauptabnehmer für mongolische Bodenschätze nach wie vor die Volksrepublik China. Kontingente sind auf Jahre hin an gewisse Abnehmer gebunden. Für Europa bzw. Österreich wird dieser Rohstoffreichtum dann interessant werden, wenn die Mongolei eine Diversifizierung ihrer Kunden- bzw. Abnehmerstruktur in Angriff nimmt. Die Bergbauindustrie ist z. B. für österreichische Maschinen- und Anlagenbauer hochinteressant, die technischen Standards und Anforderungen steigen stetig. Die Bergbauindustrie wird mit ausländischen Unternehmen gemeinsam entwikkelt, dies könnte unseren Maschinenund Anlagenbauern beim Markteintritt helfen. SOCIETY 2_11 | 23

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