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SOCIETY Magazin 358

Monika Türk und Sohn Johannes mit Flugkapitän Zeiger vor dessen Flugzeug „The Last Frontier“ Alaska Revisited In der Zeit, als mein Mann österreichischer Botschafter in den USA war, unternahmen wir zwei Reisen nach Alaska. Unsere zweite Reise fand im August 1998 statt, bei der wir privat mit unserem Sohn Johannes unterwegs waren. Von MONIKA TÜRK Die erste Station war Anchorage, das wirtschaftliche Zentrum des Bundesstaates Alaska, wo wir im historischen Hotel „Captain Cook“ abstiegen. Mit einem Mietauto fuhren wir sodann nach Norden in Richtung Denali Nationalpark. Vor unserer Abreise aus Washington hatte uns ein Österreicher namens Michael Hofmayer kontaktiert und uns eingeladen, ihn in Alaska zu besuchen. Er habe ein Schlittenhundeunternehmen und wir würden ihn am Meilenstein Nummer 80 am Weg zum Denali Nationalpark finden. Wir trafen ihn auch wirklich dort an. Er hatte als Student mit einem Freund eine Reise nach Alaska unternommen. Die beiden waren an einem Schlittenhundeunternehmen vorbeigekommen und baten die Besitzerin, eine Schweizerin, deren amerikanischer Ehemann sie nach fünf Ehejahren mit 42 Schlittenhunden in der Wildnis zurückgelassen hatte, ob sie für ein paar Tage bei ihr übernachten könnten. Ruth Hirsinger – so hieß sie – stimmte unter der Bedingung zu, dass ihr die beiden Studenten bei der Betreuung der Schlittenhunde helfen würden. Nach dem ersten Tag beschloss sie, dass einer der beiden auf Dauer bei ihr bleiben müsse. Das Leben ganz alleine in der Einöde im kalten und dunklen arktischen Winter war ihr zu unwirtlich geworden. Ihre Wahl fiel auf den Steirer Michael Hofmayer. Als wir ihn besuchten, schien er recht glücklich zu sein, und er machte mit uns auch eine Probefahrt mit den Hundeschlitten. Da kein Schnee lag, fuhr er mit uns durch den Schlamm, der uns ins Gesicht spritzte, als wir mit dem Schlitten durchrasten. *** Grizzlybären vor den Toiletten Anschließend fuhren wir weiter zum Eingang des Denali Nationalparks, der aus Naturschutzgründen nur mit Touristenbussen befahren werden darf. In diesem Park befindet sich der Mount McKinley, mit 6.194 Metern Höhe der höchste Berg Nordamerikas. Er wurde nach dem 25. US-Präsidenten William McKinley benannt. Der ursprüngliche indianische Name diese Berges ist „Denali“, was soviel wie „der Hohe“ bedeutet. Unsere Busfahrt durch den Nationalpark war sehr abwechslungsreich. Als der Busfahrer anhielt und ankündigte, es DIPLOMATIE BERICHT komme nun eine Stelle mit mobilen Toiletten, die wir bei Bedarf aufsuchen könnten, sahen wir, dass ein Bus vor uns schon vor diesen Anlagen Station gemacht hatte. Einige Grizzlybären schlichen jedoch um die Toiletten. Nur vorsichtig öffneten sich deren Türen, und als sich die Bären etwas entfernt hatten, rannten die Toilettenbesucher wie um ihr Leben zurück zu ihrem Bus. Unter diesen Umständen verzichteten alle Passagiere unseres Busses gerne auf einen Aufenthalt an diesem Ort. *** Marathon am Gletscher Ein weiterer Ausflug von Anchorage führte uns nach Süden zum Kenai Fjords National Park. Von der Stadt Seward aus unternahmen wir mit einem Ausflugsboot eine Fahrt in dieses Naturschutzgebiet. Wir sahen Robben, Wale und Seelöwen, um nur einige zu nennen. Besonders beeindruckend waren jedoch die ins Meer abfallenden Gletscher. In Seward finden übrigens regelmäßig Berg-Marathon-Rennen statt. Zu unserer Überraschung erfuhren wir, dass der – mittlerweile verstorbene – Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider an einem solchen teilgenommen hatte. *** Tiefflug über dem Elch Auf dem Flug nach Prudhoe Bay in den Norden Alaskas, wo wir die Ölförderanlagen von BP besichtigten, kam der Pilot, William Zeiger, zu uns und lud uns in sein Haus in Anchorage ein, da er eine österreichische Frau habe. Er wolle mit uns auch einen Flug mit seinem Privatflugzeug machen. Es erstaunte uns, dass er uns zu seinem Haus und nicht zum Flughafen fahren ließ. Sein Flugzeug stand unmittelbar hinter dem Haus im Garten und startete auch von dort. Als wir während des Fluges einen Elch sahen, begab sich Flugkapitän Zeiger in den Tiefflug, um das Tier zu umkreisen. Wir flogen mit diesem Flugzeug, das mir sehr fragil vorkam, bis auf 3.000 Meter Höhe, was für mich ziemlich beängstigend war. Das Ganze war jedoch ein echtes Abenteuer. Helmut und Monika Türk bei den Kenai Fjords SOCIETY 2_11 | 47

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