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FOKUS PSI Journal 2/2011 www.psi-network.de
QUALITÄTSMANAGEMENT
QUALITÄT
RISIKEN MINIMIEREN
Neben strategischem, wirtschaftlichem Handeln und vorausschauender
Personalpolitik ist die Qualität von Produkten
und Dienstleistungen entscheidend für den Unternehmenserfolg.
Aus Profitgier oder Unkenntnis wird Qualitätssicherung
oft vernachlässigt, die Risiken möglicher Produktmängel
werden verdrängt. Unser Leitfaden in mehreren Teilen zeigt
Ansätze für bewusstes Qualitätsmanagement auf.
Wer Waren oder Dienstleistungen bestellt,
geht immer davon aus, dass
diese vereinbarungsgemäß geliefert oder
ausgeführt werden. Geschieht dies nicht
entsprechend, spricht man von einem Mangel.
Der Mangel ist ein zentraler Begriff
im Recht der Leistungsstörungen bei verschiedenen
Vertragstypen, insbesondere
im Kaufrecht, Mietrecht und Werkvertragsrecht
(siehe dazu § 434 BGB). In erster Linie
wird hier unter Mangel die tatsächliche
Funktion, Handhabung oder Beschaffenheit
gesehen (Gebrauchstauglichkeit
oder Lebensdauer). Der Begriff „Qualitätsmangel“
schließt allerdings weitere Bereiche
ein, etwa die gesetzlichen Bestimmungen
für das Inverkehrbringen von Produkten
und Geräten (Sicherheit, elektromagnetische
Verträglichkeit, chemische
Schadstofffreiheit etc.). Kunden gehen also
nicht nur von der vereinbarungsgemäßen
Lieferung aus, sondern auch davon, dass
diese Güter die gesetzlichen Anforderungen
erfüllen und problemlos in Verkehr
gebracht oder weiterverkauft werden
können.
QUALITÄTSMÄNGEL HABEN VIELE
URSACHEN
Es gibt jedoch viele Faktoren, die sich negativ
auf die Produktsicherheit und Produktqualität
auswirken können:
• Fokussierung des Herstellers, Inverkehrbringers
auf rein wirtschaftliche und
monitäre Ziele
• Unkenntnis und Vernachlässigung der
gesetzlichen Pflichten
• Fehlendes Pflichtbewusstsein und Moral
• Fehlendes Sicherheits- und Qualitätsverständnis
• Mangelnde fachliche Qualifikation