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Fokus >> ner der weltweit größten Anbieter von Audit-Lösungen ist für viele Audit-Programme akkreditiert. Typisierung von Audits Zur Typisierung von Audits werden verschiedene Kriterien herangezogen; ein Unterscheidungsmerkmal ist etwa der Gegenstand eines Audits. Entsprechend spricht man z.B. vom Qualitäts-Audit, Sozial-Audit oder Nachhaltigkeits-Audit. Ein Qualitäts-Audit ist eine systematische und unabhängige Untersuchung, um festzustellen, ob die qualitätsbezogenen Tätigkeiten und die damit zusammenhängenden Ergebnisse den Anforderungen entsprechen und ob diese Anforderungen wirkungsvoll umgesetzt wurden und geeignet sind, die Ziele zu erreichen. Hierbei wird das Qualitätsmanagement von Unternehmen bewertet. Beispiele: ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem), Intertek SQP (Supplier Qualification Program). Nachhaltigkeits- Audits fokussieren sich auf umweltpolitische Belange. Über- prüft werden z.B. z B die Ressourcen Ressourcen-Nutzung Nutzung, die Minimierung von Abfällen, die Sicherung und Verbesserung der Umweltqualität. Beispiele: ISO 14001 (Umweltmanagementsystem), Intertek TGI (Think Green Initiative). Während bei einem System-Audit ein komplettes System überprüft wird (zum Beispiel ein Qualitätsmanagementsystem), so wird bei einem Prozess-Audit nur ein bestimmter Prozess auditiert (zum Beispiel der Beschaffungsprozess oder der Produktionsprozess p – als Bestandteil des Q QQualitäts- managementsystems). Bei einem Produkt-Audit wird, wie der Name schon sehr deutlich sagt, ein Produkt auditiert. Das Sozial-Audit ist ein Verfahren zur Bewertung von Unternehmensleistung und -verhalten sowie zur Messung deren Wirkung auf die Gesellschaft. Das Sozial-Audit kann eingesetzt werden, um ein Maß für die soziale Verantwortung eines Unternehmens zu erstellen. Beispiele: BSCI, SMETA, Intertek WCA (Workplace Condition Assessment). Initiativen von Unternehmen und Branchen Audit-Programme können für unterschiedliche Industrien genutzt werden, es gibt aber auch branchen- oder industriespezifische Audits. Einige Großunternehmen haben eigene Audit-Programme entwickelt, die oft Module unterschiedlicher Audit-Gegenstände beinhalten und sich auf die Themen und Produkte der Unternehmen beziehen. Beispiele hierfür: Die Audit-Programme von Coca Cola und McDonald´s. Oder die „Together for Sustainability“- Kampagne der chemischen Industrie, die 2011 von den Chemieunternehmen BASF, Bayer, Evonik Industries, Henkel, Lanxess und Solvay gegründet wurde, um die Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu verbessern. Inzwischen sind auch Akzo Nobel, Arkema, Brenntag, Clariant, covestro, DSM, DuPont, Eastman, IFF, Merck, syngenta und Wacker der Initiative beigetreten. 26 PSI Journal 11/2016 www.psi-network.de Markt fordert saubere Produkte Gerade in den letzten Jahren sind neben Produktsicherheit und -qualität auch die Arbeitsbedingungen in den Fabriken der Produktionsländer in den Fokus geraten. Viele multinationale Konzerne und Hersteller aus den Industrieländern lassen in sogenannten Sweatshops produzieren, um die Lohnstückkosten zu senken. Dort arbeiten Menschen für Billiglöhne, ohne Verträge, Arbeits- und Krankenschutz und teilweise unter katastrophalen (Sicherheits-) Bedingungen. Die rücksichtslose und menschenverachtende Ausbeutung, gegen die die Arbeiterbewegungen zu Beginn der Industrialisierung in Europa mit Erfolg gekämpft haben, existiert in weiten Teilen der Welt bis heute weiter – in der Industrie, aber auch in der Landwirtschaft. Sehr langsam etabliert sich jedoch ein gewisses Verbraucherbewusstsein: Produkte, die unter solchen Umständen produziert wurden, möchte man nicht mehr kaufen, die Nachfrage nach „sauberen“ Produkten steigt. Immer mehr Konzerne sehen sich in der Pflicht, ihre Lieferkette zu überprü- fen und und lassen ihre ihre Lieferanten Lieferanten auditieren auditieren – auch auch wenn sie sie es nicht sonderlich ernst meinen und diese Aufgabe auch nicht besonders ernst nehmen. Aber der Druck der Verbraucher und des Marktes wächst und da zählt allein das Ergebnis. Auch wenn es am Ende nur einem Bruchteil der Menschen bessergeht als zuvor, ist schon etwas gewonnen. Ein gangbarer Weg, um dies zu erreichen, sind Sozial-Audits. Corporate Social Responsibility (CSR) CSR ist ein aus dem Anglo-Amerikanischen kommender (normativer) Schlüsselbegriff der Unternehmensethik, der die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen aufspannt. CSR wird dabei in Wissenschaft und Praxis höchst unterschiedlich interpretiert. CSR wird dabei weniger als klares Managementkonzept, sondern als Leitidee verstanden, die unternehmensspezifisch zu konkretisieren ist. (http://wirtschaftslexikon.gabler.de) Bei CSR geht es darum, wie Gewinne erwirtschaftet werden und nicht, was mit ihnen geschieht. Es geht nicht um Stiften, Spenden, Sponsern oder so genannte gute Taten. CSR ist anders als Corporate Citizenship (CC) keine zusätzliche Aktivität, sondern eine Art, das Kerngeschäft zu betreiben: umweltverträglich, ethisch und sozial verantwortlich und zugleich ökonomisch erfolgreich. Das betonen Wissenschaftswissenschaftler ebenso wie die EU-Kommission. Es bedeutet, so nachhaltig wie möglich zu wirtschaften. Für unternehmerische Verantwortung sind neue Geschäftsmodelle erforderlich. CSR fordert freiwillige Maßnahmen und eine Neuorientierung des Kerngeschäfts auf Nachhaltigkeit, die sowohl im Inland, als auch im Ausland deutlich über gesetzliche Vorgaben hinaus gehen. (www.nachhaltigkeit.info)

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