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SOCIETY Magazin 357

SLOWENIEN WIRTSCHAFT Öffnung des Marktes Kleiner Exportriese Als junger Mitgliedsstaat der EU setzt Slowenien auf seine neuen Partner. Die größten Exporte des Landes finden in Kreisen der EU statt, in einigen Bereichen entwickelte sich der Staat zu einer konkurrenzfähigen Wirtschaftsmacht. Zwanzig Jahre lang besteht nun die junge Republik Sloweniens. Mit ihrer Unabhängigkeit vom damaligen Jugoslawien erfolgte Anfang der neunziger Jahre ein wirtschaftlicher Aufschwung und eine Umorientierung auf Dienstleistung und Export. Eine ökonomische Talfahrt fand in den Jahren der globalen Finanzkrise statt, von der sich das Land langsam wieder erholt. 2004 wurde Slowenien Mitglied der EU, führte im Jahre 2007 den Euro ein und kann sich ein Jahr später zu den Schengen- Staaten zählen. *** Wirtschaftliche Entwicklung Ein wichtiges Jahrzehnt für die ökonomische Lage Sloweniens bilden die Jahre 1997 bis 2007. Ein Realwachstum von 4,4 Prozent, begleitet von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit auf unter fünf Prozent waren Anzeichen eines starken wirtschaftlichen Aufschwungs. Auch die globale Finanzkrise schien zu Beginn keine allzu großen Auswirkungen auf das Land zu haben. Ende 2008 zeigten sich allerdings auch die Folgen für die kleine offene Volkswirtschaft. Sinkende Importnachfrage der 26 | SOCIETY 1_11 Handelspartner und Bruttoinlandsinvestitionen schwächten die ansonsten so stabile und moderne Wirtschaftsstruktur. Insgesamt verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt von 2009 gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent. Ein neuer, wenn auch nur geringer, Wachstumsimpuls des BIP fand letztendlich wieder im vergangenen Jahr statt. Das Land kämpft allerdings mit einer Arbeitslosenrate von zehn Prozent. *** Wenig Privatisierung Kaum ein anderes Land der EU hat bisher so wenig privatisiert wie Slowenien. Der Staat verfügt über direkte Beteiligungen an privaten Unternehmen des Landes. Entwickelt hat sich diese Struktur in den ersten Jahren der Unabhängigkeit, als die von Jugoslawien übernommenen Staatsbetriebe teilprivatisiert wurden. Dabei setzte man auf die eigenen Landesleute – Staatsbetriebe wurden nur an nationale Unternehmen verkauft, ausländische Käufer wurden gemieden. Heute findet eine allmähliche Öffnung des Marktes und der Investitionsmaßnahmen statt, doch der Bereich der Infrastruktur und der Finanzsektor befinden sich noch in öffentlicher Hand. *** Außenhandel Vor allem im Bereich der chemischen Industrie, der Automobilindustrie, des Maschinenbaus und der Elektroindustrie stellen Italien, Kroatien und Deutschland wichtige Exportpartner dar. Fast 70 Prozent der Exporte bleiben in den EU-Partnerländern. 2009 erschwerten die internationalen Rahmenbedingungen den Außenhandel. Eine konjunkturelle Talfahrt führte zu einem Rückgang des Warenimports um 26,3 Prozent, eine Entspannung dieser Wirtschaftlage hat 2010 eingesetzt. WIRTSCHAFTSDATEN Außenhandel Sloweniens mit Österreich Slowenische Exporte: 1,2 Mrd. Euro Slowenische Importe: 2,2 Mrd. Euro Bedeutende Wirtschaftssektoren: Maschinen, chemische Erzeugnisse, Straßenfahrzeuge Wirtschaftswachstum: +1,1% (2010) BIP pro Kopf: 17.600 Euro (2010) BIP laufend: 35,8 Mrd. Euro (2010) Inflationsrate: 2,1% Arbeitslosenquote: 10% Auslandsverschuldung: 42,5 Mrd. Euro Währung: Euro (seit 2007) Gesamte Exporte: 18,2 Mrd. Euro Gesamte Importe: 19,1 Mrd. Euro Wichtige Exportmärkte: Deutschland, Italien, Kroatien Bedeutende Warengruppen/Export: Veredelte Produkte, Rohstoffe wie Eisen und Stahl Bedeutende Warengruppen/Import: Maschinen und Ausrüstung, chemische Erzeugnisse, bearbeitete Waren, Fertigwaren Quelle: AWO FOTO: WWW.SLOVENIA.INFO/ UBALD TRNKOCZY

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