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Erfolg Ausgabe Oktober 2016

Ausgabe 10 / Oktober 2016 / ERFOLG Schweizerischer KMU Verband 5 Für die Post hätte ich schon eine Idee: Man sollte sich online auf www.post.ch anmelden können und danach sämtliche Briefpost sauber gescannt online bekommen. Nach Datum sortiert und Lesebestätigungen etc. sollten automatisch versandt werden und natürlich müsste man sofort online antworten können. In meinem Fall würde so 90 % meiner Post direkt in meinem PC landen und ich hätte einen gros- sen Gewinn an Lebensqualität weil ich nicht mehr immer zur Poststelle oder zum Brief- kasten laufen muss und alles würde noch schneller gehen. Natürlich ist mir klar, dass es da auch noch rechtliche Hürden gibt bezüglich digitaler Unterschrift und Suisse ID (an welcher auch die Post beteiligt ist und noch immer nicht den wahren Durchbruch geschafft hat und die Verbreitung hat, welche man sich wünscht), aber es wäre mal ein guter Ansatz, darüber nachzudenken. Denn technisch sollte so was doch möglich sein. Hochleistungsscanner und Dokumentensysteme gibt es ja schon lange und eventuell würden dadurch ja auch mittel- und langfristig Kosten gesenkt. Im Versicherungswesen ist man schon einen Schritt weiter und das Thema Digitalisierung ist dort allgegenwärtig. So gibt es bereits vie- Jetzt anmelden! le Anbieter, welche es Kunden und Firmen ermöglichen, Ihre Versicherungspolicen digital abzulegen, Schadenfälle online zu melden und Rückforderungsbelege digital einzureichen. Dass man solche Lösungen für den Kunden sogar kostenlos machen kann zeigt die Plattform www.policenverwaltung.ch eindrücklich. Wenn es in einem nächsten Schritt die Versicherungen schaffen, die Prämienrechnungen auch digital zu versenden (diese könnte man direkt in die vorher genannte Lösung übermitteln) so könnte man sogar im Zuge der Digitalisierung sogar das Gesundheitswesen entlasten. Eine einfache Rechnung: In der Schweiz gibt es rund 4.5 Mio. Haushalte. Wenn jeder Haushalt jeden Monat die Prämienrechnung für die Krankenkasse erhält, so sind dies alleine Portokosten (bei 58 Rappen für Massensendungen) von 31 Mio. Franken. Und dabei wurde nicht berücksichtigt, dass so mancher Haushalt mehr als eine Rechnung bekommt da mehrere Personen dort leben, unterschiedliche Versicherungen haben und für Grund- und Zusatzversicherung nochmals mehr Rechnungen anfallen. Ganz zu schweigen von all den Prämienrechnungen für Fahrzeuge, Hausrat etc. und die Rechnungen für die Firmen. Wenn eine Firma im Schnitt 6 Versicherungspolicen hat und es 597‘000 Fir- www.policenverwaltung.ch men gibt, so sind auch dort rund 2 Mio. Portokosten, welche anfallen. Und zu guter Letzt könnte man auch noch die Versandkosten für die BVG Ausweise berechnen. Grob geschätzt könnte das Gesundheitswesen alleine durch die Digitalisierung und den elektronischen Versand von Rechnungen rund 48 Mio. Franken an Portokosten sparen. Ist dies so abwägig? Und wenn dies die Versicherungen machen können, so sollte es auch den AHV Ausgleichsstellen und der MwSt möglich sein, Ihre Unterlagen digital zuzustellen. Und schon könnte man wohl wieder 4 Mio. an Portokosten sparen. Das Sprichwort «Arbeiten Sie in einer Firma oder an einer Firma» sollten sich vielleicht mal so manche CEO’s wieder zu Herzen nehmen, mal eine kleine Auszeit nehmen, wandern gehen oder einen 2-Tagesworkshop ohne Internetanbindung durchführen und überlegen, wie man die eigene Firma in eine erfolgreiche Zukunft führen könnte. Digitalisierung wäre sicher ein guter Anfang… Und wenn Ideen fehlen oder man vielleicht mal eine Betrachtungsweise «von aussen» haben möchte: Ich stehe gerne zur Verfügung. Roland M. Rupp Leiter der Geschäftsstelle SKV Roland M. Rupp leitet die Geschäftsstelle des Schweizerischen KMU Verbandes seit nunmehr 10 Jahren und ist tagtäglich mit den verschiedensten Themen von der Neugründung bis zur Nachfolgeregelung konfrontiert und versucht, KMU an der Basis beim Daily Business zu helfen und parallel auf Ebene Bund und Wirtschaft die Rahmenbedingungen für KMU in der Schweiz zu verbessern. Als Vizepräsident im EGC Europäischer Gesundheits Club (www.egc.care) liegt Ihm natürlich auch das ganze Versicherungs- und Gesundheitswesen in der Schweiz sehr nahe.

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