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34 Gate 66 Metro Urban Beat Happy Birthday, Alter Fritz! Ausstellung “Friederisko” in Potsdam. Am historischen Ort Black Box informiert über die Geschichte Berlins. Am historischen Checkpoint Charlie eröffnet Mitte des Jahres ein Informationspavillon zur Teilung Berlins. Mit der Black Box soll das sachliche, zeitgeschichtliche Angebot an einem Ort erweitert werden, der zurzeit stark kommerzialisiert ist. Berühmt wurde der innerstädtische Grenzübergang zwischen West und Ost, zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, als sich beim Beginn des Mauerbaus durch das DDR-Regime im Jahr 1961 sowjetische und amerikanische Panzer nur wenige Meter voneinander entfernt gegenüberstanden und viele den Ausbruch des Dritten Weltkriegs befürchteten. Der Kubus auf einer bisherigen Brache wird mit 120.000 Euro aus dem Vermögen der DDR-Parteien und Massenorganisa- Für die einen ist er der Schöngeist von Sanssouci, der Preußen in die Moderne führte. Für die anderen der König der Kanonen, der nur Kummer und Leid brachte. Bis heute thront Friedrich II. hoch zu Ross über dem Boulevard Unter den Linden, den er so liebte und nach seinen Vorstellungen gestaltete. Von dort aus hat der Alte Fritz das politische Berlin immer noch fest im Blick. Dieses Jahr ist das Jubiläum seines 300. Geburtstags, Anlass für ein Friedrichjahr mit vielen Ausstellungen, Festen und Büchern. Und wie groß war Friedrich der Große nun wirklich? „Fünf Fuss, zwei Zoll“, könnte man sagen. Oder sich aber die große Entdeckungsreise zu Friedrich durch 70 Säle im Neuen Palais und im Schlosspark Sanssouci anschauen, die vom 28. April bis zum 28. Oktober in Potsdam zu sehen ist. Unter dem Leitmotiv „Friederisiko“ sollen die Ideen des Preußen-Königs, sein Denken und sein Handeln – zeitgemäß, inspirierend, auch provokant und an vielen Stellen überraschend – aus dem authentischen Aufenthalts- und Repräsentationsort des Königs dargestellt und vermittelt werden. Rem Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) www.spsg.de tionen finanziert. Der Begriff „Black Box“ bezieht sich auf die Flugschreiber in Flugzeugen, die alles aufzeichnen, was wichtig ist. Der Pavillon soll bis zu Errichtung des lange geplanten Museums des Kalten Krieges an dieser Stelle stehen bleiben, das für 2015 geplant ist. Mül Black Box Checkpoint Charlie | Berlin-Kreuzberg Abends am Tresen Schmeckt frisch gezapftes Bier wirklich so viel besser als das aus der Flasche? Darüber kann man wunderbar streiten. Der offene Wein, der in Kneipen ausgeschenkt wird, tut es jedenfalls oft nicht. Da sind die zu Hause lagernden Flaschen um einiges delikater. Woran liegt die Anziehungskraft des Tresens? Der Philosoph Gunter Gabriel („Hey Boss, ich brauch mehr Geld!“) erklärte es einmal so: „In die Kneipe gehe ich doch nicht, um zu trinken, sondern um zu quatschen. Sollte ich dann betrunken werden, ist das allenfalls ein Nebeneffekt.“ Er besucht in Berlin regelmäßig die Künstlerkneipe „Die kleine Weltlaterne“, deren Wände mit gerahmten Bildern geradezu tapeziert sind. Er traf dort, in der Nestorstraße 22, Kollegen wie Günter Grass, Henry Miller oder Bernhard Brink. Stockt Ihnen der Atem, wenn sie sich das Stabreim-Namen Trio Günter Grass („Die Blechtrommel“), Gunter Gabriel („Komm unter meine Decke“) und Bernhard Brink („Mein blondes Wunder) im Gespräch vorstellen? Aber es ist der Tresen, der sie alle eint. Wer dort steht, der ist einig. Ganz im Gegensatz zu den Separatisten an den Tischen. Verräterischer kann man mit dem Tresengeist nicht umgehen. Einmal verirrte ich mich zu Fasching, einem Fest, das mir vor dem Regierungsumzug so exotisch wie der Regentanz der Hopi vorkam, in eine dieser Eckkneipen, wo es Futschi für 1,50 gibt. Ich öffnete gerade die Tür, als ich es sah: Zwei Cowboys und vier Prinzessinnen tanzten dort Polonäse. Rosenmontag in Berlin. Es wurde ein wundervoller Abend mit dem einen oder anderen Futschi, dieser besonderen Berliner Mischung aus Cola und Weinbrand. Übrigens kommt es natürlich auch auf den Wirt an. Hertha Fiedler hat die Kleine Weltlaterne über Jahrzehnte geführt. Um ihre Eignung als Wirtin zu erklären, soll wieder der Denker Gabriel zu Wort kommen: „Hertha hatte nicht nur eine große Seele, sondern auch einen enormen Busen.“ Sie starb 2010. Früher fuhr Gunter Gabriel dort mit seiner Harley bis direkt an den Tresen. Immer, wenn er wieder einen Führerschein hatte. Jaja, die Nebeneffekte. Dirk Krampitz Fotos: Wolfgang Pfauder, jiortola / Fotolia, amandare / Fotolia, Angela Kausche / Fotolia, Promo

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