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www.psi-network.de PSI Journal 5/2016 des und stetiges Wachstum allerdings, wie gerne betont wird. Der wirtschaftliche Wandel, der sich seit einiger Zeit in China vollzieht, war ebenso vorhersehbar wie notwendig. Denn spätestens seit März 2013, als die 5. Führungsgeneration in Peking an die Macht kam, wurde zugegeben, dass das bisherige Entwicklungsmodell nicht nachhaltig ist. Denn das über drei Jahrzehnte andauernde Wirtschaftswunder, das zuletzt in zweistelligen Wachstumsraten gipfelte, hat nicht nur ökonomische, sondern auch schwere soziale und ökologische Probleme generiert, die sich noch weiter verschärfen werden. NOCH IMMER KEINE MARKTWIRTSCHAFT Dass China 2001 der Welthandelsorganisation WHO beigetreten war, hatte das Wachstum nochmals beflügelt: Handelsbeschränkungen wurden zum Teil abgebaut und im Gegenzug konnten ausländische Märkte erschlossen werden. Infolgedessen hat sich in den letzten zwölf Jahren der Außenhandel Chinas mehr als verzehnfacht. Viele Länder haben von der außergewöhn- lichen Dynamik der chinesischen Wirtschaft profitiert und tun dies bis heute, denn noch immer gehen allein durch die Größe der Volkswirtschaft nicht unerhebliche Wachstumsimpulse von China aus. Der Beitritt zur WHO war ein klares Zeichen der Öffnung und Wiedereingliederung des Landes in die globale Weltwirtschaft. Allerdings haben sich nicht alle Erwartungen der internationalen Gemeinschaft erfüllt, denn viele Wirtschaftsbereiche stehen noch immer unter staatlicher Kontrolle und die notwendigen Reformen lassen auf sich warten. Nach europäischer Einschätzung erfüllt China nur einen Bruchteil der Voraussetzungen, um als Marktwirtschaft anerkannt zu werden. Neben der Gleichbehandlung von Unternehmen und dem Abbau staatlicher Eingriffe gehören auch der Schutz geistigen und materiellen Eigentums zu den Forderungen, die nur allzu zögerlich umgesetzt werden. Gerade in zentralen Bereichen wie der Neustrukturierung der staatseigenen Betriebe oder der Fiskalreformen sei bisher noch zu wenig passiert, kritisiert das Auswärtige Amt. HANDELSPARTNER CHINA Die EU ist der größte Handelspartner Chinas, innerhalb Europas nimmt Deutschland die führende Stelle ein. Umgekehrt ist China der drittwichtigste Handelspartner Deutschlands weltweit. Zahlen, die den Erfolg einer deutsch-chinesischen Wirtschaftskooperation deutlich machen, die sich seit über 35 Jahren stetig weiterentwickelt hat. Nach Angaben der deutschen Außenhandelskammer in Peking (AHK) sind mehr als 5.200 deutsche Unternehmen in China aktiv und damit für mehr als eine Million Arbeitsplätze verantwortlich. Seit 1990 verdoppelte sich das Handelsvolumen zwischen Deutschland und China nahezu alle fünf Jahre. Deutsche Investitionen in China stiegen ebenfalls kontinuierlich bis auf rund 50 Milliarden Euro im Jahr 2015. Mit einem Anteil von fünf Prozent am deutschen Export ist China für Deutschland zwar ein wichtiger, jedoch kein erstrangiger Handelspartner. Die deutschen Exporte nach China sind 2015 das erste Mal seit zehn Jahren gesunken, auch Chinas Exporte sind eingebrochen. Die eu- 9

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