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Die Wirtschaft - Zeitung der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Elektrogeräte­Recycling: Erleichterung für Elektrohändler Neuerungen im Umgang mit Alt-Elektrogeräten bringt die aktuelle Überarbeitung einer EU-Richtlinie. Ein wichtiger Punkt für den heimischen Handel ist die Rücknahmeverpflichtung von Altgeräten. Die Richtlinie legt genau fest, welche Geräte von Elektrohändlern auch „0:1“, also ohne gleichzeitigen Kauf eines neuen Gerätes, zurückgenommen werden müssen. „Es handelt sich um Kleinstgeräte mit maximal 25 Zentimeter Kantenlänge, Kühlschränke und Herde sindalsodavonausgenommen“,hält Stephan Schwarzer, Wirtschaftskammer-Abteilungsleiter für Umwelt- und Energiepolitik, fest. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, in dieser für unseren Elektrohandel so heiklen Frage klare Lösungen zu finden.“ Neben der Gerätegröße konnte auch die Größe für verpflichtete Geschäfte in der Richtlinie selbst verankert werden. Schwarzer: „Das gibt Rechtssicherheit, auch wenn uns die Schwelle mit 400 Quadratmetern noch etwas zu niedrig ist. Das Allerwichtigste für die Wirtschaft: Mitgliedstaaten können diese sogenannte 0:1-Händlersammelpflicht für Kleinstgeräte durch ein Sammelsystem ersetzen, das mindestens genauso effektiv ist. Das sollte für Österreich jedenfalls zutreffen“. Gesamtbilanz zur Richtlinie gemischt Positiv ist aus der Sicht der heimischen Wirtschaft auch, dass es bezüglich einer gesonderten „Re-use-Quote“ bei den EU-Entscheidungsträgern ein Umdenken gegeben hat: Eine solche Wiederverwendungsquote ist in der Praxis nicht handhabbar und bleibt daher in der Recyclingquote integriert: „Das hätte die ohnehin schon umfangreiche Zettelwirtschaft in der Abfallwirtschaft übermäßig und � Landeslehrlingswettbewerb Junge Elektrotechniker zeigten ihr Können 55 angehende Elektroinstallationstechniker im 3. Lehrjahr zeigten vom 9. bis 11. Jänner 2012 im WIFI Dornbirn ihr Können. Der LWB bestand aus drei Teilen mit je drei Aufgaben. Diese galt es, in vier Stunden auszuführen. Teil 1: elektrotechnische Prüfarbeit auf einer Nr. 04 · 27. Jänner 2012 Die Wirtschaft ohne wesentliche Zugewinne für den Umweltschutz aufgebläht“, so Schwarzer. Insgesamt fällt die Beurteilung dieser EU-Revision durch die heimische Wirtschaft gemischt aus. Wichtig ist, dass im Wege des Versandhandels importierte Ware in gleicher Weise zu den Recyclingkosten beiträgt wie die vom österreichischen Handel abgegebene Ware – ob die Lösungsansätze der neuen Richtlinie dafür ausreichen, bleibt abzuwarten. Die Vereinfachung des Anhangs auf 6 statt 10 Elektroaltgeräte- Kategorien in mehreren Teilschritten ist grundsätzlich zu begrüßen: „Einfach wird dies für die Praktiker in den nächsten Jahren dennoch nicht. Ab dem Umsetzungsdatum ändern sich die Verwertungsquoten und schließlich auch deren Berechnungsgrundlagen alle drei Jahre“, kritisiert Schwarzer ein Zuviel an Änderungen im Elektroaltgerätebereich. Lochblechtafel u. a. eine Motorwendeschaltung mit Leitungsverlegung. Hier wurde besonders auf Maßgenauigkeit und Sicherheit geachtet. Teil 2: Fehlersuche in einem Installationsplan, u. a. ein Bad, in diesem waren Fehler eingezeichnet. Hier galt es, diese Fehler zu finden und zu korrigieren. Teil 3: Ein Fragebogen mit 10 praxisorientierten Fragen musste beantwortet werden, unter anderem eine Leitungsberechnung. Sieger wurde tim Mittelberger (elektro Mittelberger, Götzis) mit 170 Punkten von 175 möglichen, vor Simon Matt (eWF GmbH, Frastanz) und Sandro barbisch (eGd installationsgmbH, dornbirn). (siehe bild). Alt­Innungsmeister Wilhelm Beck, Helmlut Jäger und Thomas Strasser haben die Aufgaben für den LWB erstellt und bildeten zusammen mit Erwin Büchel die Jury bzw. Aufsicht. Ferdinand Matt und Werner Beiter haben die Vorarbeiten in den WIFI­ Werkstätten durchgeführt. ·Branchen· 9 � Handel-news Tara­Pflicht: Vorsicht Kontrolle! Nach einer jahrelangen, erfolgreichen Abwehr durch die Sparte Handel wurde Ende 2011 doch eine Novelle des Maßund Eichgesetzes beschlossen, das u. a. die Verpflichtung zur „Tarierung“ von Verpackungsmaterialien ab dem 1.1.2012 vorsieht. Damit darf seit diesem Zeitpunkt das Verpackungspapier im Feinkostbereich nicht mehr mitgewogen werden – und: Die Behörden kontrollieren eifrig, ob diese Vorschrift umgesetzt wird. Details zur Umsetzung der neuen Vorschrift: 1. Technische Umsetzung: Wie bei der Preisermittlung an der Waage vorgegangen wird, lässt das Gesetz offen. Deshalb kommen vor allem folgende Varianten in Frage: • Nutzung einer Tara-Ausgleichseinrichtung • Bei elektronischen Waagen - mit einem abzuziehenden Gewicht hinterlegte Tara-Tasten oder - die Hinterlegung im Warenwirtschaftssystem Tara-Eingabewert: Wird statt einer Tara-Ausgleichseinrichtung der Waage nach Auflegen der Verpackung für das lose Produkt ein Tara-Eingabewert verwendet, so muss vorab das abzuziehende Gewicht hinter eine oder mehrere Tara-Fixtasten gelegt bzw. im Warenwirtschaftssystem gespeichert werden. Um Gewichtsabweichung einzelner Papiere zu nivellieren, sollte das durchschnittliche Gewicht des Papiers durch die gleichzeitige Wägung einer ausreichend großen Anzahl von Verpackungsbogen mit anschließender Division durch deren Anzahl bestimmt werden. Anzeige der Nettoverwiegung für den Kunden: Dem Kunden müssen von der Waage alle wesentlichen Angaben über den Wägevorgang angezeigt werden. Infos auf www.wko. at/vlbg/lebensmittelhandel

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