Get the FLASH PLAYER to view this magazine:

Get Adobe Flash player

- or -

View as HTML version

www.psi-network.de PSI Journal 5/2016 zit als Ziel formuliert. Hierzu müsste die Wirtschaft jedoch weit stärker geöffnet werden als bisher, stellt die Europäische Handelskammer fest. Die Kammer sieht in der Regierungs-Agenda große Widersprüche zwischen Reform und Abschottung und zeigt sich besorgt, dass der Reformschwung verloren gehen könnte. Als Beispiel wird der Internetsektor genannt: Einerseits soll die Internetwirtschaft künftig eine größere Rolle spielen, viele Branchen wie zum Beispiel Banken, Versicherungen und das Gesundheitswesen sollen noch stärker digitalisiert werden. Andererseits verschließt sich China gerade in diesem Sektor komplett vor ausländischen Unternehmen. UMBAU VON STAATSUNTERNEHMEN UND FINANZSEKTOR Als besondere Herausforderung wird der Umbau der Staatsunternehmen gesehen. Sie gelten als wenig effizient und korruptionsanfällig und sollen marktwirtschaftlicher arbeiten, um für privates Kapital interessant zu werden. Allerdings wird es keine Privatisierungen in unserem Sinne geben, der Staat wird weiterhin großen Ein- DIE WICHTIGSTEN WIRTSCHAFTLICHEN PROBLEME CHINAS Überkapazitäten Fast alle wichtigen Industriezweige produzieren zuviel. Staatsunternehmen werden vielfach nur mit Krediten am Leben erhalten. Um die Überkapazitäten abzubauen, sollen fünf bis sechs Millionen Arbeiter in solchen Fabriken entlassen werden. Auch Berg- und Stahlwerke sollen in großem Umfang geschlossen werden. Die Massenentlassungen führen zu verstärkten sozialen Problemen und könnten auch die Stabilität gefährden. Deshalb warnen die Lokalregierungen vor allzu drastischen Schritten. Aktienmarkt Zwischen Sommer 2014 und 2015 stieg der Leitindex der Shanghaier Börse um über 150 Prozent. Die Blase platzte und seit Mitte 2015 haben sich die Kurse nahezu halbiert. Die Regierung war mit der Bewältigung der Krise überfordert und setzte auf die falschen Maßnahmen, personelle Konsequenzen folgten. Das Vertrauen der Anleger ist erst einmal verspielt, auch wenn sich die Situation inzwischen wieder beruhigt hat. Währung Innerhalb eines Jahres hat der chinesische Yuan um rund fünf Prozent gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren, die Furcht vor einem längeren Abwärtstrend ist groß. Die Zentralbank stützte den Yuan mit Devisenverkäufen und will an dieser Strategie wohl weiter festhalten, obwohl die Devisenreserven stark schrumpfen. Man habe in der Geldpolitilk weiterhin einigen Spielraum und die entsprechenden Werkzeuge, um sich dem Abwärtstrend entgegenzustellen, sagte der Chef der chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaouchan, anlässlich der G20-Konferenz Ende Februar in Shanghai. Er sprach sich gegen eine Abwertung des Yuan aus. Verschuldung Chinas Verschuldung steigt in beachtlichem Tempo und hat sich seit 2007 mehr als verdoppelt. Vor allem Staatsunternehmen und Provinzregierungen häufen Schulden an, um die Wirtschaft zu unterstützen. Dennoch bewerten Ökonomen die Staatsverschuldung als noch relativ niedrig. Sie trauen der Konjunkturpolitik noch viel zu.

Page 1
Page 2
Page 3
Page 4
Page 5
Page 6
Page 7
Page 8
Page 9
Page 10
Page 11
Page 12
Page 13
Page 14
Page 15
Page 16
Page 17
Page 18
Page 19
Page 20
Page 21
Page 22
Page 23
Page 24
Page 25
Page 26
Page 27
Page 28
Page 29
Page 30
Page 31
Page 32
Page 33
Page 34
Page 35
Page 36
Page 37
Page 38
Page 39
Page 40
Page 41
Page 42
Page 43
Page 44
Page 45
Page 46
Page 47
Page 48
Page 49
Page 50
Page 51
Page 52
Page 53
Page 54
Page 55
Page 56
Page 57
Page 58
Page 59
Page 60
Page 61
Page 62
Page 63
Page 64
Page 65
Page 66
Page 67
Page 68
Page 69
Page 70
Page 71
Page 72
Page 73
Page 74
Page 75
Page 76
Page 77
Page 78
Page 79
Page 80
Page 81
Page 82
Page 83
Page 84
Page 85
Page 86
Page 87
Page 88
Page 89
Page 90
Page 91
Page 92
Page 93
Page 94
Page 95
Page 96
Page 97
Page 98
Page 99
Page 100
Page 101
Page 102