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38 BRANCHE AKTUELLE BRANCHENTHEMEN IM FOKUS Zu diesen Themen, die auch in der Eröffnungpressekonferenz aufgegriffen wurden, gehören neben der aktuellen Lage der Werbeartikelwirtschaft auch die Problematik der steuerlichen Absetzbarkeit in Deutschland, die geplante Werbewirkungsstudie sowie die Entwicklung des internationalen Marktes mit Schwerpunkt China. „Werbeartikel haben ihre dritte Position bei den Werbeausgaben nach Print und TV-Werbung eindrucksvoll ausgebaut“, interpretierte der GWW-Vorsitzende Patrick Po- Michael Freter, PSI Geschäftsführer litze anlässlich der Pressekonferenz die jüngsten Marktforschungsergebnisse. Allerdings seien werbetreibende Unternehmen zunehmend verunsichert durch die aktuelle Gesetzeslage, die nach wie vor die Wertgrenze der steuerlichen Absetzbarkeit auf 35 Euro festschreibt. 17 Prozent der Unternehmen würden bei einer höheren Freigrenze verstärkt auch höherwertige Werbeartikel einsetzen. Daher forderte Politze im Namen des GWW: „Die Entscheidungswillkür der Finanzbehörden in Bezug auf etwaige Aufzeichnungspflichten muss ein Ende haben. Wir brauchen eine Frank Diesing, DIMA Marktforschung Patrick Politze, GWW-Vorsitzender PSI Journal 2/2011 www.psi-network.de bundeseinheitliche Preisgrenze, ab der Verwendungsnachweise zu führen sind. Sachzuwendungen bis zehn Euro sollten als Streuwerbeartikel anerkannt werden. Die Neupositionierung im Steuerrecht mit der Anerkennung als Betriebsausgabe ist längst überfällig.“ Politze appellierte an die anwesenden Branchenvertreter, mit diesen Anliegen an die regionalen Politiker heranzutreten und den Beitrag von 50 Euro für die Lobbyarbeit an das PSI zu entrichten. WERBEWIRKUNGSSTUDIE LIEFERT ARGUMENTE Dass Werbeartikel direkter und nachhaltiger wirken als andere Werbeformen, ist das Ergebnis der explorativen Vorerhebungen zur ersten repräsentativen Werbewirkungsstudie. Wie Frank Diesing, Geschäftsführer der Mannheimer DIMA Marktforschung GmbH, die mit der Durchführung beauftragt ist, darlegte, wird die Studie erstmals konkrete Reichweiten liefern, anhand derer Werbeartikel mit anderen Werbeformen vergleichbar werden. Demnach wird die Branche in naher Zukunft über schlagkräftige Argumente „pro Werbeartikel“ verfügen, die sie gegenüber der Politik und in Kundengesprächen einsetzen kann. Wie sehr der Werbeartikel neben der konjunkturellen Entwicklung der Euro-Zone auch von internationalen Handelspartnern abhängt, zeigte Thomas Selter im Rahmen der Messeeröffnung auf. Am Beispiel Chinas erläuterte der Branchenkenner, wie die steigenden Löhne und Sozialstandards in Asien als Preistreiber bei Importen wirken. < Thomas Selter, Gustav Selter GmbH & Co. KG

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