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www.psi-network.de PSI Journal 3/2011
KONJUNKTURUMFRAGE
FIRMEN FÜRCHTEN STEIGENDE ROHSTOFFPREISE
Immer mehr Unternehmen bewerten die steigenden Energie- und Rohstoffpreise als
größtes Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten.
Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages
(DIHK) unter 28 000 Unternehmen hervor. Danach betrachten drei Viertel der
befragten Industriebetriebe die enormen
Teuerungsraten der Ressourcen
als Gefahr Nummer eins. Mit der Erholung
der Weltwirtschaft haben die
Preise für Öl, Gas, Kohle, Eisenerz, Kupfer
und Aluminium deutlich angezogen.
Die Rohstoffrechnung für die deutsche
Wirtschaft dürfte nach Berechnungen
des DIHK in diesem Jahr um
mehr als 40 Milliarden Euro höher ausfallen
als 2009. Das kommt einem Anstieg
von mehr als 40 Prozent gleich.
DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin
Wansleben schätzt, dass die Unternehmen
nur einen Teil davon an die Verbraucher
weitergeben können. „Den
Rest müssen sie aus ihren Gewinnen
bestreiten“, sagte er dem „Handelsblatt“.
Insgesamt geht der DIHK davon
aus, dass die steigenden Energie- und
Rohstoffpreise in den kommenden Monaten
eine noch bessere Konjunkturentwicklung
verhindern werden. <
WARENVERKEHR
DEUTSCHLAND: CHINA WICHTIGSTER LIEFERANT
Viele Unternehmen der Branche
haben im vergangenen Jahr
ihre Produkte aus China bezogen
und damit dazu beigetragen, dass
die Volksrepublik 2010 zu Deutschlands
wichtigstem Warenlieferanten
aufgestiegen ist. Das bestätigen die
Zahlen der Großbank Unicredit.
Laut dem Unternehmerportal Markt
und Mittelstand erreichten sowohl
die Importe aus China als auch die
deutschen Exporte nach China Rekordwerte: So legten die Importe nach Schätzungen
der Unicredit-Experten im vergangenen Jahr um 32 Prozent zu. Das komme dem stärksten
Anstieg seit 17 Jahren gleich. Zugleich kletterten die deutschen Ausfuhren nach
China um 40 Prozent. Zu den gefragtesten Importartikeln aus China zählten 2010 Textilien
sowie Datenverarbeitungs- und Elektrogeräte. <
INFORMATIONSPLATTFORM
NEUE WEBSITE INFORMIERT
ÜBER CE-KENNZEICHNUNG
Die Europäische Kommission hat eine
neue Informationsplattform zur
CE-Kennzeichnung gelauncht. Unter http://
ec.europa.eu erhalten Hersteller, Importeure
und Händler maßgeschneiderte
Informationen zu dem Konformitätszeichen.
So werden Hersteller etwa in einer
Schritt-für-Schritt-Anleitung an das Thema
herangeführt – von den gesetzlichen
Bestimmungen für ihre Produkte bis hin
zum Anbringen der CE-Kennzeichnung. Das
Konformitätszeichen wurde vor über 15
Jahren geschaffen, um den freien Warenverkehr
zu erleichtern und die Verbraucher
zu informieren. Mit dem Anbringen eines
CE-Zeichens auf einem Produkt übernimmt
der Hersteller die volle Verantwortung
dafür, dass es mit den geltenden europäischen
Rechtsvorschriften übereinstimmt.
Einige Produkte können in der EU nur mit
CE-Zeichen vermarktet werden. Dazu
zählen beispielsweise Computer, Spielzeug
und elektrische Geräte. Bei in der EU
hergestellten Produkten ist der Hersteller
dafür verantwortlich, die Konformitätsbewertung
durchzuführen, technische
Unterlagen zu erstellen, die EG-Konformitätserklärung
abzugeben und die CE-Kennzeichnung
an dem Produkt anzubringen.
Händler müssen prüfen, ob die CE-Kennzeichnung
und die notwendige technische
Dokumentation vorhanden sind. Wird das
Produkt aus einem Drittland eingeführt,
muss sich der Importeur vergewissern,
dass der außerhalb der EU ansässige
Hersteller die erforderlichen Maßnahmen
ergriffen hat und die entsprechende
Dokumentation auf Anfrage erhältlich ist. <
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