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GEGEN DEN TREND
oder mit zum megatrend
Wie heißt es so schön, wenn es richtig rundläuft: „The trend is your
friend!“ doch muss man heute nicht die Märkte der Zukunft durch
eigene Trends selbst prägen, statt der Herde im knallharten Verdrängungswettbewerb
ständig hinterherzulaufen? nur, woher nehmen,
wenn nicht stehlen? den Trend dann doch lieber zum Megatrend
machen? nur, was ist ein Megatrend überhaupt?
Otmar Ehrl
Dieser unterscheidet sich von anderen Trends in dreierlei Hinsicht: im Zeithorizont,
in der Reichweite und in der Wirkungsstärke!
Zu den Megatrends gehören auch soziale Netzwerke. Viele Unternehmen
haben dies aber noch längst nicht erkannt. Denn die Grenzen von Branchen,
Märkten und Unternehmen lösen sich auf und es entstehen neue Märkte an
den Schnittstellen. Gleichermaßen bilden sich durch die Integration von Kunden,
Mitarbeitern und multidisziplinären Netzwerken in den Produktentwicklungs-
und Innovationsprozess völlig neue Wertschöpfungsnetze.
So wird Open Innovation das neue Paradigma. Es bedarf aber auch neuer Arbeits-
und Organisationsstrukturen, also flacher Hierarchien und einer stärkeren
Projektorientierung sowie der Nutzung der verteilten Intelligenz, um mit
Flexibilität und Spontaneität auf die dynamischen Märkte reagieren zu können.
Für die Implementierung von Open-Innovation-Prozessen bedarf es auch einer
kreativen und offenen Unternehmenskultur, also einer positiven Fehlerkultur, der Überwindung der “Notinvented-here”-Mentalität
und der Öffnung von Forschung und Entwicklung für „Außenseiter“! Die Querdenker
leisten hier mit der Ideenfabrik einen wesentlichen Beitrag. Es werden aber auch neue Rechtsstrukturen
und HR-Standards für das Information-Flow- und Border-
Management benötigt. Dabei kommt es aber auch auf die
richtige Balance zwischen Open Innovation und gewerblichen
Schutz- und Urheberrechten an. Denn die Zunahme
von Innovations-Partnerschaften und die erhöhte Fluktuation
von sehr gut ausgebildetem Personal erfordern neue
Strategien, um kritisches Wissen und Immaterialgüter (intellectual
property) zu halten. Eine Open-Innovation-Kultur
fordert von HR-Abteilungen die Förderung von unternehmensübergreifendem
Personalaustausch.
Ich wünsche Ihnen beim Querlesen nun wieder viele spannende
Impulse für den Blick über den Tellerrand und viel
Spaß dabei, die Schwarmintelligenz der Querdenker zu
nutzen. Denn nichts ist cleverer, als Trends mithilfe sozialer
Netzwerke selbst zu kreieren.
Ihr
DENKZETTEl