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SOCIETY Magazin 357

MAKEDONIEN WIRTSCHAFT Nachholbedarf Aufschwung mit Hindernissen Immer wieder wurde der wirtschaftliche Aufschwung Makedoniens von Krisen zurückgeschlagen. Im letzten Jahr konnte das Land bereits einen kleinen Trend zur Besserung verzeichnen. Dies stellt den ersten Schritt in einem langen Weg aus dem Konjunkturtal dar. Struga Trotz ihrer Erklärung zur Selbständigkeit im Jahre 1991 hat die Republik Makedonien noch einen weiten Weg vor sich. Ein wichtiges Ziel ist die Aufnahme in die EU, das Land hat einen Kandidatenstatus bereits seit 2005. Der Nachholbedarf Makedoniens auf wirtschaftlicher Ebene ist dabei noch groß. Heute bemüht sich Makedonien, einen Aufwärtstrend einzuleiten und die Wirtschaftslage zu stärken. *** Makedonien und die Finanzkrise Befand sich die wirtschaftliche Lage des Landes vor einigen Jahren noch in einer Aufschwungphase, wurde dieser Wandel von der Wirtschaftskrise abgewürgt. Ende 2008 kam es zu einer Verschlechterung der Exportleistungen, ein Jahr später ging die industrielle Leistung um acht Prozent zurück. Die Staatsverschuldung weist eine steigende Tendenz auf und erreicht in diesem Jahr 3,7 Mrd. Euro. Doch das Land kann auf einige Stabilitätsanker bauen: Die strikte Bindung der Währung an den Euro stärkt das Vertrauen ausländischer Investoren, auch der private Konsum kurbelt die Wirtschaft an. Die Einkommenssituation der Haushalte und die Geldüberwei- 20 | SOCIETY 1_11 sungen von Makedoniern aus dem Ausland sind konstant geblieben. Trotz allem muss die Regierung ihren angestrebten Sparkurs aufgeben, um Makedonien aus der Krise zu holen. *** Außenwirtschaft Als kleine offene Volkswirtschaft ist Makedonien an eine hohe Importrate gebunden. Den Bedarf an Grundlebensmitteln kann die Republik selbst decken. Öl, Gas und ein Großteil der modernen Technik stammen aus anderen Ländern. Die Industrie Makedoniens beschränkt sich auf die Bereiche Stahl, Nahrungsmittelverarbeitung, Chemie und vor allem Textilien. Jeder zehnte makedonische Beschäftigte ist in der Textilbranche tätig, die die wichtigsten Exportgüter des Landes produziert. Die fünf größten Außenhandelspartner sind dabei Deutschland, Serbien, Griechenland, Russland und Großbritannien. Auch in diesem Bereich hat die Weltwirtschaftskrise ihre Spuren hinterlassen und den internationalen Handel stark schrumpfen lassen. Mit Investitionen von über 400 Mio. Euro gehören österreichische Unternehmen zu den größten Investoren im Land. *** Geschichte und Ausblick Dem kleinen Land wurden in seiner Entwicklung zahlreiche Hürden in den Weg gelegt. Mit der Selbständigkeit Makedoniens und der Trennung von Jugoslawien ging Jugoslawien als wichtigster Absatzmarkt verloren. Das UN-Embargo gegen Serbien und der Boykott Griechenlands führten zu weiteren hohen Verlusten. Erst 1996 begann sich das Land zu erholen, wurde aber durch die Kosovokrise und die Auseinandersetzungen zwischen der Regierung der Republik Makedonien und der s.g. ONA, der Volksbefreiungsarmee, die hauptsächlich aus Albanern zusammengesetzt war, in seinem Aufschwung unterbrochen. Ab 2006 leitete die Republik eine millionenschwere Offensive ein, um neue Investoren anzulocken. Nach der Wirtschaftskrise hofft das Land auf einen Weg aus der Konjunkturkrise, mehr Arbeitsplätze und auf Beitrittsverhandlungen mit der EU. WIRTSCHAFTSDATEN Außenhandel Makedoniens mit Österreich Makedonische Exporte: 30,58 Mio.Euro (2009) +18,25% Makedonische Importe: 89,25 Mio. Euro (2009) -12,7% Bedeutende Wirtschaftssektoren: Dienstleistungen (69,2%), Industriewaren (22,1%), Landwirtschaft (8,7%) Wirtschaftswachstum: +1,3% (2010) BIP pro Kopf: 9.400 US Dollar (PPP) (2010) BIP laufend: 6,4 Mrd. Euro (2010) Inflationsrate: 1,6% (2010) Arbeitslosenquote: 31,7% (2010) Auslandsverschuldung: 3,7 Mrd. Euro Währung: Denar (MKD), 1 Euro = ca. 61,7 Denar Gesamte Exporte: 2 Mrd. Euro Gesamte Importe: 3,5 Mrd. Euro Wichtige Exportmärkte: Deutschland, Serbien, Griechenland, Italien Bedeutende Warengruppen/Export: Eisen- und Stahlprodukte, Bekleidung, Ferronickel, Tabak und Zigaretten, Ferrosilizium Bedeutende Warengruppen/Import: Erdöl und Derivate, Verkehrsmittel, Stahlprodukte, Strom Quelle: AWO

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