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16 FOKUS PSI Journal 5/2016 www.psi-network.de zurück, weil sie hofften, im Immobilienbereich mehr Geld zu verdienen. Dort haben wir jetzt eine Blase am Markt, eigenes und fremdes Kapital ist verbrannt. Auch im Bankenbereich sind extrem faule Kredite im Umlauf. Zuletzt wurden die Devisenreserven um mehr als 100 Milliarden Dollar pro Monat abgebaut. Es fehlt ein Krisenmanagement, selbst auf Staatsseite. Man denke nur an das Aussetzen des Börsenhandels nach dem letzten Kurssturz. SONDERPRODUKTION SCHWIERIGER In der Konsequenz sind in der Zusammenarbeit mit China Probleme entstanden, die es früher gar nicht gab. Das Risiko von Ausfällen sogar nach Anzahlung von Aufträgen oder während der Produktion steigt aus unserer Sicht ungemein. Die Sonderproduktion gestaltet sich zunehmend schwierig aufgrund von Problemen innerhalb der chinesischen Firmen. Das kann sich konkret in plötzlichen Preiserhöhungen manifestieren. Möglicherweise bekommt der Produzent dann kein Geld mehr von den Banken oder die Löhne haben sich erhöht. Unser Problem dabei: Diese Preissteigerungen kann der Händler nicht an den Kunden weitergeben, da die Preisgestaltung mit Auftragsabschluss fix ist. In China kann man zudem nichts einklagen, der Auftraggeber ist also in gewisser Weise erpressbar. Einige Hersteller bekommen schon bei ihrer Bank kein Geld mehr auf L/C und wollen deshalb auch keine annehmen. STARKE SCHWANKUNGEN ERWARTET Ich denke, irgendwann wird man auf die Zahlung mit RMB umstellen, der dann massiv abgewertet sein wird, um indirekt die Lohnstückkosten zu verringern. Dann würden natürlich auch die Importe wieder sehr viel teurer. Aus meiner Sicht wird es auch künftig starke Schwankungen geben, die einige Firmen nicht überleben – und zwar mehr, als man denkt. »Aus meiner Sicht gibt es keine gravierenden Änderungen.« SASCHA THIELEN, TLN Wir verzeichnen aktuell keine gravierenden Veränderungen, die uns betreffen. Dass das Wachstum ein wenig zurückgeht, war zu erwarten und ist meiner Ansicht nicht weiter schlimm. LIQUIDITÄT IST EIN THEMA BEI LIEFERANTEN In China findet zurzeit eine gewisse Marktbereinigung statt, in dem Sinne, dass es kleinere Anbieter oder auch solche mit schlechterem Service schwer haben. Auch das wirkt sich auf unser Geschäft nicht weiter aus, da wir mit unseren Partnern seit mehr als 10 Jahren zusammenarbeiten. Wir stellen jedoch fest, dass einige Lieferanten erleichtert sind, wenn unsere Zahlung schnell erfolgt. Ich denke, Liquidität ist bei manchen Produzenten aktuell schon ein Thema. Aber auch hier sind wir wenig betroffen, da wir in aller Regel den größten Teil erst bezahlen, wenn die Ware bei uns ist. Insgesamt läuft die Zusammenarbeit insbesondere mit unseren Stammpartnern sehr gut. OFFENES UND FAIRES MITEINANDER WICHTIG Aus meiner Sicht wichtig: Wir stehen wie schon immer in regem Kontakt mit unseren chinesischen Partnern und tauschen uns über die Marktsituation regelmäßig aus. Ein offenes und faires Miteinander ist der beste Weg, denn so können auch die ab und an auftretenden Herausforderungen in aller Regel gemeistert werden. »Seit einigen Jahren bauen wir eine Qualitätsproduktion auch außerhalb von Mainland China auf.« RALF OSTER, PF CONCEPT INTERNATIONAL B.V. PF Concept unterhält enge und langjährige Geschäftsbeziehungen mit China. Aus unserer Sicht gab es in den letzten Jahren jedoch spürbare Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Die Personalkosten sind signifikant gestiegen und damit verbunden gab es eine Verschiebung der Fabrikation eher in den Nordosten des Landes, wo noch eine moderatere Lohnsituation vorherrscht. Dennoch stellen wir auch eine Erhöhung des Streikrisikos fest. POSITIVE ENTWICKLUNGEN Sehr positiv anzumerken ist eine deutliche Verbesserung der Compliance Responsibility Situation sowie insgesamt die Qualität der Produkte. Zudem ist die Produktion selbst flexibler geworden und Preisverhandlungen sind in kürzeren Intervallen möglich. Dies führt wiederum zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit unserer Angebote im europäischen Markt.

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