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Erfolg Ausgabe Januar/Februar 2016

Ausgabe 1/2 / Januar / Februar 2016 / ERFOLG Kolumne 33 «Wir haben uns als Ziel gesetzt, in der Zukunft EBITDA-Margen von mehr als 10 Prozent zu generieren.» Jürg Dübendorfer, CEO Cicor Gruppe, im Moneycab-Interview Moneycab.com: Herr Dübendorfer, Mikroelektronik ist ja mittlerweile ein Massengeschäft. Differenzierung ist schwierig. Wo ist dies noch möglich? Jürg Dübendorfer: Wir wollen uns in Zukunft durch noch umfassendere Dienstleistungen und anspruchsvolle Technologien differenzieren. Wir werden den Kunden noch stärker in der Entwicklung seiner Produkte und Anwendungen unterstützen und ihn dann während des ganzen Lebenszyklus des Produktes betreuen. Wir unterstützen ihn so, dass er sich auf seine Kernkompetenzen fokussieren kann. Alles andere nehmen wir ihm ab. Der Trend in verschiedenen Märkten geht auch klar in Richtung «Outsourcing»; so zum Beispiel im hochanspruchsvollen Bereich der aktiven Implantate. Die Devices werden immer komplexer. Hier ist gezieltes Fachwissen gefragt: verschiedene Technologien, Entwicklungs-Know-how und Produktions-Fähigkeiten, welche OEMs (Original Equipment Manufacturer) zum Teil nicht «in House» haben. Schweizer- und Europäische-Kunden schätzen die kompetente Zusammenarbeit mit Cicor. Vor zwei Jahren war das Finanzziel eine EBIT-Marge von 8 Prozent. Wie realistisch wird dies in dem hochkompetitiven Umfeld je sein? Beim EBIT/EBITDA müssen wir den beiden unterschiedlichen Divisionen im Geschäftsmodell Rechnung tragen. AMS mit seinen «leading edge»-Technologien kann sich stärker am Markt differenzieren und wird deshalb grössere Margen als ES generieren. Aber auch für ES erwarten wir vor allem mit dem oven erwähnten «Box Build» eine stärkere Differenzierung und damit höhere Margen. Wir erwarten in der Kombination die kommunizierten EBITDA-Margen von über 10 Prozent. Im 2014 betrug der Umsatzanteil in Schweizer Franken nur noch rund 25% und der Kostenanteil noch 34%. Drei Jahre zuvor waren das jeweils über 50 Prozent. Liegen Werte knapp über 10 Prozent drin? Das Ziel ist ein möglichst ausgeglichener Anteil an Umsatz und Kosten in Schweizerfranken. Durch den globalen Setup der Cicor Gruppe wird der Umsatz- und Kostenanteil in Fremdwährungen im Gegensatz zum Schweizerfranken weiter ansteigen. Electronic Solutions, die grössere ihrer beiden Divisionen, hatte letzthin stark mit dem Wegfall von Grosskundenaufträgen zu kämpfen. Was muss man in Ihrem Business alles auf die Beine stellen, um die grossen Kunden bei der Stange zu halten? Die Resultate der Cicor sind eng gekoppelt mit der Leistung, dem Erfolg ihrer Kunden. Wir hatten dieses Jahr einige Kunden, die aus verschiedenen Gründen nicht wie erwartet gute Resultate erzielt haben und hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Das hat nichts mit uns zu tun, und dagegen können wir auch nicht viel machen. Was wir können, ist über die Neukundengewinnung zusätzlich die Diversifikation in unserem Kundenportfolio zu verbessern. Sind vielversprechende Leads in Aussicht? Und – ohne dass Sie Betriebsgeheimnisse verraten sollen -in welchem Marktsegmenten spielt da die Musik? Wenn man sich das Marktwachstum in unserer Branche anschaut, dann wachsen die Bereiche Medical und Industrial überproportional, sowie die Region Südostasien. Davon wollen wir in Zukunft profitieren. In der Medizin und dort speziell in Sensortechnologien finden viele Chips von Cicor Verwendung. Wird das Ihr absolut grösster Wachstumspfad sein? Das wird zweifellos eines der grossen Wachstumsgebiete sein. Wir haben gerade in diesem Gebiet viel Know-how in unserer Firma und mit einigen Projekten haben wir gezeigt, dass wir dieses Know-how zugunsten der Kunden erfolgreich umsetzen können. In rund einem Jahr soll das neue Produktions- und Verwaltungsgebäude in Robert Jakob Moneycab.com Helmuth Fuchs Sternenweg 12 8840 Einsiedeln Mobile 041 79 421 05 09 helmuth.fuchs@moneycab.com www.moneycab.com Zur Person: Jürg Dübendorfer, Schweizer, geboren 1968, erlangte seinen Master of Science (dipl. phys. ETH) in Physik an der ETH Zürich und promovierte an der Universität Freiburg, Schweiz (Dr. rer. nat.). Dr. Dübendorfer weist eine 20jährige Industrieerfahrung auf. Er arbeitete 3 Jahre in den USA in der Forschung und Entwicklung einer Life Science Firma und 12 Jahre lang für Tecan (6 Jahre davon als Mitglied der Gruppenleitung). Zum Unternehmen: Cicor ist eine global tätige Gruppe der Elektronikindustrie. Mit rund 1950 Mitarbeitenden in elf Produktionsstätten weltweit liefert die Gruppe qualitativ hochstehende, massgeschneiderte Lösungen für ihre Kunden in Europa, USA und Asien. Die Aktien der Cicor Technologies Ltd. werden an der SIX Swiss Exchange gehandelt (CICN). Die ganze Version des gekürzten Interviews und weitere KMU-Nachrichten finden Sie auf ww.moneycab.com

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