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VISIONEN OFFENE KOMMUNIKATION FÜR MEHR AKZEPTANZ Hier hilft nur eine offene und transparente Kommunikation, die neben den vielfältigen Chancen der Nano-Technologie auch ehrlich die Risiken anspricht. Diese offene Kommunikation beginnt bereits innerhalb der Unternehmen selbst. Hier sollten Erfahrungen und Wissen zu den eingesetzten Technologien offen und transparent an die Mitarbeiter kommuniziert werden. Dabei kann ein gelebtes Wissensmanagement im Unternehmen helfen, um die Informationen schnell und zielgerichtet zu verbreiten. Interne Projektpräsentationen, z. B. wenn wesentliche Meilensteine erreicht wurden oder bei Projektabschluss, dienen dazu, wichtige Informationen im Unternehmen zu verteilen. Somit sind alle Mitarbeiter in das Projekt involviert und können mitreden. Und, gut informierte Mitarbeiter sind der erste Schritt für eine erfolgreiche Vermarktung der neuen Technologien. Denn einerseits sind sie selbst Kunde und Anwender, andererseits kommunizieren diese Mitarbeiter im Rahmen von persönlichen Netzwerken und Social Media. Und je besser sie informiert sind, desto mehr sind sie auch glaubhafte Protagonisten der Nano-Technologie. 24 QUERDENKER MINIMAL WISSENSMANAGEMENT ALS KATALYSATOR Wissensmanagement hilft aber nicht nur, die Akzeptanz solcher Technologien zu erhöhen. Wissensmanagement schafft auch die Voraussetzung, um neue und wirtschaftliche Anwendungen mit Nano- Materialien zu entwickeln. Bekanntestes Beispiel ist zurzeit das Thema Silbernanopartikel. Dies sind allerkleinste Silberpartikel, die eine antibakterielle Wirkung haben. Somit finden diese z. B. in Deodorants Anwendung, Textilien werden damit beschichtet oder Computertastaturen und Türklinken entsprechend ausgestattet. Man sollte nun annehmen, dass dies eine durchaus gewünschte Eigenschaft ist. Was passiert aber, wenn sich diese Partikel beim Waschen lösen und zusammen mit dem Abwasser in biologischen Kläranlagen landen? Die antibakterielle Wirkung wird natürlich auch hier nicht vor den Bakterien haltmachen, die für die Wasserreinigung zuständig sind. Ein anderes Problem ergibt sich, wenn man z. B. OP-Tische im Krankenhaus mit Silbernanopartikeln beschichtet. Da sich eine solche Beschichtung mehr oder weniger schnell abnutzt, muss es einen zuverlässigen Nachweis geben, wann die antibakterielle Wirkung so weit nachgelassen hat, dass sie keinen wirkungsvollen Schutz mehr liefert.

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