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82 MEINUNG WIR LIEFERN NUR GUTE WARE Das Thema Werbeartikel gewinnt für Prüfungsunternehmen wie TÜV oder Intertek immer mehr an Bedeutung. Grund hierfür ist das wachsende Sicherheits- und Qualitätsbewusstsein der global aktiven Großunternehmen. Ja, es sind speziell die Großunternehmen der Automobil-, Nahrungsmittel- oder auch der Chemieindustrie, die von ihren bisherigen Konzepten – dem Lieferant von Werbeartikeln alles zu glauben, was er verspricht – Abstand nehmen. Warum? Weil sie reichlich negative Erfahrungen gemacht haben. Die große Herausforderung für global aufgestellte Großabnehmer von Werbeartikeln sind die unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen an Werbeartikel in den einzelnen Absatzmärkten. Diese Erkenntnis setzt sich im Markt immer mehr durch. Kunden wie zum Beispiel Nestlé bitten bei der Qualitätssicherung ihrer Werbeartikel zunehmend externe Dienstleister um Unterstützung. In der Vergangenheit suchte ich immer wieder das Gespräch mit PSI-Mitgliedern, um auf die Notwendigkeit hinzuweisen, Qualitätssicherungskonzepte einzuführen. Immer wieder waren es Mittelständler, die mit den gleichen Sprüchen antworteten: „Wir kennen unsere Lieferanten seit Jahren, die liefern nur gute Ware.“ Oder: „Wir bekommen immer Konformitätserklärungen von unseren Lieferanten, die bestätigen, dass alle Anforderungen eingehalten werden.“ Kaum ein Unternehmen fasst das Thema Qualitätssicherung wirklich an. Immer wieder hörte ich: Zu teuer, zu viel Auff wand, brauchen wir nicht… Bei diesen Äußerungen spielt der Kampf um Preis und Margen eine große Rolle. Kann dies eine Entschuldigung sein? Sicher nicht. Ein großer Lieferant gab mir kürzlich den Hinweis, dass er am liebsten einigen Unternehmen die Prüfbehörden ins Haus schicken würde, da keines ihrer Produkte die notwendigen Zertifikate oder »Wer Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit nicht ernsthaft umsetzt, verspielt eine große Chance.« PSI Journal 4/2016 www.psi-network.de Prüfsiegel aufweise. Dadurch können die Produkte günstiger angeboten werden. Sauber geprüfte und zertifizierte Werbeartikel haben dann oft keine Chance mehr in diesem unfairen Wettbewerb. Die Branche muss aufpassen. Gerade in Zeiten der Veränderung und in einer Phase, in der es wirtschaftlich wieder bergauf geht (und das tut es!), werden diese vermeintlichen „Kavaliersdelikte“ immer gefährlicher und können das Image der Branche schädigen. „Es wird uns Müll geliefert“, habe ich gestern beispielsweise von einem Marktführer der Lebensmittelindustrie gehört. „Wenn ich von meinem deutschen Lieferanten Prüfdokumente anfordere, erhalte ich maximal eine Bestätigung von seinem chinesischen Lieferanten, dass alles ok ist.“ Diese Praktiken werden insbesondere den kleineren Unternehmen unserer Branche Schaden zufügen. Laut Bundesverband „Industrie Kommunikation“ sind im letzten Jahr die Etats der deutschen B2B-Unternehmen um über 30 Prozent gewachsen. Webeartikel spielen bei der Aufteilung der Budgets neben Messen, Produktinformationen, Web und Print die wichtigste Rolle. Wieder eine große Chance für die Branche, die nicht durch die Nachlässigkeit bei gesetzlichen Vorgaben und Nachhaltigkeitsthemen verspielt werden sollte. Es grüßt Sie Michael Freter Herausgeber PSI Journal Geschäftsführer PSI michael.freter@psi-network.de

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