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Imagebroschüre 2017

Aus der Geschäftsstelle Roland M. Rupp Vizepräsident und Leiter der Geschäftsstelle Geschätzte Unternehmerinnen und Unternehmer, geschätzte Mitglieder Der SKV startet in das 11. Jahr und auch dieses Jahr ist es unser Ziel, die wirtschaftlichen Bedingungen für Schweizer KMU zu verbessern. Startete doch das Jahr 2017 mit einer grossen Disskusion über die Unternehmenssteuerreform III bei welchen mit Zahlen in den Medien jongliert wurde, welche wir schlichtweg nicht nachvollziehen konnten. Wenn 99.7% aller Schweizer Firmen KMU sind und es gemäss Handelsregisteramt in der Schweiz 535'343 Firmen gibt, so reden wir von einer Steuerreform, welche 1606 Firmen, nämlich die Grossbetriebe und Holdings, angeht. Dass bei Ablehnung dieses Gesetzes eine grosse Abwanderung und der Verlust von tausenden von Arbeitsplätzen droht, scheint mir aber eher unwahrscheinlich. Ich spreche hier nicht von Swisscom, SBB, Post, Migros, Coop und anderen Grossbetrieben, welche gar nicht weggehen könnten. Also welche Firmen könnten deswegen die Schweiz mit ihrem wirtschaftlich und politisch stabilen Umfeld verlassen und wieviel Arbeitsplätze würde es wirklich betreffen. Denn wenn eine Holding eines Weltkonzerns in Zug zwar angesiedelt ist, dort aber nur 10 Arbeitsplätze hat, so trifft dies die Wirtschaft nicht so gravierend und es sind auch kaum Zulieferer davon betroffen. Warum hat noch niemand sich mal die Mühe gemacht, eine detaillierte Analyse zu machen, welche Firmen es wirklich betrifft und wieviele Arbeitsplätze wirklich davon abhängig wären? Welche Grossbetriebe würden bei Ablehnung dieser Steuerreform denn wirklich die Schweiz verlassen? Da macht es unser Nachbarland Österreich wesentlich besser und erfolgreicher. Zum 4. Mal in Serie konnten dort mehr Firmen neu gegründet und angesiedelt werden und nun haben Sie ein echtes KMU Unterstützungspaket gestartet: Die Lohnnebenkosten der ersten drei Angestellten werden ab Jahresbeginn 2017 über drei Jahre mit insgesamt 100 Millionen Euro gefördert. Damit sollen innovative Startups gerade in der schwierigen Startphase entlastet werden. Einmal pro Jahr werden dabei die nachweislich bezahlten Dienstgeberbeiträge gefördert. Bis zu 1'500 Start-ups profitieren von der Unterstützung, die jeweils bis zu maximal 125'000 Euro betragen kann. Jährlich werden damit rund 3'000 Arbeitsplätze geschaffen. Um Schwelleneffekte zu vermeiden, also dass die jungen Unternehmen nach Ablauf von drei Jahren von plötzlichen Ausgaben überrascht werden, schmilzt die Förderung jährlich um ein Drittel ab. Im ersten Jahr werden die Lohnnebenkosten vollständig gefördert, im zweiten Jahr zu zwei Drittel und im dritten Jahr mit einem Drittel. Warum gibt es ein solches Programm nicht auch bei uns? Wenn die KMU schon 99.7 % der Schweizer Firmen ausmachen, 80 % der Arbeitsstellen und 60 % der Ausbildungsplätze, so sollte die Politik auch dem Rechnung tragen und das wahre Rückgrat der Schweizer Wirtschaft stärken statt sich mit USR III viel Aufwand zu machen. Aber eben: In der Politik ist es einfacher sich via Steuern populär zu machen statt eine echte Wirtschaftsreform zu propagieren. Dass in den Medien kaum darüber berichtet wurde, dass die Zahl der Konkurse wieder angestiegen ist und 2016 einen Höchstwert von 6.7 % erreicht hat, zeigt auch hier deutlich, dass man solche Meldungen lieber nur am Rande erähnt. Es wurden zwar 41'923 Firmen neu gegründet, aber auch 28'312 gelöscht. Also liebe Politiker und Wirtschaftsfunktionäre: Unsere Bitte an euch: Schafft ein Programm um StartUps und KMU durch echte Massnahmen zu fördern statt mit einer USR III sich auf Grosskonzerne und Holdings zu konzentrieren. Die Schweiz ist ein kleines Land, ein Land der KMU und diese gilt es zu unterstützen. Ihr SKV 3 Roland M. Rupp Vizepräsident des Schweizerischen KMU Verbandes Leiter der Geschäftsstelle

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