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Erfolg Ausgabe Oktober 2016

Ausgabe 10 / Oktober 2016 / ERFOLG 29 Bedeutung des Zwischenabschlusses per 31.10.2016, des Business- und des Jahreszielplans 2017 bei der kurzfristigen Steuerplanung Dr. Christoph Oesch Leiter Sektion Steuern des Schweizerischen KMU Verbands, Steuer- und Unternehmensberater, Zug Wer die Steuern aktiv plant, führt seine Buchhaltung wie vom Gesetz verlangt à jour d. h. tagfertig. Er erstellt z. B. monatlich einen Zwischenabschluss, pflegt die Liquidität des Betriebs und erstellt auch einen Business- und einen Jahreszielplan. Dies allenfalls mit Hilfe eines Strategieexperten, da dieser eine grössere Unabhängigkeit gegenüber dem Unternehmen hat, weniger betriebsblind ist, seine Beziehungen in das Unternehmen einbringt und auch viele Instrumente zur Strategieherleitung (Methodik) kennt. Wir verweisen auf unser anfangs 2016 erschienenes Buch «Strategien, mittel- und kurzfristige Massnahmen schweizerischer KMU’s im euroerosionsgeprägten Wirtschaftsumfeld». Wäre der Brexit nach der Volksabstimmung durchgezogen worden, hätten wir bereits wieder eine grössere Euroerosion erlebt. So ist der Euro zurzeit vom 1.1.2016 bis heute um einen Rappen gestiegen. Dass Volksabstimmungen mit den Füssen getreten werden, haben wir bei unserer Prognose ebenso wenig einkalkuliert wie ständige Interventionen der Schweizerischen Nationalbank, welche schweizerische Steuerzahler / innen eines Tages zum wiederholten Mal sehr, sehr hohe Steuern kosten werden. Auch eine unterlassene Devisenankaufskursstützung würde den Steuerzahler aber sehr teuer zu stehen kommen, zudem müssten dann die Beiträge für die ALV merklich erhöht werden. Business- und Jahreszielplan sind notwendige Grundlagen einer seriösen, sorgfältigen Steuer- planung. Ersieht der Steuerberater aus dem Businessplan, dass ein Unternehmen eine Eröffnung eines neuen Betriebszweigs mit einem neuen beachtlichen Warenlager plant, weiss er frühzeitig, dass im nächsten Jahr warendrittelbedingt eher ein tiefer Unternehmensgewinn resultieren wird. Ersieht der Steuerberater aus dem Investitionsplan des Businessplans, dass im nächsten Jahr viele Must have Investitionen anfallen und zudem auch noch Nice to have Investitionen vorgenommen werden sollen, weiss er, dass durch die möglichen Sofortabschreibungen nächstes Jahr ein hoher Abschreibungsbetrag anfallen wird, der nächste Jahresgewinn also tief ausfallen wird. Die Bundessteuer beträgt unabhängig vom Gewinn 8.5 %. Sie ist somit nicht progressiv. Viele Kantone kennen hinge- gen einen gewissen Betrag bis zu welchem der jährliche Gewinn wesentlich tiefer besteuert wird als der Gewinn, der diese Schwelle übersteigt. Es ist sehr ratsam diesen steuerlich privilegierten Bereich auszunutzen. Investitionen können vielleicht noch dieses Jahr vorgenommen werden um den auf Kantonsebene steuerlich privilegierten Jahresgewinn nicht zu überschreiten. Es ist nicht weise Waren- drittelerhöhung und Sofortabschreibungen ins gleiche Steuerjahr fallen zu lassen. Um diese Sachlage zu prüfen und zu beurteilen, müssen wir aber einen sauberen Zwischenabschluss per 31.10.2016 erstellen. Wie gesagt brauchen wir auch einen aktualisierten Business- und Jahreszielplantag. Leider erstellen nur ca. 3 % der Unternehmen einen Business- und Jahreszielplan, bekanntlich sind diese aber wesentlich erfolgreicher unterwegs. Sind im Investitionsplan hohe Investitionen