Get the FLASH PLAYER to view this magazine:

Get Adobe Flash player

- or -

View as HTML version

Die Wirtschaft - Zeitung der Wirtschaftskammer Vorarlberg

ARBEIT 4 SEITEN ÜBER MITARBEITERFÖRDERUNG UND QUALIFIZIERUNG IN DER WIIRTSCHAFT 8135 Lehrlinge in Vorarlberg: Und es gibt noch Lehrstellen! 1.400 Jugendliche haben im September die Lehre begonnen. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt ein erfreuliches Bild: Die Zahl der Lehrlinge hat heuer mit insgesamt 8.135 den Wert vor der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 (-0,4 %) erreicht. Und die Unternehmen stellen weitere Ausbildungsplätze zur Verfügung. Die Zahl der Lehrlinge im ersten Lehrjahr liegt mit 2.778 sogar 1 % über dem Vergleichswert vor der Krise (2.751). Diese Zahl zeigt deutlich, dass die Motivation der Vorarlberger Betriebe so groß ist wie in den Jahren vor der Wirtschaftskrise 2008 und 2009. Lehrvertragsanmeldungen Von den im heurigen Jahr angemeldeten Lehrverträgen entfallen mit 1.394 fast die Hälfte (47 %) auf das Handwerk und Gewerbe; mit 16 % bzw. 15 % folgen der Handel (478) und die Industrie (434) auf den Plätzen 2 und 3. Im Tourismus sind 12 % der Lehrvertragsanmeldungen (349) erfolgt. Lehrstellenmarkt Laut Arbeitsmarktservice stehen in Vorarlberger Firmen aktuell 301 offene Ausbildungsplätze zur JUGENDARBEITSLOSIGKEIT Mehr als fünf Millionen Jugendliche in der EU waren im vergangenen Jahr ohne Arbeit. Im Durchschnitt ist jeder fünfte junge Mensch unter 25 arbeitslos. Besonders hart trifft es die Spanier mit 45,7 % Jugendarbeitslosigkeit, aber auch die PISA-Vorzeigestaaten in Skandinavien haben keine Beschäftigung für junge Leute: In Finnland beträgt die Arbeitslosigkeit knapp über 20 %, in Schweden fast 24 %. Die niedrigste Quote haben die Niederlande mit 7,1 %, gefolgt von Österreich mit 8,2 %, in Vorarlberg ist die Arbeitslosigkeit noch niedriger. Verfügung, um 49 Lehrstellen bzw. 19,4% mehr als im Vorjahr. Neue Lehrberufe Die Lehrlingsausbildung unterliegt einem ständigen Wandel – den Anforderungen der sich verändernden Arbeitswelt werden Berufsbilder modernisiert und neue Berufe entwickelt. Dabei werden häufig sogenannte Modullehrberufe geschaffen, die eine gemeinsame Grundausbildung am Beginn der Lehre (Grundmodul) mit der Möglichkeit einer Spezialisierung im zweiten Teil (Haupt- und Spezialmodule). Ein Beispiel dafür ist etwa der Lehrberuf „Elektrotechnik“: Neben dem verpflichtenden Grundmodul gibt es die Wahlmöglichkeit zwischen den Hauptmodulen „Elektro- und Gebäudetechnik“, „Energietechnik“, „Anlagen- und Betriebstechnik“ sowie „Automatisierungs- und Prozessleittechnik“. In Vorarlberg finden Jugendliche fast immer die Lehrstelle, die ihren Neigungen entspricht. Im Bild der Lehrlingsinfotag. KOMMENTAR Stark machen für die Jungen Die Parallelen sind schon auffällig: Ob Madrid, London, Paris, Lissabon, oder Kairo - die jüngsten Protestbewegungen werden hauptsächlich von jungen Menschen getragen. Ein Blick auf die Statistik zeigt warum. EU-Länder wie Spanien oder Großbritannien weisen Arbeitslosenraten unter Jugendlichen bis 45% auf. So ist es nicht verwunderlich, dass die Jugend in diesen Ländern auf ihre perspektivlose Lage hinweisen. Es geht um die Chancen sich beruflich und privat ein solides Umfeld zu schaffen. Es geht ebenso um die Verantwortung der Gesellschaft, der Wirtschaft, der Politik, den Jugendlichen diese Chancen zu ermöglichen, und es geht um die Eigenverantwortung der jüngeren Generation, diese Chancen zu ergreifen. Österreich schlägt sich im Vergleich sehr gut und verzeichnet im EU-Raum die zweitniedrigste Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen. Die Gründe für unsere gute Position sind in der guten Integration der Jugendlichen in das Beschäftigungssystem und unsere berufliche Erstausbildung (Lehrlingsausbildung, berufsbildende mittlere und höhere Schulen) zu finden. Die Wirtschaft ist dabei ein wichtiger Player in diesem sozialen Gefüge und bietet unserer Jugend viele Möglichkeiten. Durch das Engagement der Unternehmen und einer vorausschauenden Wirtschaftspolitik in Vorarlberg ist die Schaffung von zusätzlicher Infrastruktur im Bereich der beruflichen Ausbildung junger Menschen gelungen. Denn es entspricht unternehmerischer Verantwortung, sich für die Ausbildung aller jungen Menschen stark zu machen. Jeder Jugendliche in Vorarlberg hat die Chance auf einen seinen Eignungen und Neigungen entsprechenden Ausbildungsplatz – die Chance ergreifen muss der Jugendliche aber selbst. Die Perspektiven sind jedenfalls vorhanden! Manfred Rein, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg Freitag, 14. Oktober 2011 DIE WIRTSCHAFT 35

Page 1
Page 2
Page 3
Page 4
Page 5
Page 6
Page 7
Page 8
Page 9
Page 10
Page 11
Page 12
Page 13
Page 14
Page 15
Page 16
Page 17
Page 18
Page 19
Page 20
Page 21
Page 22
Page 23
Page 24
Page 25
Page 26
Page 27
Page 28
Page 29
Page 30
Page 31
Page 32
Page 33
Page 34
Page 35
Page 36
Page 37
Page 38
Page 39
Page 40
Page 41
Page 42
Page 43
Page 44
Page 45
Page 46
Page 47
Page 48
Page 49
Page 50
Page 51
Page 52
Page 53
Page 54
Page 55
Page 56
Page 57
Page 58
Page 59
Page 60
Page 61
Page 62
Page 63
Page 64