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Erfolg Ausgabe April/Mai 2017

Ausgabe 4/5 / April / Mai 2017 / ERFOLG Coaching 35 Resilienz in volatilen Zeiten: Der Umgang mit Job-Stress von Mitarbeitenden Es wird immer enger auf dem Markt, was in so manchem Unternehmen zu Einschnitten, Krisen und Veränderungen führt. Wer bestehen will, muss Widerstandsfähigkeit und innere Stärke beweisen. Doch die Zahl der Mitarbeitenden, die durch die Veränderungen entstehenden Druck und Stress krank werden und sich in der Arbeitswelt nicht mehr zurecht finden, steigt stetig. Gemäss der Studie «Job- Stress-Index 2014» sind 24.8 % der Erwerbs- tätigen übermässig gestresst. Das ökonomische Potential von Verbesserungen eines ungünstigen Job-Stress-Verhältnisses wird auf CHF 5.6 Mrd. geschätzt. Demzufolge scheint es für Unternehmen unabdingbar, vermehrt in ein betriebliches Gesundheitsmanagement zu investieren. Dabei bietet es sich an, die Resilienz der Mitarbeitenden und so des Unternehmens zu fördern; d. h. die psychische Widerstandsfähigkeit durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Fähigkeiten zu entwickeln. So kann im Unternehmen ein Immunsystem für grössere Veränderungen und Krisenzeiten aufgebaut werden. Resilienz als Immunsystem Dabei sind Menschen von Natur aus mit dieser Fähigkeit, die als «rohe Resilienz» bezeichnet wird, unterschiedlich stark ausgestattet. Weiss man, welche Faktoren für die Bewältigung wichtig sind, kann eine «erworbene Resilienz» durch Coaching / Training entwickelt werden. In unserer Coaching Tätigkeit arbeiten wir u. a. mit dem Modell von K. Draht, ‹Die sieben Sphären der Resilienz› Es ist ein konzentrisches Kugelschalenmodell, in dessen Mitte als Kern die Persönlichkeit, die «rohe Resilienz», sitzt. Die zweite Kugelschale enthält die Biografie eines Menschen. Dort sind Erfahrungen, die in der Kindheit gemacht wurden und sich im Leben in sogenannten «Glaubenssätzen» widerspiegeln. Diese beeinflussen, häufig unbewusst, das Leben und somit auch die Karriere. Daher gilt es die eigenen Glaubensätze regelmässig zu reflektieren, um zu sehen, ob diese zeitgerecht sind oder revidiert werden sollten. Die dritte Ebene behandelt die innere Haltung. Wir erleben im Coaching manchmal, dass Klienten andere für ihre Geschicke verantwortlich machen. Im Sinne der Resilienz sollte sich aber der Gedanke einstellen, dass mit einer solchen Haltung zu viel «Macht abgegeben» wird. Resilienz bedeutet hier Strategien zu entwickeln, um souverän zu handeln und die Opferhaltung möglichst zügig hinter sich zu lassen. Bettina Janko-Schirmer, lic. phil., Arbeits- & Organisationspsychologin Inhaberin von Workingwell GmbH, Selbst- und Stressmanagementcoachings, Burnoutprävention, Laufbahncoaching und Beratung in allen Fragen der beruflichen Entwicklung. Referentin und Dozentin zu Themen wie Stress, Work-Life-Balance, Motivation. Team- und Organisationsentwicklung, Einzel- und Gruppenassessments. Personalentwicklungskonzepte im Bereich Arbeitsoptimierung, Career Management. In der Ebene der Ressourcen gilt es herauszufinden, welche Aufgaben reduziert werden können, um im Alltag wieder leistungsfähig zu sein. Auf der Ebene Hirn-Körper-Achse geht es um Entspannungstechniken, die der «inneren Achtsamkeit» dienen. Es bewährt sich der Zugang über den Körper und die progressive Muskelrelaxation. Diese schafft eine gesunde innere Distanz und senkt zuverlässig das Erleben von negativem Stress. So entsteht Ausgeglichenheit und eine gedankliche Klarheit, die zum Aufbau von Resilienz wichtig ist und einen geeigneten Schutz vor psychischen Erkrankungen darstellt. Bei der sechsten Kugelschale geht es um Beziehungen und Authentizität. Hier gilt es zu ergründen, welche ehrlichen und vertrauensvollen zwischenmenschlichen Beziehungen bestehen. Wo man einfach so sein kann, wie man ist, ohne eine «Rolle» spielen zu müssen. Die alles umschliessende Kugelschale ist letztlich die Frage nach dem Sinn. «Warum mache ich das alles überhaupt?» Nur wenn auf diese Frage eine befriedigende Antwort gefunden wird, ist genügend Energie vorhanden, um Krisen und Rückschläge gut wegzustecken. Kreativ, dynamisch und anpassungsfähig Gemäss K. Draht bestimmen diese sieben Ebenen die Resilienz des Menschen. Je stärker diese Faktoren entwickelt sind, desto stabiler ist die psychische Gesundheit des Mitarbeitenden und somit auch die Krisenfestigkeit des Unternehmens. Resiliente Mitarbeitende, nehmen Probleme vermehrt als Chance zu innerem Wachstum und zum Gewinn an innerer Stärke wahr. Inhaberin von WorkingWell GmbH, langjährige Mitar- beiterberatung an der Universität Basel, Coaching und Konfliktmanagement, Projektleitung. Konzepte im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung und mehrere Jahre Führungserfahrung. Coaching und Beratung in Konzeptions- und Strategieprozessen. Coaching von Führungskräften, Begleitung von Changeprozessen. Auf diese Weise kann Burnout-Symptomen und psychosomatischen Beschwerden jeder Art vorgebeugt werden. Auch Ausfälle von Mitarbeitenden können erheblich vermindert werden. Resilienz ist eine Kompetenz der Zukunft, damit sich Unternehmen mit ihrer Fachkompetenz und Erfahrung auch in den volatilen Zeiten im Markt kreativ, dynamisch und anpassungsfähig verhalten können. Bettina Janko-Schirmer & Dr. Ariane Schnepf WorkingWell GmbH Clarastrasse 2, 4058 Basel Telefon 076 424 21 79 bettina.janko@workingwell.ch ariane.schnepf@workingwell.ch www.workingwell.ch Zum Unternehmen WorkingWell GmbH ist spezialisiert im Bereich externer Mitarbeiterberatung, Coaching, Training und Personalentwicklung. Die Themen stehen immer im Zusammenhang mit der Arbeitssituation. Sie reichen von Stressmanagement und dem Umgang mit unterschiedlichen Belastungen bis hin zur Definition von Führungsaufgaben in Veränderungen und Change. www.workingwell.ch Dr. Ariane Schnepf, Coach, Personal- entwicklerin

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