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Erfolg Ausgabe April/Mai 2017

Ausgabe 4/5 / April / Mai 2017 / ERFOLG Schweizerischer KMU Verband 5 ten oft nicht ins Rampenlicht, sondern sprachen sozusagen aus dem Hintergrund zum Publikum, aus den Medien. Laut den Angaben von Economiesuisse haben Heinz Karrer und Monika Rühl im Durchschnitt normalerweise je einen bis zwei Auftritte pro Woche in Form von Referaten und Podiumsdiskussionen an Veranstaltungen. Vor Abstimmungen seien es jeweils mehr. Karrer sei in den vergangenen zwölf Monaten im Zusammenhang mit der USR III in siebzig Beiträgen von Zeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen genannt worden. Hinzu kämen die Online-Beiträge. Monika Rühl wurde laut den Angaben in rund fünfzig Beiträgen zur USR III genannt. Mehr als jeder vierte ihrer Medienauftritte habe dem Thema Steuerreform gegolten. Auf ähnliche Zahlen komme der Steuerspezialist des Verbands, Frank Marty. Weitere Verbandsmitarbeiter hätten rund zwanzig Beiträge beigesteuert, Vorstandsmitglieder seien in rund vierzig Beiträgen zur USR III genannt worden. In der Schweizer Mediendatenbank tauche Economiesuisse im Zusammenhang mit der USR III rund 550-mal auf. Zur politischen Arbeit von Verbänden meint Rupp, dass es aus Sicht der KMU nicht damit getan sei, dass sie einfach vor Abstimmungen umworben würden. Im Bundeshaus gebe es eindeutig zu wenig echte Vertreter der KMU. Ihm sei klar, dass die Ansiedlung grosser Unternehmen wichtig sei, weil diese auch für viele KMU Aufträge und Arbeitsplätze brächten. Aber wenn sich die Politik wirklich für die Interessen der kleineren Unternehmen einsetzen wolle, müsste man beispielsweise den jungen Firmen das Leben leichter machen oder, statt an Steuersätzen herumzuschrauben, den Steuerwettbewerb besser spielen lassen. Für Inland-Probleme interessiert man sich in grossen Firmen, die sich in der Regel mit ihren Public-Affairs-Leuten in Bundesbern und in der Umgebung der Politik vertreten lassen, dagegen wenig. In den hundert grössten Unternehmen der Schweiz sind die Manager stark international ausgerichtet. Laut dem jüngsten Bericht des Beratungsunternehmens Schilling liegt der Ausländeranteil in den Geschäftsleitungen bei 43 Prozent, aber die Rekrutierung entwickelt sich weg vom Schweizer Bezug. Unter den im letzten Copyright: SRF News Jahr neu in Geschäftsleitungen eingetretenen Personen machen die Ausländer 60 Prozent aus. In den Verwaltungsräten ist der Ausländeranteil mit 38 Prozent etwas niedriger, aber bei den Neuzugängen liegt er ebenfalls bei 60 Prozent. Die Quintessenz lautet also: Die KMU als Rückgrat der Schweizer Wirtschaft müssen wieder mehr zu Wort kommen und gehört werden. Und dies geht nur, wenn Sie eine starke Stimme in Bern erhalten. Aus diesem Grund sollte wirklich jeder KMU in einem überregionalen und politisch aktiven Verband Mitglied sein. Denn wer nicht Mitglied ist, hat keine Stimme in Bern, wird nicht gehört und darf sich auch nicht beschweren, wenn die Rahmenbedingungen für KMU nicht besser werden oder sich gar verschlechtern. Und Fr. 100.— für eine Jahresmitgliedschaft, wie diese beispielsweise im Schweizerischen KMU Verband der Fall ist, kann sich sicher jede Firma leisten. Eine Analyse von Beat Gygi und Florian Schwab, veröffentlicht in der Weltwoche 07.17

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