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SOCIETY Magazin 357

SLOWENIEN BOTSCHAFTER Zwanzig Jahre Slowenien „Wir waren tüchtige Schüler“ Sloweniens Botschafter Aleksander Gerzina spricht im SOCIETY-Interview anlässlich zwanzig Jahre Unabhängigkeit über Erfolge, den Grenzstreit mit Kroatien, die Kärntner Ortstafelfrage und die wirtschaftliche Entwicklung im Exportland Slowenien. � Slowenien hat 1991 früh seine Unabhängigkeit erklärt. Die Wirtschaft ging rasch steil nach oben. Slowenien ist seit 2004 EUund NATO-Mitglied, hat 2007 den Euro eingeführt und ist dem Schengener Abkommen beigetreten. Seit 2010 ist Slowenien OECD-Mitglied. Was für ein besseres Ergebnis hätte man sich nach 20 Jahren Unabhängigkeit erwarten können? Tatsächlich hat Slowenien in den letzten zwanzig Jahren viel erreicht, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir nur eine relativ kleine Teilrepublik eines größeren Staatengebildes waren. Wir haben nach kurzer Zeit mit den EU-Verhandlungen sowie mit dem NATO-Beitrittsprozess begonnen. Wir waren tüchtige Schüler – aber es war zum Teil auch schmerzhaft, weil wir natürlich auch Konzessionen machen mussten. Wir 24 | SOCIETY 1_11 hatten jedoch eine glückliche Hand, was die damaligen Politiker betraf und eine gut ausgebildete Beamtenschaft. Wir waren auch als erstes neues Mitglied mit der EU-Präsidentschaft betraut. Das war eine ganz wichtige Phase, weil wir durch die Vorbereitungen darauf viel über die EU gelernt haben. Sicherlich hätten wir manches auch besser j wfkj ew machen jke wjkehjw können. khje Man ist nie perfekt. Die Verbindung mit dem Westbalkan haben wir erst relativ spät wieder aufgenommen. Einige energiepolitische Fragen hätten wir besser entscheiden können. Die Frage ist auch, ob wir genug für unsere Bürger getan haben, also für den sozialen und materiellen Zustand. Da hätten wir sicher mehr machen können und Slowenien muss noch einiges nachholen. In der Sache der Grenzstreitigkeiten mit Kroatien in der Bucht von Piran wurde die Einigung erzielt, dass ein internationales Schiedsgericht eine Lösung finden soll, die automatisch akzeptiert wird. Damit hat Slowenien aber keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis: Wieso ist es so schwierig, sich in dieser Frage bilateral zu einigen? Diese Frage ist vergleichsweise nicht allzu schwierig: Es gibt beispielsweise offene Grenzfragen zwischen Frankreich und Spanien, oder zwischen Deutschland und Dänemark, da dauert der Fall schon mehr als hundert Jahre. Die Schwierigkeit in unserem Fall kommt aus der gemeinsamen Geschichte. Kroatien und Slowenien haben immer hervorragende Beziehungen gehabt. Das Problem ist, dass die Grenze nicht festgelegt war. An Land haben wir die

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