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Erfolg Ausgabe Februar/März 2017

18 Interview Patrick Müller, CEO iTrust Patrick Müller, CEO iTrust Foto: iTrust Schon früh in seinem Leben entwickelte Patrick Müller ein Gespür fürs Geschäft. So reparierte er während der Schulzeit PCs von Bekannten, um sein Taschengeld aufzubessern. Später baute er Einzelteile zusammen und verkaufte die fertigen Geräte. Nach der Matura, als er bereits auf einige geschäftliche Erfolge zurückblicken konnte, war er in immer grösserem Rahmen als Einzelunternehmer tätig. Er bildete sich intensiv weiter und bekam die Chance, als selbstständiger Partner bei einem Beratungsunternehmen einzusteigen. Hier baute er mit Netzwerk- und Infrastrukturumgebungen für KMU in kurzer Zeit ein Kundenportfolio auf, das schliesslich das Fundament für die Gründung von iTrust bildete. Moneycab: Patrick Müller, Sie haben Ihr Unternehmen iTrust in den letzten Jahren von einer traditionellen IT-Technologie- Dienstleisterin zur Begleiterin für «digital erfolgreiches Arbeiten» entwickelt. Was war der Grund für diese Neuausrichtung? Patrick Müller: Wir sind überzeugt, dass die digitale Revolution bahnbrechend für die Menschheit ist, da sie viele grundlegende Veränderungen mit sich bringt. Dieser «Change» ermöglicht grosse Chancen, ist aber auch mit gewissen Risiken verbunden. Deshalb ist es eminent wichtig, dass wir den Menschen – in unserem Fall den Arbeitnehmer – in der Digitalisierung stärken. Darauf richten wir unser Unternehmen konsequent aus. Was waren und sind die grössten Hinder- nisse bei dieser Neuausrichtung? Wir beschäftigen seit jeher IT-Spezialisten: Das sind hochqualifizierte Leute, die iTrust erfolgreich mit aufgebaut haben. Den Fokus auf den konkreten Effizienzvorteil für den einzelnen Menschen zu richten, ist keine einfache Aufga- be. Die grösste Herausforderung bestand und besteht darin, innerhalb des Unternehmens ein Umdenken herbeizuführen: Jeder Mitarbeitende muss verinnerlichen, dass stets die Stärkung des Menschen im Mittelpunkt unserer Arbeit steht. «Ich wünsche mir, dass die Menschen gestärkt aus der digitalen Revolution hervorgehen.» Patrick Müller, CEO iTrust Welches waren die wichtigsten Entscheidungen, die Sie bei der Neuausrichtung trafen? Konsequent daran festzuhalten, dass zukünftig nicht mehr das Produkt, sondern der Mensch, dessen Bedürfnisse und Weiterentwicklung zentral sind. Er soll bei seinen Arbeiten mittels der für ihn richtigen digitalen Technologie bestmöglich unterstützt werden. «Unsere Effizienzansätze befähigen die einzelnen Personen, weniger Zeit für die Abarbeitung von belanglosen Themen aufzuwenden; beispielsweise für die Ablenkung durch Mails.» Gerade KMU haben organisatorisch, technisch und auch finanziell nur geringe Spielräume für (Fehl-)Versuche, um fundamentale Änderungen, wie sie die Digitalisierung aktuell darstellt, im Betrieb umzusetzen. Welches Vorgehen empfehlen Sie den KMU? Ich bin mir nicht sicher, ob dies stimmt. Ich vertrete eher die Meinung, dass KMU viel agiler und schneller als die grossen Konzerne sind. Wichtig für «analog» geprägte KMU ist sicherlich, sich mit Leuten zu umgeben, die ein progressiv-digitales Denken haben und sie so weiterbringen. Auf diese Weise sind viele unserer Kunden zu Partnern geworden; vereinzelt sind wir mit diesen KMU sogar Joint-Ventures eingegangen. Sie stehen mit uns im permanenten Austausch zu den Themen «Digitalisierung» und «digitale Innovation». Führungskräfte von «analogen» KMU sind oft ängstlich, was die Digitalisierung angeht. Daher meine Empfehlung: «Unternehmt etwas in diesem Feld! Versucht etwas! Eure Kunden verzeihen euch mehr, als ihr denkt.» Ausgabe 2/3 / Februar / März 2017 / ERFOLG Die Entwicklung neuer Technologien zur Effizienzsteigerung hat im Alltag meist dazu geführt, dass die Produktivität gesteigert werden konnte. Die Einzelnen empfinden das zunehmend als Druck, nicht als Befreiung. Wie kann hier Abhilfe geschaffen werden? Wir machen keinen Hehl daraus, dass die Anforderungen und der Druck gegenüber den Mitarbeitern steigen. Unsere Effizienzansätze befähigen die einzelnen Personen, weniger Zeit für die Abarbeitung von belanglosen Themen aufzuwenden; beispielsweise für die Ablenkung durch Mails oder die Teilnahme an unproduktiven Meetings. Die auf diese Weise gewonnene Zeit können sie dann in neue Aufgabenstellungen investieren, wodurch sie in der gleichen Frist mehr leisten. Das hilft schlussendlich allen. «Ich teile zwar die Meinung, dass die Digitalisierung auch Verlierer hervorbringen wird. Es gibt aber mindestens ebenso viele Gewinner!» Der Raiffeisen-Chefökonom Martin Neff hat sich in seiner Kolumne der wachsenden Zahl der Digitalisierungs-Kritiker angeschlossen. Seiner Meinung nach führt die Digitalisierung vor allem zu einer Umverteilung von Marktanteilen bei einem gesamtwirtschaftlichen Nullsummen-Spiel und einem Abbau von Arbeitsplätzen. Wie sieht Ihre Einschätzung aus? Gesetzt der Fall, dass es zu einem Nullsummenspiel respektive zu einer Umverteilung von Marktanteilen kommt, ist es hochrelevant, dass wir als Schweizer respektive als Menschen insgesamt auf der Gewinnerseite stehen. Ich teile zwar die Meinung, dass die Digitalisierung auch Verlierer hervorbringen wird. Es gibt aber mindestens ebenso viele Gewinner! Mich spornt es täglich an, möglichst viele Menschen und Unternehmen auf diese Seite zu bringen. Zum Unternehmen Die iTrust AG beschäftigt 25 Mitarbeiter und ist in Cham ZG domiziliert. Sie verbindet Arbeitstechnik mit moderner Technologie und ermöglicht digitale Innovationen. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen im digitalen Wandel zu stärken. www.itrust.ch

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