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Ratgeber Frau und Familie Frohe Weihnachten

NASENNEBENHÖHLENENTZÜNDUNG In direkter Nachbarschaft zur Nase liegen die rechte und linke Stirnhöhle, die rechte und linke Kieferhöhle, das Siebbein-Labyrinth (System aus kleinen Hohlräumen) sowie die rechte und linke Keilbeinhöhle. Die Nebenhöhlen sind über kleine Öffnungen mit der Nase verbunden. Diese Verbindungen sind der Grund dafür, dass Störungen oder Entzündungen der Nasenschleim- 98 Ratgeber 12/2012 haut oft auf die Schleimhäute der Nebenhöhlen übergreifen können. Rhinitis und akute Sinusitis Die akute Nebenhöhlenentzündung gehört zu den häufigen Krankheiten, ist meist gut zu behandeln und heilt komplikati- onslos wieder aus. Oft wird sie durch einen viralen Infekt ver - ursacht – eine Erkältung. Auch eine Bakterieninfektion kann die Ursache sein oder zusätzlich auftreten. Die Entzündung beginnt meist als einfache Rhinitis in der Nase mit leichter oder starker Sekretabsonderung – bekannt als Schnupfen. Rhinitis und Sinusitis (die Ausbreitung auf die Nebenhöhlen) sind nicht immer klar zu trennen und werden deshalb auch als Rhinosinusitis zusammengefasst. Symptom Kopfschmerzen als Hinweis auf den Entzündungsbereich Stirnhöhlen: Schmerzkonzentration meist auf Stirn und Augen. Kieferhöhlen: Schmerzkonzentration oft auf Wangen und Oberkiefer. Tiefer liegende Nebenhöhlen: Schmerzausstrahlung bis in den Hinterkopf möglich. Betroffene leiden oft unter einem deutlichen Druckgefühl im Bereich der Stirn- und Wangenknochen, das sich beim Niesen, Husten und Bücken verstärkt. Über den betroffenen Nebenhöhlen kann der Gesichtsbereich angeschwollen sein. Typische Begleiterscheinungen der akuten Entzündung sind Kopfschmerzen und ein deutlich spürbares Druckgefühl, das sich beim Bücken verstärkt. Die Nase fühlt sich durch die anschwellende Schleimhaut und die Sekretabsonderung verstopft an, der Geruchssinn ist beeinträchtigt. Eine akute Entzündung heilt mit abschwellenden Medikamenten oder Hausmitteln wie einer Nasensalz - spülung nach etwa ein bis zwei Wochen aus. Die chronische Sinusitis Hält die Entzündung länger an oder kommt es zu mehr als vier Krankheitsepisoden pro Jahr, ohne dass dazwischen symptomfreie Intervalle liegen, spricht der Mediziner von einer chronischen Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung). Die Symptome ähneln denen einer akuten Entzündung: vermehrte Schleimbildung und Sekretabsonderung, behinderte Nasenatmung, Gesichts- und Kopfschmerzen und Riechstörungen. Meistens sind sie jedoch bei der chronischen Form schwächer ausgeprägt und nicht so eindeutig zu erkennen. Eine chronische Sinusitis kann aus einer nicht ausgeheilten akuten Nebenhöhlenentzündung hervorgehen. Oft sind aber auch anatomische Probleme wie Allergien, eine verkrümmte Nasenscheidewand, oder Nasenpolypen die Auslöser. In seltenen Fällen kommen auch Krankheiten infrage. Deshalb sollten Sie bei den genannten Anzeichen, die sich verstärken oder länger anhalten, in jedem Fall einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Die chronische Form betrifft besonders häufig die Kieferhöhlen und die Siebbeinzellen, seltener die Stirnhöhle und Keilbeinhöhle. Wenn die natürliche Reinigung versagt Die Zellen in der Nasen- und Nasennebenhöhlen-Schleimhaut bilden ständig einen feinen Sekretfilm, der zum Beispiel eingeatmete Schmutzteilchen oder unerwünschte Krankheitserreger an sich bindet. Zusätzlich sorgen Flimmerhärchen dafür, dass der Sekretfilm in Richtung Nasenhöhle und von dort zum Rachen weitertransportiert wird – der eingeatmete Schmutz wird zusammen mit dem dünnen Sekret unbemerkt heruntergeschluckt. Dieser ständige Reinigungsprozess kann jedoch durch eine entzün - dete Schleimhaut beeinträchtigt oder ganz blockiert werden. Durch die Entzündung produziert die Schleimhaut mehr Sekret als normalerweise, die Verbindungen zwischen Nase und Nasennebenhöhlen schwellen zu oder sind vollständig verstopft und das Sekret, das nun nicht mehr abfließen kann, staut sich zurück. Damit wurde ein idealer Nährboden für Krankheitskeime geschaffen. Nicht nur angesammeltes Sekret durch Entzündungen verstopft die kleinen Öffnungen zwischen Nase und Nebenhöhlen und verhindert die Selbstreinigung. Verantwortlich sind auch anatomische Beson- NASENNEBENHÖHLENENTZÜNDUNG derheiten (zum Beispiel eine Verkrümmung der Nasenscheidewand). Warum ist eine Behandlung sinnvoll? Unabhängig von der Ursache muss die chronische Form der Sinusitis behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden, die zwar seltener auftreten, aber vorkommen können. Dazu gehört zum Beispiel eine Ausbreitung der Entzündung auf benachbarte Kopfbereiche wie die Augenhöhlen, die Hirnhäute oder das Gehirn. Es kann dort in Härtefällen zu Eiteransammlungen kommen. Anzeichen dafür wären eine extreme Mattigkeit, ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Fieber sowie bei Beteiligung der Augenhöhlen Sehstörungen oder Lidschwellungen, starke Kopfschmerzen und bei einer Hirnhautentzündung auch Nackenschmerzen oder Krampfanfälle. Besonders bei Kindern besteht zudem die Gefahr, dass die Ohren in Mitleidenschaft gezogen werden (Mittelohrentzündung). Abgesehen von den alltäglichen Beeinträchtigungen der Nasenatmung sind die möglichen Komplikationen gute Gründe, bei den erwähnten Symptomen nicht lange selbst zu therapieren, sondern den Arzt aufzusuchen. Was hilft? Behandlungsziel ist zunächst, die Schleimhaut abschwellen zu lassen und den Sekretfluss aus den Nebenhöhlen zu verbessern. Bei 12/2012 Ratgeber 99

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