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Erfolg Ausgabe April 2016

36 Gesundheitsclub Schweiz (GCS) Josef Rothenfluh, Präsident SKV Gesundheitsclub Schweiz Was sind die entscheidenden Parameter? Die Krankenkassen haben die Aufgabe Arzt- Rechnungen zu bezahlen. So einfach ist es. Alles was wir an Krankheitskosten verursachen, dass muss zwingend auch bezahlt werden. Logisch und absolut unbestritten. Die Krankenkassen bezahlen vom ganzen Krankheitskosten-Kuchen also rund nur einen Drittel. Und jetzt kommen wir mit dem GCS, dass wir die Grundversicherung für CHF 100.– (allenfalls CHF 200.–) pro Monat haben wollen. Noch ist es ein Wunsch. Noch immer sind die Zweifler natürlich in der Mehrzahl. Eigentlich glaubt man ausser beim GCS noch nirgends so richtig daran, dass das auch in der Praxis umsetzbar ist. Es ist durchaus auch eine riesige Aufgabe. Doch sollten wir es deshalb beim Wunschdenken belassen? Sicher nicht! Die Sache ist zu wichtig, als dass man es nicht wenigstens versuchen sollte. Wir stecken in der Phase, wo man mitleidig belächelt wird. Da kann man die Freiheit nutzen und Grund- lagen schaffen. Kritiker muss man nicht suchen, die kommen von ganz alleine. Nehmen wir an, wir hätten jetzt eine eigene GCS Krankenkasse Auf den ersten Blick müsste da die Lösung liegen. Doch könnten und dürften wir dann so einfach CHF 100.– Krankenkassen Prämien pro Monat in der Grundversicherung umsetzen? Sicher nicht. Die Krankenkassen werden vom BAG (Bundesamt für Gesundheit) überwacht. Die Prämien müssen bewilligt sein und die Bildung von Reserven ist zwingend vorgeschrieben. Da gibt es kein Vorpreschen einer einzelnen Kasse mit günstigeren Prämien. Keine Chance. Jede Versicherung, so auch die Krankenkassen müssen mit ihren Angeboten Geld verdienen. Verdient die Versicherung nämlich kein Geld, wird es diese schnell nicht mehr geben. Im Gesundheitswesen bestimmt die Politik den Rahmen. Da kennen wir die Hintergründe natürlich ganz genau. Nur wer Mehrheiten für eine Idee zusammenbringt, der wird im System etwas ändern können. Wie schwierig es im komplexen Gesundheitswesen ist, dass zeigen die letzten 20 Jahre. Grosse Würfe im Gesundheitswesen gab es keine mehr. Alles ist nur noch Stückwerk und das Resultat heisst, die Prämien steigen jährlich um runde 4 %. Mit dem GCS könnten wir den Paradigmawechsel schaffen. Stellen Sie sich vor, wir könnten mit dem GCS die Prämien der Krankenkasse wirklich direkt beeinflussen. Wir müssten nur in der Lage sein, dass wir Ausgabe 4 / April 2016 / ERFOLG unseren Mitgliedern eine Formel bieten, damit der GCS die Krankenkassenprämie finanzieren kann. Für die «CHF 100.– sind genug» Strategie gilt es bei den Profis zu lernen. Die Krankenkassen haben für die Prämienberechnung ihre eigenen Mathematiker. Gemäss klaren Strukturen gibt es Parameter, die unsere jährlichen Prämien bestimmen. Da wird nichts dem Zufall überlassen. Die Krankenkassen wollen und müssen Geld verdienen. Im freien Markt, wie es so schön heisst, hätten sie sonst keine Ueberlebenschance. Für uns steht es klar fest, Mathematiker für die einfachen Prämienberechnungen, die gibt es nicht nur bei den Krankenkassen. Es gibt sie auch bei den Haftpflichtversicherungen, den vielen Sachversicherungen, den Personenversicherungen, der Rechtschutzversicherung, aber auch bei den Vorsorgeversicherungen etc. Alle haben ihre eigenen Gesetze. Eine GCS Delegation wird jetzt im April die verschiedenen Arten von Mathematikern kennen lernen. Vielleicht finden wir da den richtigen Schlüssel und schaffen einen Quantensprung für die Zukunft der Krankenkassen Prämien. Für den Gesundheitsclub Schweiz geht es nur um ein bezahlbares Gesundheitswesen. Selbstverständlich gelten auch da der politisch gesteckte Rahmen. Es wird für die Zukunft eine Übergangsphase geben. Die Ausgaben werden am Anfang sehr wohl etwas höher sein. Aber sobald unsere Mitglieder profitieren und auch gezielt Krankheitskosten verhindert werden, dann liegen wir schnell wieder im Gleich- gewicht. Helfen sie mit. Werden Sie Mitglied beim GCS. Jahresbeitrage CHF 25.– und wir arbeiten gemeinsam an unseren Zielen. Wir hoffen, dass wir keine eigene GCS-Krankenkasse gründen müssen. Mit der Helsana, der Visana und der Swica haben wir drei Krankenkassen an unserer Seite, die mehr können als nur Arztrechnungen bezahlen. Wenn das Zusammenspiel nicht mehr funktionieren sollte, ändert sich daran vielleicht schneller etwas als man denkt. Ich freue mich auf Ihr Mitdenken. Josef Rothenfluh , Präsident des GCS und SKV Gesundheitsclub Schweiz (GCS) Postfach 377, 2543 Lengnau Telefon 032 652 22 26 www.gesundheitsclub.ch

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