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Erfolg Ausgabe Juni 2016

Ausgabe 6 / Juni 2016 / ERFOLG 9 Vorsorge und Steuern Dr. Christoph Oesch Leiter Sektion Steuern des Schweizerischen KMU Verbands und Unternehmens- und Steuerberater aus Zug Der Unselbständigerwerbende darf maximal CHF 6‘768.– in seine Säule 3a einbezahlen. Verheiratete können somit den Betrag von CHF 13‘536.– einbezahlen. Damit die Auszahlung geringer besteuert wird, kann man bei verschiedenen Versicherungsgesellschafen z. B. Allianz Schweiz, Mobiliar etc. auch mehrere Säule 3a Konti anlegen, alle mit unterschiedlichen Auszahlungsjahren. Dies ist auch aus dem allgemeinen Diversifikationsgrundsatz empfehlenswert. Der Steuertrick der gestaffelten Auszahlung hilft Auszahlungssteuern zu sparen. Dieser Steuerspartrick geht nicht im Kanton Thurgau, da im Kanton Thurgau alle Auszahlungen der letzten 5 Jahre zusammengerechnet werden um die Besteuerung festzulegen. Er kann neben den ordentlichen Beiträgen in sein BVG auch Einkaufsbeiträge in die 2. Säule täti- gen. Die Einzahlung in die Säule 3a ist vor allem bei hohen marginalen Steuersätzen dienlich, da sich die Einzahlung in die Säule 3a und 2 durch stärkere Steuerreduktion lohnt. Ist ein Steuerpflichtiger bei einer Firma angestellt und betreibt er daneben als Selbständigerwerbender eine Praxis, kann er bei der Säule 3a maximal den Betrag von CHF 6‘768.– einbezahlen, da er der 2. Säule angeschlossen ist. Eine Beletage-Lösung hilft höher verdienenden Kadermitgliedern weniger steuerbaren Lohn zu beziehen und dafür mehr BVG Beiträge zu erhalten. Maximalgrenze der Einzahlung ist 20 % des steuerbaren Lohns ohne Einkaufsbeiträge. Kriterien für die steuerliche Anerkennung der Beletage-Versicherung sind: – Kollektivität (keine Freiwilligkeit des Eintritts, wenn die Kriterien erfüllt sind) – Ausschliesslicher Zweck der Vorsorge – Planmässigkeit der Finanzierung und der Leistungen – Gleichbehandlung innerhalb der Versicherungskategorien – Angemessenheit der Prämien und der versicherten Leistungen Die BVG Gesamtbeiträge dürfen 20 % des ordentlichen Einkommens nicht übersteigen. Selbständigerwerbende dürfen maximal CHF 33‘840.– in die Säule 3a einbezahlen, maximal aber 20 % des steuerbaren Gewinns. Ist Steuern kritisch, ob eine Rückstellung steuerlich zum Abzug zugelassen wird, ist empfehlenswert die 20 % auf dem Gewinn vor Abzug dieser Rückstellung zu berechnen. Man kann nämlich nicht mehr nachzahlen, das zu viel einbezahlte in die Säule 3a hingegen wird zurückerstattet, wenn die definitive Veranlagung des betreffenden Steuerjahres erfolgt. Wenn der Selbständigerwerbene Angestellte hat, kann er sich freiwillig der 2. Säule anschliessen und dann mehr einbezahlen als beim Anschluss an die Säule 3a. Die Säule 3a und BVG Guthaben werden bei einer Polizeibusse nicht als Vermögen miteinbezogen. Dies kann zu Ungerechtigkeiten führen. Ein Mensch hat sein Vermögen in seine Firma, der andere in die 2. und 3. Säule investiert. Er bezahlt die höhere Busse als der Angestellte, welcher mehr in die Vorsorge investiert hat, da er ja kein Unternehmen zu finanzieren hat. De lege ferenda sind daher die BVG Guthaben sowie auch die Säule 3a Guthaben in die Bussenbemessung miteinzubeziehen. DIE 14 S-KONZEPT AG Dr. Christoph Oesch 6301 Zug Telefon 041 720 00 85 Telefax 041 720 00 86 c.oesch@tic.ch, www.managementbymedia.ch

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