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IMPUlSE war die Realität, aber auch provozierend genug, sodass ich wissen wollte, ob er recht hat. Abends habe ich dann nicht mehr zur Butter gegriffen, sondern zur Margarine, und dann hat alles seinen lauf genommen. Ich habe innerhalb von acht Monaten rund 40 Kilo abgenommen. Aber nicht nur, weil Sie Margarine statt Butter gegessen haben? Nein, ich habe das schon ziemlich radikal betrieben. Ich bin jede Woche auf die Waage gestiegen und hatte jedes Mal ein Kilo weniger. Das war für mich Motivation genug. Zum ersten Mal habe ich gemerkt, wie ausschlaggebend die mentale Kraft sein kann. Als ich mein Ziel erreicht hatte, war auch die Motivation dahin. Ich wog 80 Kilo, aber die Motivation war weg. Und dann muss man aufpassen, dass der Jojo-Effekt nicht einsetzt. Warum wollten Sie plötzlich unbedingt Gewicht verlieren? 28 QUerdenKer extrem Na ja, also früher im Sport waren wir eine Jungengruppe von ca. 14 Jungs. Zwei wurden als Kapitäne ausgelost und mussten dann aus den restlichen zwölf zwei Mannschaften zusammenstellen. Ich war nicht nur der, der übrig blieb, sondern auch der, über den beide Mannschaftskapitäne gestritten haben, weil sie mich nicht wollten. Wenn Sie das immer wieder erleben, dann überträgt sich das auf die Persönlichkeit. Im Marathon hatte ich die Herausforderung meines lebens gefunden, um auch an meiner Persönlichkeit zu wachsen. Was hat sich an Ihrem Leben verändert, seit Sie regelmäßig Sport machen? Alles, die ganze Einstellung und Wertschätzung für das leben. Wenn man in unserer Gesellschaft groß wird, wächst man ja in einer ziemlichen Komfortzone auf, man hat keine Mangelerscheinungen. Als ich in Mexiko zehn Tage unterwegs war, 22 Stunden jeden Tag nonstop, hatte ich Momente, in denen ich so fertig war, dass ich mit Tränen in den Augen auf der Toilette saß. Trotzdem war mir klar, dass mich nur mein innerer Antrieb weiterbringt. Man lernt dabei, was materielle und was immaterielle Dinge wert sind. Oft werden einem einschränkungen gemacht. Wer schränkt Sie ein? Das gesellschaftliche leben. Man muss seinen Platz in der Gesellschaft finden und seine Brötchen verdienen. Ich würde das nicht negativ bewerten, sondern eher positiv. Es ist die Grundlage, dann kann man sich auch mal erlauben, nach den Sternen zu greifen, ohne dass man den Bodenkontakt verliert. Worauf kommt es denn an? Wir streben ja nach immer mehr. Als Kind will ich ein Fahrrad, dann ein Auto, später ein Flugzeug und wenn ich alt bin, die Pille der ewigen Jugend. Aber eigentlich machen materielle Dinge gar nicht glücklich, es wurde uns nur

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