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BRANCHE
AKTUELLE BRANCHENTHEMEN
IM FOKUS
Zu diesen Themen, die auch in der Eröffnungpressekonferenz
aufgegriffen wurden,
gehören neben der aktuellen Lage der Werbeartikelwirtschaft
auch die Problematik
der steuerlichen Absetzbarkeit in Deutschland,
die geplante Werbewirkungsstudie
sowie die Entwicklung des internationalen
Marktes mit Schwerpunkt China. „Werbeartikel
haben ihre dritte Position bei den
Werbeausgaben nach Print und TV-Werbung
eindrucksvoll ausgebaut“, interpretierte
der GWW-Vorsitzende Patrick Po-
Michael Freter,
PSI Geschäftsführer
litze anlässlich der Pressekonferenz die
jüngsten Marktforschungsergebnisse. Allerdings
seien werbetreibende Unternehmen
zunehmend verunsichert durch die
aktuelle Gesetzeslage, die nach wie vor die
Wertgrenze der steuerlichen Absetzbarkeit
auf 35 Euro festschreibt. 17 Prozent der
Unternehmen würden bei einer höheren
Freigrenze verstärkt auch höherwertige
Werbeartikel einsetzen. Daher forderte Politze
im Namen des GWW: „Die Entscheidungswillkür
der Finanzbehörden in Bezug
auf etwaige Aufzeichnungspflichten
muss ein Ende haben. Wir brauchen eine
Frank Diesing,
DIMA Marktforschung
Patrick Politze,
GWW-Vorsitzender
PSI Journal 2/2011 www.psi-network.de
bundeseinheitliche Preisgrenze, ab der Verwendungsnachweise
zu führen sind. Sachzuwendungen
bis zehn Euro sollten als
Streuwerbeartikel anerkannt werden. Die
Neupositionierung im Steuerrecht mit der
Anerkennung als Betriebsausgabe ist längst
überfällig.“ Politze appellierte an die anwesenden
Branchenvertreter, mit diesen
Anliegen an die regionalen Politiker heranzutreten
und den Beitrag von 50 Euro für
die Lobbyarbeit an das PSI zu entrichten.
WERBEWIRKUNGSSTUDIE LIEFERT
ARGUMENTE
Dass Werbeartikel direkter und nachhaltiger
wirken als andere Werbeformen, ist
das Ergebnis der explorativen Vorerhebungen
zur ersten repräsentativen Werbewirkungsstudie.
Wie Frank Diesing, Geschäftsführer
der Mannheimer DIMA Marktforschung
GmbH, die mit der Durchführung
beauftragt ist, darlegte, wird die Studie
erstmals konkrete Reichweiten liefern,
anhand derer Werbeartikel mit anderen
Werbeformen vergleichbar werden. Demnach
wird die Branche in naher Zukunft
über schlagkräftige Argumente „pro Werbeartikel“
verfügen, die sie gegenüber der
Politik und in Kundengesprächen einsetzen
kann. Wie sehr der Werbeartikel neben
der konjunkturellen Entwicklung der
Euro-Zone auch von internationalen Handelspartnern
abhängt, zeigte Thomas Selter
im Rahmen der Messeeröffnung auf.
Am Beispiel Chinas erläuterte der Branchenkenner,
wie die steigenden Löhne und
Sozialstandards in Asien als Preistreiber
bei Importen wirken. <
Thomas Selter,
Gustav Selter GmbH & Co. KG