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SOCIETY Magazin 358

WISSENSCHAFT EHRUNG Der geborene Politiker Alle Wege führen nach… Dr. Peter Ramsauer, deutscher Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erhält die Ehrensenatswürde der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Salz- burg. Von EVA VON SCHILGEN v.l.n.r.: Felix Unger, Simon Illmer (1. Landtagspräsident Salzburg), Christian Stöckl (Bürgermeister von Hallein), Michael Spindelegger, Erich Hödl (Vize-Präsident Akademie). In Brüssel sagt man, er sei ein heimlicher Abgeordneter Salzburgs, die Berliner halten ihn seiner Sprache wegen für einen Österreicher. Er wohnt und arbeitet im Landkreis Traunstein in unmittelbare Nachbarschaft zu Salzburg. In seinen Adern fließen fünfundzwanzig Prozent Salzburger Blut und er spielt Mozarts Klavierkonzerte. Das alleine hätte gereicht, um Dr. Peter Ramsauer in der Festspielstadt auszuzeichnen. Ausschlaggebend für die Verleihung der Ehrensenatorwürde der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste war jedoch die politische Laufbahn des in Bayern überaus beliebten Politikers, seine Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit und, wie Dr. Felix Unger, Gründungsmitglied und Präsident der Akademie betonte, seine Visionen. *** Vom Müller zum Minister Der 1954 in Traunwalchen geborene Politiker stammt aus einer alten Mühlenbesitzerfamilie. Er studierte an der Ludwig- Maximilians-Universität München und absolvierte nebenbei die Müllerlehre, die er als Meister abschloss. Bereits im Alter von 15 Jahren interessiert er sich für die Politik, tritt 1972 in die Junge Union ein, wird bald CSU Orts-, Kreis-, stellvertretender Bezirks- und stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern, später CSU-Ortsvorsitzender in Traunreut, Bezirksvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender der Mittelstandsunion der CSU. 1978 bis 1991 ist er Stadtrat in Traunreut. Mitglied des Bundestages wird er 1990. Von 1998 bis November 2005 ist er 64 | SOCIETY 2_11 Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe der CDU/CSU-Fraktion, von November 2005 bis November 2009 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und 1. stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion. Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist Dr. Peter Ramsauer seit Oktober 2009. *** Liebe zur deutschen Sprache Seine Liebe zur deutschen Sprache hat ihn in den letzten Jahren dazu bewegt, die Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch amtlicher weise einzudämmen. Seine mehr als 27.000 Mitarbeiter im Verkehrsministerium bemühen sich seitdem Begriffe wie „Laptop“, „Ticket“ oder „Flipchart“ durch „Klapprechner“, „Fahrscheine“ und „Tafelschreibblock“ zu ersetzen. Gemäß seinem gesundheitlichem Grundsatz „Täglich einmal schwitzen“ hat Ramsauer das sportliche „Kraxeln“ in seiner geliebten Bayerischen Bergwelt in Berlin mit täglichem „Joggen“ eingetauscht. Er wird sich von nun an unter den aus mehr als 24 Ländern stammenden 1400 Mitgliedern und Senatoren der Akademie, darunter 27 Nobelpreisträger, fast wie zu Hause fühlen, denn die deutsche Delegation ist sehr groß. Darunter finden sich so bedeutende Namen wie Papst Benedikt, Bundespräsident Christian Wulf, Kanzler Helmut Kohl, Hans Dietrich Genscher, ehemaliger Bundesminister des Auswärtigen, oder Klaus Töpfer, ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). *** Vision der Akademie Gegründet wurde die Akademie 1990 durch den Salzburger Herzchirurgen Felix Unger, dem Wiener Erzbischof Franz Kardinal König und dem aristokratischen Philosophen Nikolaus Lobkowicz als gemeinnütziger und politisch unabhängiger Verein. Er wird durch die Republik Österreich und die Europäischen Union sowie durch private Sponsoren gefördert. Anlässlich der Verleihung der Ehrensenatorwürde an den österreichischen Außenminister Dr. Michael Spindelegger bei dem im März stattgefundenen Festplenum 2011, betonte Salzburgs Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller: „Die Vision der Gründer über eine Akademie der Wissenschaften und Künste bestand im Wesentlichen darin, ein Netzwerk wissenschaftlicher Exzellenz aus allen Sparten aufzubauen, um so mit dem Besten aus all diesen Wissenschafts-Welten ausgestattet etwas für die positive Entwicklung der Gesellschaften und Kulturen Europas bewirken zu können. Dieses Anliegen hat seit jenen Gründungstagen nichts an Aktualität verloren.“ Der Akademie sind zahlreiche nationale Vereine und Stiftungen angegliedert. Eingerichtet sind die Klassen Geisteswissenschaften, Humanmedizin, Künste, Naturwissenschaften, Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, ebenso Technologie- und Umweltwissenschaften sowie Weltreligionen. Seit 1997 verleiht die Akademie jährlich im August den Toleranzpreis. Für die Mitglieder der Akademie bedeutet Toleranz „a virtue, by which man as an individual can live in freedom within the spirit of the law. Tolerance means behaving in a way that does not harm your neighbors or restrict their freedom.“ Wohl dem, der sich diesem Grundsatz beugt. Präsident Dr. Felix Unger und Dr. Peter Ramsauer KONTAKT DIE EUROPÄISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN UND KÜNSTE IN SALZBURG St. Peter Bezirk 10, 5020 Salzburg Tel. +43-(0)662-84 13 45 office@euro-acad.eu www.euro.acad.eu FOTOS: MIT FRDL. GENEHMIGUNG AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN UND KÜNSTE UND CHRIS HOFER

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