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ERFOLGSFAKTOR
LEIDENSCHAFT
VON HUBERT SCHWARZ
Wie man Grenzen überwindet, weiß Extremsportler Hubert
Schwarz nur zu gut. Als erster Deutscher nimmt er an einem
der härtesten Rennen der Welt teil und radelt nonstop durch die
USA, zweimal fährt er mit dem Fahrrad um die Welt und besteigt
mehrmals den Kilimandscharo. Was den Sozialarbeiter vor allem
antreibt, ist Leidenschaft.
Wenn wir heute über Erfolg im wirtschaftlichen Sinne und seine Hintergründe sprechen, dann
geht es meist um geniale Ideen, ehrgeizige Ziele, effiziente Teams und kluge Strategien. Klar,
das Kreative und das nüchtern Methodische haben ihren festen Platz in jedem Erfolgsmechanismus.
Aber es gibt auch einen Erfolgsfaktor, den wir allzu leicht übersehen: die Leidenschaft, mit
der wir zu Werke gehen. Vielleicht liegt es daran, dass „Leidenschaft“ als Begriff zu weich, als
Werbebotschaft abgenutzt und grundsätzlich eher dem rein Zwischenmenschlichen zuzuordnen
ist. Erfolgreich zu handeln, heißt in der Regel, Chancen und Risiken abzuwägen, die Ell-
bogen auszufahren oder als Team an einem Strang zu ziehen. Von persönlicher Leidenschaft,
die man einer Sache, einem Anliegen, einem Ziel entgegenbringt, ist da eher selten die Rede.
Am häufigsten begegnet uns Leidenschaft noch unter Wettbewerbsbedingungen im Sportfernsehen,
etwa, wenn ein scheinbar übermächtiger Gegner mit Moral und Kampfeswillen in die
STARK QUERDENKER
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