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Erfolg Ausgabe Juli/August 2016

6 Schweizerischer KMU Verband «AKWAABA» – Willkommen in Ghana! Ghana grenzt an die Elfenbeinküste, Burkina Faso, Togo und im Süden an den Atlantischen Ozean. Das Land hat ein überdurchschnittlich gutes Image ausserhalb von Afrika d. h. im Vergleich mit anderen afrikanischen Ländern, wo sicherlich die Schönheit des Landes, die Freundlichkeit der Leute mit ihrer angenehmen Mentalität beigetragen hat und nicht zuletzt unterstützt durch Persönlichkeiten die internatioal einen positiven Bekanntheitsgrad erreicht haben wie z. B. Kofi Annan der Sekretär der Vereinten Nationen war und die erwähnte Mentalität hat sicherlich teilweise zu diesem Erfolg beigetragen. Ghana hat die Unabhängigkeit am 6. März 1957 vom Vereinigten Königreich erhalten und hat die Staatsform als Rpublik mit einer Präsidentiellen Demokratie gewählt. Die Bevölkerung zählt 2016 «nur» ca. 28 Mio gegenüber Nigeria mit 170 Mio Einwohnern. Ghana hat mit dem 1966 fertiggestellten Volta-Stausee, dem grössten Binnensee im Land, eine Meisterleistung vollbracht und ist bis heute das oberflächengrösste künstliche Gewässer der Erde. Mit dem Bau des Akosombo-Staudamms verfolgte die Nkrumah-Regierung den Plan, die Energieversorgung für die wirtschaftliche Entwicklung und Industrialisierung Ghanas sicherzustellen. Aufgrund seines Rohstoffsreichtums hat Ghana eine weltwirtschaftliche Bedeutung. Einen Rohstoff den wir in der Schweiz sehr gut kennen ist Kakao. Ghana ist für die Schweiz der wichtigste Kakao- und der zweitwichtigste Ananas-Lieferant. In diesem Zusammenhang empfehle ich das Buch «Wie die Schweiz zur Schokolade kam» wo der Kakaohandel der Basler Handelsgesellschaft – UHG/UTC – mit der Kolonie Goldküste (1893 / 1960) beschrieben ist (Andrea Franc, Schwabe Verlag, Basel.) Gold, das der ehemaligen Kolonie auch den Namen «Goldküste» gab ist Ghanas wichtigstes Exportgut was vom neuen Rohstoff Oel streitig gemacht wird. Trotz diesem lokalen Reichtum werden die Preise an den Börsen in den westlichen Metropolen festgelegt und das heisst dass jede grössere Schwankung sich direkt auf die Wirtschaft in Ghana auswirkt. Langfristig wird der Erdölexport den Bergbausektor ablösen, obwohl dass der Weltmarktpreis im Laufe des Jahres 2015 massiv eingebrochen ist. Tragisch ist dass die Erdölförderung und Erdgasproduktion vor der Küste gerade erst begonnen hat. Diese Entwicklung hat natürlich auch in Nigeria und Angola gezeigt was dieser Energierohstoff durch die Preissenkungen in Afrika anrichten «Wie die Schweiz zur Schokolade kam» Andrea Franc, Schwabe Verlag, Basel. kann. Es gibt konkrete Pläne das Erdgas dem Thermalkraftwerk Aboadze in der Nähe von Sekondi-Takoradi zwecks Stromerzeugung zuzuführen. Bisher war Ghana stark von den Gaslieferungen aus Nigeria angewiesen welche über die «West African Gas Pipeline» (WAGP) importiert wurden. Leider werden solche Projekte immer wieder durch den «African Factor» gestört d. h. Nigeria kann häufig seine Zusagen nicht einhalten und Ghana geriet immer wieder in Zahlungsschwierigkeiten. Dies ist auch der Grund dass die Wasserkraft zur Stromerzeugung des rieseigen Akosombo Staudamms für die Industrie und der traditionelle Gebrauch von Kerosin und Holzkohle für Privathaushalte noch immer vorherrschend ist. Die erwähnten Probleme mit der Erdgas Lieferung zwischen den beiden Ländern bringt mich auch zur beobachtenden Tendenz von Schweizer Firmen welche oft Ghana und Nigeria als Gesamtmarkt bearbeiten wollen und das Expat Ausgabe 7/ 8 / Juli / August 2016 / ERFOLG Management nach Ghana verlegen was nach meiner Erfahrung nicht nach wirtschaftlicher Priorität entschieden wird sondern nach reiner «convenience» für das Expat Mgt. was sich aber für die insgesamte Geschäftsentwicklung nicht positiv auszahlt. Zwei nach Grösse des Landes angepassten Organisationen bringen nach meiner Ansicht mehr Effizienz. Wenn eine Produktionsanlage involviert ist dann sollte diese nur in einem Land implementiert werden. Trotz positiven Tendenzen in Ghana liegt ein selbsttragendes Wachstum noch immer in weiter Ferne, so dass Ghana auch in absehbarer Zukunft massive internationale Unterstützung braucht. Zum Glück gibt es steigende Direktinvestitionen aus dem Ausland, insbesondere auch aus China, grosse Transfers ghanaischer Staatsbürger und ghanastämmiger Personen in der Diaspora in Uebersee, wachsender Tourismus und Kredite bei internationalen Entwicklungsinstitutionen wie IWF, Afrikanische

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