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KROATIEN
WIRTSCHAFT
Investitionen
Stärkung der Exporte
Kroatien, der nächste Mitgliedsstaat der EU, ist für die daraus entstehenden Chancen zur weiteren
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung bereit. Als größter ausländischer
Investor in Kroatien hat sich Österreich als einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Kroatiens
etabliert. Der Wirtschaftsstandort Kroatien gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Das zwanzigjährige Jubiläum der kroatischen
Unabhängigkeit ist auch ein
willkommener Anlass zur Evaluation
der kroatischen Wirtschaftslage. Der
Wiederaufbau der kriegsgeschüttelten und
zerstörten Wirtschaft war für Kroatien ein
nicht einfacher Weg – Kroatiens Startplatz
beim „Transitionsmarathonlauf“ war
wegen der Kriegsnachwirkungen ungünstig.
Der NATO-Beitritt 2009 und der bevorstehende
EU-Beitritt sind besonders für
die Entwicklung der kroatischen Wirtschaft
Impulse von größter Bedeutung.
Die kroatische Regierung hat im April
2010 ein weitreichendes Reformprogramm
vorgestellt, das als strategische Plattform
für das weitere wirtschaftliche Wachstum
und die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit
der kroatischen Wirtschaft dient. Folglich
hat die Regierung im September 2010
insgesamt dreißig Investitionsprojekte im
Wert von 14 Mrd. Euro vorgestellt, und
zum Jahresende 2010 wurde der angesehene
Unternehmer Domagoj Ivan Milosevic
zum Vizepräsidenten der kroatischen Regierung
für Investitionen ernannt. Besonders
in den Bereichen Energie, Transport,
Tourismus und Wasserwirtschaft
sieht die kroatische Regierung die wichtigsten
Investitionsprojekte.
***
Allgemeine Wirtschaftslage
Die kleine offene Wirtschaft Kroatiens
zählt zu den meistentwickelten in Südosteuropa
und ist stark von den Entwicklungen
der internationalen Märkte beeinflusst. Der
Dienstleistungssektor ist der bedeutendste
in der Wirtschaftsstruktur, besonders aufgrund
des hohen Anteils des Tourismus in
der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes.
Als eines der beliebtesten Reiseziele im
Mittelmehrraum wurde Kroatien im Jahr
2010 von 10,6 Millionen Touristen besucht,
was ein Anstieg von 3,2 Prozent gegenüber
dem Vorjahr 2009 bedeutet.
Die größten Herausforderungen für die
Industrie sind die weitere Stärkung der exportorientierten
Produktion, sowie der Aus-
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Der Fremdenverkehr ist ein wichtiges
Standbein in der Kroatischen Wirtschaft.
bau der Konkurrenzfähigkeit der für den Export
produzierten Waren. Im Rahmen umfangreicher
Maßnahmen zur weiteren Modernisierung
der kroatischen Wirtschaft
wird auch eine Umstrukturierung der Werften
vorgenommen. Die günstige und wichtige
geographische Lage an den transeuropäischen
Korridoren, die weitere Entwicklung
der Wirtschaftszonen, das über tausend Kilometer
lange hochmodern ausgebaute
Autobahnnetz sowie die baldige EU-Mitgliedschaft
zählen als wichtigste Faktoren, die
den weiteren Ausbau der industriellen Produktion
begünstigen.
***
Europäische Union – neue Impulse
Die Beitrittsverhandlungen Kroatiens
mit der Europäischen Union nähern sich
dem Ende und dadurch werden auch neue
Möglichkeiten für die kroatische Wirt-
schaft geschaffen, die mit dem bevorstehenden
Beitritt noch wesentlich erweitert
werden. Besonders wichtig werden die optimale
Verwaltung und Nutzung der EU-Finanzmittel
– bis zum Beitritt bezieht Kroatien
Mittel aus dem IPA-Programm
(Instrument for Pre-Accession Assistance)
und vom Zeitpunkt der vollen Mitgliedschaft
an werden Mittel aus den Finanzinstrumenten
der europäischen Regionalpolitik,
sowie der Gemeinsamen Agrarpolitik
in Anspruch genommen.
***
Österreich und Kroatien –
wichtige Partner
Die kroatisch-österreichischen bilateralen
Beziehungen sind freundlich und sehr
intensiv, besonders in den Bereichen der
Politik und Wirtschaft. Die kroatischen
Exporte nach Österreich betrugen im Jahr
FOTO: KROATISCHE ZENTRALE FÜR TOURISMUS, 2011