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www.psi-network.de PSI Journal 6/2016 sagten Jahre 1866 ein Geschäft für Dekorationsartikel und Tapeten. Mit der Kaiserproklamation und Gründung des deutschen Reichs 1871 wird die schwarz-weiß-rote Reichsfahne eingeführt. Dies bedeutet für die noch junge Firma größeren Umsatz und eine erweiterte Geschäftstätigkeit. Ab 1880 werden insgesamt fünfzehn Hoflieferantenprädikate erworben, was das Renommee des Betriebs weiter steigert. 1884 stirbt der Gründer Josef Meyer. Dessen 22-jähriger Sohn Rudolf Meyer übernimmt mit seinem Bruder Cäsar die Firmenleitung. 1906 errichtet man einen zweiten Erweiterungsbau, wo weitere Maschinen platziert werden, insbesondere Bleichkufen, Färbmaschinen, Waschtrommeln, Zentrifugen und ähnliches. Zwei Jahre später werden eine eigene Schreinerei und Schlosserei angegliedert. Nach dem Tod des Bruders (1909) wird Dr. Rudolf Meyer Alleininhaber des Unternehmens. 1911 folgt mit dem Beginn des Flaggendrucks durch chemisches Dampfdruckverfahren mit Handdruckformen ein bedeutender technischer Fortschritt. Nach dem ersten Weltkrieg kann das Unternehmen auf dem Höhepunkt der Inflation (1923) eigenes Fabrikgeld – sogenannte Lohnschecks – mit behördlicher Zustimmung ausgeben. Als sich die Währung 1924 wieder stabilisiert, errichtet man eine eigene Flaggentuchweberei mit 100 Webstühlen in Bonn-Beuel. Im November 1928 werden die zu klein gewordenen Fabrikräume verlassen. Das Hauptwerk siedelt nun in die ausgebauten Gebäude in den Rheindorferstraße 224 über. Zu den weiteren Modernisierungsmaßnahmen im Folgejahr zählt die Einführung von Filmdruckverfahren. ENTWICKLUNG NACH 1945 Nach dem Einschnitt durch den zweiten Weltkrieg wird 1946 das Hauptwerk wiedererrichtet. In diesem Jahr beginnt auch die Flaggenherstellung. Es geht wieder auff wärts. Ein vergrößerter Betrieb erfordert 1955 moderne Shedbauten für Bleicherei, Färberei und Wäscherei zur Entlastung anderer Räume. Anfang der 1960er Jahre erfolgt die Automatisierung des Siebdrucks. Jean-Bernard Doublet leitet das Unternehmen seit 2012. Als Bonner Fahnenfabrik erarbeitet sich das Unternehmen in den weiteren Jahrzehnten großes Ansehen als Fertigungsspezialist. Nächster bemerkenswerter Schritt ist 1998 die Automatisierung der Siebherstellung mit einer Anlage des Präzisionsmaschinenproduzenten Lüscher. Die Belichtung der Siebe seit 2006 durch Spezialmaschinen der CST GmbH verfeinert die Fertigung weiter. Vorher allerdings schon (2002) wird der Digitaldruck als Erweiterung zum Siebdruck in die Produktion mit aufgenommen. Die nächste große Zäsur erfolgt im November 2011, als die Bonner Fahnenfabrik in die Insolvenz geht. Doch im April 2012 übernimmt Doublet das Traditionsunternehmen. Ab diesem Zeitpunkt heißt die Firma BOFA – Doublet GmbH und wird fortan von Jean-Bernard Doublet geleitet. NEUE IMPULSE MIT DOUBLET Beschränkte das Sortiment der ehemaligen Bonner Fahnenfabrik sich hauptsächlich auf Fahnen und Flaggen und in den letzten Jahren der „alten“ Firma noch auf leicht 61

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