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Erfolg Ausgabe November/Dezember 2017

24 Interview Thomas Züger, CEO OBT im Interview von Helmuth Fuchs Thomas Züger, CEO OBT Moneycab: Herr Züger, Sie sind seit 1996 bei OBT und am 1. Oktober übernahmen Sie als CEO die Führung des Unternehmens. Wo wollen Sie die Schwerpunkte setzen, welches ist Ihre erste Neuerung? Thomas Züger: Wir sind in einem grossen Transformationsprozess, sowohl auf oberster wie auch auf mittlerer Managementebene. Darum liegt der interne Fokus darauf, diesen Prozess optimal umzusetzen, damit wir keine Schlagkraft verlieren. Extern gesehen heisst dies, unsere Dienstleistungen – auch hinsichtlich neuer Techno- logien – weiterhin marktgerecht und vorausschauend zu positionieren. «Auch bei uns ist die Digitalisierung ein grosses Thema und wird alle unsere Dienstleistungen verändern.» Thomas Züger, CEO OBT OBT ist in den Bereichen Treuhand, Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung, Steuern und Recht sowie Informatik- Gesamtlösungen tätig. In welchem Bereich erwarten Sie die grössten Veränderungen, wo die grössten Wachstumschancen? Auch bei uns ist die Digitalisierung ein grosses Thema und wird alle unsere Dienstleistungen verändern. Entsprechend sehen wir dort unsere grossen Wachstumschancen, vor allem da wir den Kunden bereichsübergreifende Lösungen anbieten können. Das Zusammenspiel zwisch- en Treuhand, Beratung und IT im Sinne von effi- zienten Lösungen aus einem Guss wird den Kunden den gewünschten Mehrwert bringen. Dabei geht es nicht nur um Tools und Prozesse für externe Anspruchsgruppen. Agilität ist zentral und beschäftigt die Frontbereiche wie auch die internen Servicestellen. Wir werden insgesamt als Gruppe wachsen, weil wir innovativ, agil und kompetent sind. Die Grossbanken verbünden sich teilweise mit Startups, um jenseits der Kernprozess neue Geschäftsfelder zu erschliessen. Wie beurteilen Sie diese neue Konstellation für Ihr eigenes Unternehmen – eher eine Bedrohung oder eine Chance? Grundsätzlich als grosse Chance. Nicht alle Prozesse lassen sich mit neuen Modellen digita- lisieren, sondern hier können wir mit unserer Kundennähe, dem ausgeprägten Vertrauensverhältnis zu unseren Kunden und der persönlichen Beratung einen Mehrwert schaffen. Zudem arbeiten wir ebenfalls mit Startups zusammen und verschliessen uns innovativen Lösungen keinesfalls – im Gegenteil. Die Schwierigkeit besteht höchstens darin, sich bei den vielen Chancen auf Einzelne zu fokussieren. Bei der Rechnungslegung, der Gesetzgebung und der damit verbundenen Compliance stellt die Schweiz sehr hohe Anforderungen an die Unternehmen und beschäftigt eine ganze Industrie von Experten für die Umsetzung und Einhaltung. Ab wann hindert das die Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit? Die Regulierungsdichte und der berühmte «Swiss Finish» hindern uns sicherlich, gerade in dieser schnelllebigen Zeit. Zum Glück beweisen aber der Wirtschaftsstandort Schweiz und ins- besondere die KMU hier immer wieder eine erstaunlich schnelle und erfolgreiche Anpassungsfähigkeit. Zum anderen ist es grade die Zuverlässigkeit unserer Systeme, welche immer wieder internationale Unternehmen motiviert, ihren Hauptsitz in die Schweiz zu verlegen. «Die Regulierungsdichte und der berühmte ‹Swiss Finish› hindern uns sicherlich, gerade in dieser schnelllebigen Zeit.» Während andere Unternehmen die interne IT auslagern und möglichst viele Leistungen «as-a-service» beziehen, ist bei Ihnen der eigene Informatik-Bereich von zentraler Bedeutung. Für welche strategischen Optionen ist die eigene IT notwendig, welches sind die bedeutendsten laufenden IT-Projekte? Mit rund 100 Mitarbeitenden in der Informatik Ausgabe 11/12 / November / Dezember 2017 / ERFOLG sind wir ein grosser IT-Dienstleister in der Schweiz. Durch die Bereitstellung von internen sowie externen Informatik-Dienstleistungen haben wir die Möglichkeit, neue Produkte und Tools auch immer wieder zuerst intern zu testen und dann auf Kundenbedürfnisse anzupassen. Dabei ist auch die Automatisierung der Pro- zesse und die Optimierung von Schnittstellen ein Punkt, welchen wir intensiv verfolgen. Hierzu laufen aktuell viele entsprechende Projekte. Wir sind überzeugt, dass sich in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen Kunde und Treuhänder punkto Buchführung stark verändern wird – dort setzen wir unsere Projekte an. Als Treuhandunternehmen hat OBT ein besonderes Vertrauensverhältnis zu den Kunden. Wie lässt sich dieses Vertrauen im digitalen Zeitalter in neue Angebote und Leistungen einbringen? Nach wie vor steht der Kunde im Zentrum. Dieser sehr engen Kundenbindung gilt es gerade bei automatisierten Prozessen noch mehr Beachtung zu schenken. Die Bedürfnisse der Kunden zu kennen und diese optimal zu erfüllen, bleibt auch in Zukunft sehr wichtig. Nur im persönlichen Gespräch kann man diese Bedürfnisse auch wirklich verstehen und entsprechende Lösungen anbieten. Auch digital wollen wir den Kunden eine Servicequalität bieten, welche ihre Bedürfnisse und Erwartungen übertrifft. Ihre Kunden setzen unterschiedliche Lösungen von Abacus, Bexio oder Sage vermehrt auch als Cloud- oder «as-a-service»-Lösungen ein. Was heisst das für Ihre Arbeit, wie können Sie Ihre Kunden von der zunehmenden Komplexität und den schwieriger werdenden Sicherheitsfragen entlasten? Wir wollen und müssen die Bedürfnisse und die entsprechenden Lösungen unserer Kunden kennen, damit wir ein kompetenter Partner sind. Entsprechend investieren wir in die Ausbildung unserer Mitarbeitenden. Als KMU GU in den von uns angebotenen Bereichen inkl. IT sind wir diesbezüglich geradezu ideal aufgestellt. Dies zeigt bspw. der Erfolg unseres eigenen Rechenzentrums, der OBT Swiss Cloud. Immer mehr Kunden übertragen ihre IT-Bedürfnisse in die Cloud, um von kosteneffizienten, benutzerfreundlichen Anwendungen und Services für ihre IT-Leistungen zu profitieren. Laufend neue Programmupdates, erhöhte Sicherheitsanfor- derungen, standortunabhängiges, mobiles Arbeiten und gewünschte Automatisierung sind die stetigen Anforderungen und entsprechen den Bedürfnissen unserer Kunden.

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