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Erfolg Ausgabe September 2016

Ausgabe 9 / September 2016 / ERFOLG 17 Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bilden somit keine homogene Gruppe, sondern unterscheiden sich in ihrer Beurteilung. Jüngere Personen, Frauen, tiefere Einkommensschichten und Personen aus der Romandie sind generell positiver gegenüber staatlicher Regulierung eingestellt. Mehrheitlich skeptisch sind dagegen Führungskräfte sowie Sympathisanten von SVP und FDP (siehe Grafik 2). Auch die genauere Ausgestaltung von Regulierungen war Gegenstand der Befragung. Die meisten Befragten nannten das Verbot als erstes Regulierungs- instrument. Ein Grund für die hohe Attrak- tivität dieses doch eher rigiden Mittels ist möglicherweise das geringere Vertrauen der Bevölkerung in die Wirksamkeit von sanfteren Regulierungs-Massnahmen. Am zweithäufigsten als Erstpräferenz genannt wurden die Massnahmen zur besseren Information der Konsumentinnen und Konsumenten. Zudem waren diese Informations-Massnahmen mit der tiefsten Anzahl an Letztpräferenzen das am wenigsten unbeliebte Regulierungsinstrument. Die Informations-Massnahmen polarisierten, Abbildung 2.3 Ausmass Regulierung nach soziodemographischen Merkmalen und Parteiaffinität Haushaltseinkommen Alter Geschlecht Sprachr egion Romandie (N=248) Deutsch -schweiz (N=890) Frauen (N=583) Männer (N=555) ab 65 (N=283) 40-64 (N=498) 18-39 (N=357) hoch (N=302) mi�el (N=396) �ef (N=352) 8% 11% 9% 10% 6% 11% 7% 17% 49% 34% 13% 13% 30% 50% 39% 39% 48% 31% 47% 45% 44% 46% 39% 51% 40% 47% 43% 46% eher zu wenige/viel zu wenige gerade rich�g eher zu viele/viel zu viele 64% 62% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% Parteiaffinität Beruflic he Position Führungskrä�e (N=175) Mitarbeitende (N=963) Keine (N=181) SVP (N=167) FDP (N=238) SPS (N=205) Grüne (N=72) 21% 26% 29% 22% 51% 39% 48% 43% 46% 52% 54% 41% Es werden nur Parteien mit mindestens 50 Nennungen ausgewiesen. Die ausgewiesenen 95%-Vertrauensintervalle entsprechen dem Bereich mit den plausiblen Werten für die Grundgesamtheit. Grafik 2 CVP (N=80) Abbildung 2.9 Trade-off zwischen Nu�en und Kosten von Regulierung 44% 64% 9% 11% 9% 4% 2% 5% 28% 36% 52% 49% 63% 60% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% Frage 1: «Sollte bei der Festlegung staatlicher Regeln und Vorschriften der Schu� der Konsumenten an erster Stelle stehen? Oder sind der tiefere Preis und das grössere Angebot wichtiger?» (N = 1’158) Frage 2: «Im Internet, sollte da der Schu� der persönlichen Daten an erster Stelle stehen? Oder ist das möglichst grosse Angebot an innovativen und kostenlosen Dienstleistungen wichtiger?» (N = 1’146) Der maximale statistische Unschärfebereich der ausgewiesenen Werte beträgt +/- 2.9 Prozentpunkte (95%-Vertrauensintervall). Grafik 3 A. Konsumentenschutz prioritär A. Internet: Datenschutz prioritär voll und ganz A eher A eher B voll und ganz B 0% 25% 50% 75% 100% 39% 24% 12% 9% 5% 4% B. �eferer Preis & grösseres Angebot prioritär B. Internet: innova�ve & kostenlose Dienstleistungen prioritär Strategie anders als das Verbot, die befragten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger weniger stark. Somit dürfte diese Massnahme auch politisch auf weniger Widerstand stossen, sprich mehrheitsfähiger sein. Kosten der Regulierung sind nicht bekannt – ehrliche Stimmen der Wirtschaft sind gefragt Die Studie lässt weiter den Schluss zu, dass sich die Bevölkerung über allfällige negative Auswirkungen von Regulierung auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit und damit individuellen Wohlstand nicht wirklich bewusst ist. Generell wird der Nutzen als deutlich höher eingeschätzt als die Kosten. Hier besteht aus Sicht des SD21 weiterer Informations- und Aufklärungsbedarf – auch von Seiten der Wirtschaft (siehe Grafik 3). Bei der Einschätzung, wer Regulierungsthemen kompetent beurteilen kann, geniessen Unternehmen mit 86 Prozent die höchste Glaubwürdigkeit, gefolgt von der Verwaltung mit 70 Prozent. Mit nur 44 Prozent deutlich tiefer liegt dagegen der Wert für die politischen Parteien. Hier gelingt es einzig der FDP, in breiter Weise auch Sympathisanten anderer Parteien von ihrer Regulierungskompetenz zu überzeugen. Glaubwürdigen Unternehmern Plattform geben und Schweizer Innovation fördern Wollen wir Unternehmerinnen und Unternehmer jedoch wieder mehr Freiheit erfahren und Innovationen kreativ vorantreiben können, dann sind genau wir gefragt, hinzustehen. Und es liegt an uns, die Kosten sowie Einschränkungen der Regulierung aufzuzeigen. Denn wir geniessen in der Regulierungsfrage ein hohes Vertrauen der Bevölkerung. In Anlehnung an diese Studie gestaltet der SD21 deshalb am 21. September 2016 in Bern einen Event über die Bedeutung und die Notwendigkeiten unternehmerischen Denkens und Handelns für die Schweiz und wie viele staatliche Vorgaben in einer Wohlstandsgesellschaft nötig sind bzw. gefordert werden. An der Podiums-Diskussion teilnehmen werden namhafte Persönlichkeiten: Nick Hayek (CEO Swatch Group), Urs Häusler (Präsident Swiss Start Up Association & CEO DealMarket), Vania Alleva (Präsidentin Unia) und Boris Zürcher (Leiter Direktion für Arbeit SECO). Eine spannende Diskussion zwischen Familienunternehmer, Jungunternehmer, Gewerkschaft und Verwaltung ist hier zu erwarten. Nathaly Bachmann

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