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Erfolg Ausgabe März 2016

32 Steuern Tücken bei der Mehrwertsteuer 99 % der Betriebe erhalten nach der Mehrwertsteuerrevision eine Ergänzungsabrechnung. Dies auch wenn die Unternehmen die Mehrwertsteuer ehrlich abrechnen wollen, denn die Mehrwertsteuer hat ihre Tücken. Erfolgt eine Mehrwertsteuerabrechnung während eines Jahres falsch, kann eine Korrektur- abrechnung eingereicht werden. Stellt man z. B. im Jahre 2016 fest, dass man im Jahre 2015 zu wenig oder zu viel Vorsteuern zurückgefordert hat, oder aber zu wenig oder zu viel Umsatz abgerechnet hat, kann die Korrektur bis zum 31.8.2016 erfolgen. Man spricht dann von einer Finalisierung. Die Mehrwertsteuer ist bedeutend weniger formalistisch geworden. Früher konnte man die Vorsteuer nur geltend machen, wenn die Adresse der Rechnung genau mit dem Mehrwertsteuereintrag übereinstimmte. Heute genügt die Plausibilität, dass die Rechnung zum die Vorsteuer geltend machenden Steuerpflichtigen gehört also z. B. die Rechnungsausstellung des Leistungserbringer an den Geschäftsführer. Ausländische Mehrwertsteuern können z. B. via die Firma Cash back in Steinhausen geltend gemacht werden. Wichtig ist hier eine frühe Kontaktaufnahme mit der Firma Cash back, da die Anforderungen an die Rechnungen nicht immer erfüllt sind. Man hat dann mehr Zeit um die Rechnungen beim Leistungserbringer noch korrigieren zu lassen, was Zeit braucht. Ausländische Mehrwertsteuern können z. B. bei Messeteilnahmen anfallen. Die ausländischen Mehrwertsteuersätze sind höher. Wichtig ist auch eine rechtzeitige Anmeldung bei der Mehrwertsteuer, man kann sich aber allenfalls rückwirkend eintragen lassen. Nimmt man bei der Geschäftseröffnung an, dass der Umsatz höher als CHF 100 000.– sein wird, ist der elektronische Eintrag notwendig. Merkt man nach drei Monaten, dass der Umsatz höher als CHF 100 000.– sein wird, dann ist spätestens hier die Mehrwertsteuerregistrierung im Online Verfahren vorzunehmen. Wichtig ist auch die jährliche Umsatz- und Vorsteuerverprobung. Das heisst, dass jährlich geprüft wird, ob die vier Mehrwertsteuer- abrechnungen mit dem effektiven Umsatz gemäss Buchhaltung übereinstimmen und ob man die Vorsteuern gestützt auf den Warenaufwand und die Sachaufwendungen und Investitionen richtig zurückgefordert hat. Entdeckt man Fehler, kann eine Korrekturabrechnung bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung, Schwarztorstrasse 50, 3000 Bern eingereicht werden. Empfehlenswert ist auch eine Belegkontrolle d. h. eine Kontrolle ob zu allen geltend gemachten Vorsteuern die Rechnungen vorhanden sind. Es ist dann sehr wichtig diese noch einzuholen, damit bei einer Mehrwertsteuerrevision die Rechnungen als Rückforderungstitel vorhanden sind. Dienstleistungsimporte gehen hin und wieder vergessen bei der Mehrwertsteuerabrechnung. Diese sind unter der Rubrik Bezugssteuern einzutragen und können bei den Vorsteuern wieder geltend gemacht werden. Rechnet ein Unternehmen im Saldosteuersatzverfahren und nicht nach der effektiven Methode ab, so kann die Vorsteuer nicht zurückgefordert werden. Die Bezugssteuer bleibt dann als effektive Belastung bestehen. Fehlende Exportnachweise können bei der Eidgenössischen Zollverwaltung eingeholt werden, dies unter Angabe des Zollamtes über welches die Ausfuhr erfolgte. Es ist empfehlenswert vor der Einreichung der Quartalsabrechnungen oder der halbjährlichen Abrechnung bei der Saldosteuersatzmethode zu kontrollieren, ob alle Exportnachweise vorliegen. Bei den einzelnen Quartalsabrechnungen ist vor Einreichung der Mehrwertsteuerabrechnungen eine Codekontrolle sinnvoll, d.h. man kontrolliert ob bei allen Buchungen der Code richtig eingetragen ist. Kein Mehrwertsteuerrevisor gibt Ihnen Empfehlungen ab, wo Sie allenfalls noch Mehrwertsteuern einsparen können. Wichtig ist daher allen- Ausgabe 3 / März 2016 / ERFOLG falls eine seriöse Beratung. Auch ein freiwilliger Mehrwertsteueraudit bei einer Treuhandfirma kann sehr hilfreich sein. So z. B. bei der Firma Swissvat in Zürich. Diese Firma gibt auch regelmässig Mehrwertsteuerseminare, welche wir Ihnen sehr empfehlen können. Wir empfehlen Ihnen Fehler zu melden sobald Sie sie merken. Bei einer Mehrwertsteuerrevision kann möglicherweise zu Beginn der Mehrwertsteuerrevision der Revisor der Mehrwertsteuerbehörde auf einen möglichen Fehler aufmerksam gemacht werden, z.B. wenn eine gemischte Verwendung vorliegt. So z. B. bei einem Zahnarzt mit Laborleistungen. Hier sind die Zahnarztleistungen nicht mehrwertsteuerpflichtig, die Laborleistungen hingegen schon. Hier darf z. B. nicht die volle Vorsteuer auf den Telefonrechnungen und den Treuhandkosten geltend gemacht werden sondern nur der Anteil, welcher die Laborleistungen betrifft, da Zahnarztleistungen ja von der Mehrwertsteuer ausgenommen sind. Hat man die volle Vorsteuer geltend gemacht, so ist empfehlenswert den Mehrwertsteuerprüfer auf diesen Tatbestand aufmerksam zu machen. Allenfalls ist der Treuhänder rechtzeitig auf die Mehrwertsteuer- revision aufmerksam zu machen, damit dieser mit dem Kunden die Mehrwertsteuerrevision sauber vorbereiten kann. DIE 14 S-KONZEPT AG 6301 Zug Telefon 041 720 00 85 Telefax 041 720 00 86 c.oesch@tic.ch www.managementbymedia.ch

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