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www.psi-network.de PSI Journal 5/2016 EDITORIAL CHINA IM WANDEL Vorweg sei gesagt: China treibt nicht, China verfolgt eine streng egoistische Strategie. Man will mehr globale Macht, aber wenig globale Verantwortung. Neben der internen Strategie „go west“, die mehr und mehr Produktion ins Landesinnere verlegen soll, will China weg von der Werkbank der Welt hin zum High-Tech-Standort, weg von der Produktion hin zur Dienstleistung und weg von der staatlichen Investition und Subvention stärker hin zum inländischen Konsum. Kein einfacher Weg, wenn man gleichzeitig von einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum des vergangenen Jahrzehnts von 9,9 Prozent auf heute nur noch knapp 7 Prozent zurückfällt und für die Mitte des kommenden Jahrzehnts schon die 5 Prozent als realistisch ansieht. Gleichzeitig klaf- klaf fen Energiegewinnung und -verbrauch immer mehr auseinander. Löhne steigen, die Ungleichheit der Bevölkerung nimmt dramatische Züge an, die Korruption blüht, die Auslandsnachfrage sinkt seit der Finanzkrise und die Umweltprobleme werden der Bevölkerung mehr und mehr bewusst. Die Auswirkungen von Smog sind schon die vierthäufigste Todesursache im Land. Keine leichte Aufgabe also für die Mächtigen in Partei und Verwaltung, deren einziges Geschäftsmodell bisher Manfred Schlösser die Auslandsnachfrage war. Auch für die internationale Werbeartikelwirtschaft ist China mit weitem Vorsprung der Hauptlieferant. Keine leichte Zukunftsaufgabe also auch für eine Branche, deren Margen immer mehr durch die unterschiedlichsten Gründe unter Druck geraten: höhere Einkaufspreise, steigende Steuerbelastung, mehr und mehr Compliance-Regeln, mehr und mehr wirtschaftliche Konzentration. Aber es gibt auch Chancen in diesem Wandel (s. Fokus ab Seite 8). Nachhaltigkeitsstreben und wachsender Wunsch nach Qualitätsprodukten gibt europäischen Produzenten besonders an den wirtschaftlich schwächeren Rändern oder bei den EU-Nachbarn neue Chancen. Marokko und Portugal waren einst hervorragende Textil-Lieferanten. Die Türkei hat sich in diesem Bereich enorm entwickelt. Der Osten Europas geht eher in Richtung technische Innovation. Aber auch aus China kommen mit sich wandelndem Bewusstsein qualitativ bessere und vor Ort entwickelte Produkte ins Angebot. Und China wird weiterhin für Überraschungen gut sein, darauf kann man sich verlassen. Die Kunden der Werbeartikelwirtschaft wird das freuen und somit uns auch. Wenn tradierte Wege verlassen oder zumindest reformiert werden, dann gibt es Platz für neue Entwicklungen. Die Werbeartikelwirtschaft ist – vor allem auf der Lieferantenseite – gut vernetzt und wird das Beste daraus machen. Freuen wir uns also auf Neues. In diesem Sinne Manfred Schlösser Chefredakteur PSI Journal Ihre Meinung: schloesser@edit-line.de 1/3 1

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