absehbar, lohnt es sich vielfach auch um die Vorsteuern bei der Mehrwertsteuer zurückfordern zu können, von der Saldosteuersatzmethode auf die effektive Methode umzustellen um somit die mit den Investitionen anfallenden Vorsteuern zurückfordern zu können. Weiss der Steuerberater, dass in einigen Jahren ein Liegenschaftsverkauf ansteht oder geplant ist, kann er jährlich einen gewissen Betrag der Immobilie steuerlich wirksam aufwerten, damit im Verkaufsjahr nicht der ganze Veräusserungsgewinn im höher besteuerten Gewinnbereich steuerlich erfasst wird. Die liquiden Mittel für die Einzahlung in die Arbeitgeber-Beitragsreserven beim BVG oder in die Säule 3a müssen bereitgestellt werden. Beim BVG kann ein Unternehmen fünf Jahresarbeitgeberbeiträge in die Arbeitgeberbeitragsreserven einbezahlen. Dies erfolgt mit einem separat dafür von der Pensionskasse verlangten Einzahlungsschein. In gewissen Kantonen muss dieser hohe Betrag auf 2, im folgenden Steuerjahr 3 Arbeitgeberbeiträge aufgeteilt werden. Im Kanton Zug kann die Einzahlung bis zum 30.6.2017 erfolgen, in der Bilanz und Erfolgsrechnung 2016 ist die Einzahlung in die Arbeitgeber-Beitragsreserve aber separat auszuweisen: Passivierung der geplanten Einzahlung in Steuern die Arbeitgeber-Beitragsreserve, Ausweis des ausserordentlichen Aufwands in der Erfolgs- rechnung 2016. Im Kanton Bern kann die Einzahlung bis und mit Einreichtag der Steuererklärung 2016 im Steuerjahr 2017 aufgeschoben werden. Im Kanton Zürich muss die Einzahlung in die Arbeitgeberbeitragsreserve bis Ende 2016 erfolgen, infolge Feiertagen ist es empfehlenswert spätestens am 15.12.2016 die Einzahlung vorzunehmen. Es ist zu prüfen, ob die Summe von Gewinn und Unternehmerlohn besser auf Gewinn des Unternehmens, einen Dividendenbezug und einen reduzierten Lohn des Unternehmers aufgeteilt werden kann. Einerseits um sehr hohe AHV-Beiträge zu vermeiden, andererseits um nicht beim Unternehmer eine viel zu hohe Einkommenssteuer auszulösen. Ein Teil des Bezugs des Unternehmers kann vielleicht auch dem Kontokorrent des Aktionärs mit seiner AG zugeschlagen werden, um so AHV-Beiträge und Einkommenssteuern zu sparen, d. h. einen optimalen Progressionsbruch zu erreichen. Dies durch Aufteilung des Gesamteinkommens auf die juristische Person einerseits, den Unternehmer andererseits. Vielleicht sind hier auch noch Einkaufsbeiträge möglich, welche in die Steuerplanung miteinbezogen werden müssen. In die Säule 3a ist die 20 % Einzahlung auf dem Gewinn zuzüglich möglicherweise kritische Aufrechnung von Rückstellungen zu berechnen, d. h. es sollte eher zu viel als zu wenig einbezahlt werden. Ist der effektive Gewinne 2016 dann tiefer, wird der zu viel einbezahlte Beitrag in die Säule 3a zurückerstattet. Der Steuerpflichtige erhält vom Steueramt dafür notwendige Schreiben und Belege. Nachzahlen kann man nicht in die Säule 3a. Die Steuerbelastung fällt dann definitiv zu hoch aus. Gerne stehen wir Ihnen jederzeit für eine Second opinion zu Ihrer privaten und Firmenbesteuerung zur Verfügung. Können wir Ihnen Nichts einsparen, so stellen wir Ihnen keine Rechnung. Wenn wir Ihnen Steuern einsparen können, so kostet unsere Stunde CHF 200.– maximal bis zu einer nachgewiesenen Jahresersparnis, die weiteren Jahre gehören Ihnen. DIE 14 S-KONZEPT AG Dr. Christoph Oesch 6301 Zug Telefon 041 720 00 85 Telefax 041 720 00 86 c.oesch@tic.ch www.managementbymedia.ch

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